Regierung · Paris, Marseille und Lyon

Frankreich rüstet sich mit 70.000 Polizisten und verbarrikadierten Geschäften für die Proteste am Samstag

Am Samstag, 24. Oktober, werden Hunderttausende auf Frankreichs Straßen erwartet – aus Protest gegen die Lebenshaltungskosten und Kürzungen bei öffentlichen Dienstleistungen. Die Behörden haben mehr als 70.000 Beamte mobilisiert, während Pariser Luxusgeschäfte nach den Plünderungen des vergangenen Wochenendes ihre Schaufenster verbarrikadieren.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, Mediafax.ro, Libertatea und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris, Marseille, Lyon, Nizza · Frankreich, Italien
Wie es dazu kam
  1. 17.10.Wochenende der Gewalt und Plünderungen in ganz Frankreich, Tausende Geschäfte beschädigt oder geplündert
  2. Woche des 19. Oktober 2026Macron-Dekret beschränkt genehmigte Proteste auf Aktionen, die von offiziell anerkannten Gewerkschaften organisiert werden
  3. 24.10.Landesweite Proteste geplant, mehr als 70.000 Polizisten im Einsatz

Sicherheitsoperation in Paris und darüber hinaus

Die französischen Behörden werden am Samstag, 24. Oktober, landesweit mehr als 70.000 Polizisten einsetzen – 10.000 mehr als am Wochenende zuvor, wie das Innenministerium mitteilte. Innenminister Laurent Nuñez hat die Beamten zu äußerster Reaktionsfähigkeit aufgefordert und davor gewarnt, dass Studentenproteste gewaltsam werden könnten und dass sich politische Gruppen sowie gewöhnliche Kriminelle anschließen dürften. Polizeifahrzeuge sollen rund um den Arc de Triomphe positioniert werden, und auf den Champs-Élysées ist eine militärische Anti-Terror-Einheit im Einsatz zu sehen. Die Behörden haben zudem die Regeln für Protestrouten, die Zahl der Teilnehmer und die Frage verschärft, welche Gruppen Märsche abhalten dürfen. Einige dieser Beschränkungen wurden vor Gericht angefochten, und Richter hoben zwei davon auf – im Département Bouches-du-Rhône mit Marseille und in der Stadt Limoges.

Wer auf die Straße gehen soll

Hunderttausende Menschen werden am Samstag in ganz Frankreich erwartet, um gegen die Lebenshaltungskosten, Kürzungen bei öffentlichen Dienstleistungen und soziale Ungleichheit zu demonstrieren. Die Bewegung begann mit Schülern und Studenten, die bessere Studienbedingungen und mehr Lehrkräfte forderten, und weitete sich zu einer allgemeinen Wut über die Lebenskosten aus. Gymnasiasten, Gewerkschafter und Anhänger der Gelbwesten-Bewegung werden erwartet, auch in italienischen Städten wie Rom und Mailand sind Proteste geplant. Mehrere Organisationen haben angekündigt, ungeachtet der Beschränkungen zu demonstrieren. In Paris wurde der Marsch der Studentengewerkschaft nur unter der Auflage genehmigt, einen Umweg um das historische und administrative Zentrum zu nehmen; der zentrale Sammelpunkt blieb unklar, nachdem die Polizei die Organisatoren an den südöstlichen Stadtrand zu drängen versuchte.

Verbote und Einschränkungen im ganzen Land

Ein in der Woche des 19. Oktober von Präsident Emmanuel Macron unterzeichnetes Dekret beschränkt genehmigte Proteste auf Aktionen, die von offiziell anerkannten Gewerkschaften organisiert werden – doch die lokalen Behörden wenden es uneinheitlich an. Lyon, Nizza und Montpellier haben für den gesamten Samstag ein vollständiges Verbot jeglicher öffentlicher Versammlung verhängt, um neue Straßengewalt zu verhindern. Marseille hingegen blockierte zunächst alle Proteste und machte dann eine Kehrtwende: Ein von Gewerkschaftsverbänden koordinierter Marsch wurde erlaubt. Die folgende Zeitleiste zeichnet nach, wie das Wochenende der Gewalt zu den Maßnahmen am Samstag führte.

Luxusgeschäfte und Kulturstätten

Nach dem Wochenende vom 17. bis 18. Oktober haben Ladenbesitzer ihre Schaufenster abgedeckt und den Sicherheitsdienst verstärkt; Reuters bezifferte die Zahl der beschädigten oder geplünderten Geschäfte auf rund 3.000. Die Läden von Rolex und De Beers nahe der Place Vendôme bleiben am Samstag nach Angaben ihrer Mitarbeiter geschlossen, während das Geschäft von IWC, das zu Richemont gehört, je nach Verlauf der Proteste über eine vorzeitige Schließung entscheiden will. Louis Vuitton, Dior und Bulgari, alle im Besitz von LVMH, haben für den Tag zusätzliches Sicherheitspersonal aufgestockt, und das Kaufhaus Printemps hat laut einem Sprecher gegenüber Reuters sein Sicherheitspersonal verstärkt und vorbeugende Reparaturen durchgeführt. Der Louvre, das Musée d'Orsay und die Pariser Oper bleiben während der Proteste geschlossen, Arc de Triomphe, Tuilerien und Grand Palais sind für Besucher gesperrt. Die Art Basel Paris hat ihr Wochenendprogramm abgesagt.

Was für Frankreichs Luxusbranche auf dem Spiel steht

Frankreich zieht viele ausländische Kundinnen und Kunden an, die Chanel-Taschen und Hermès-Schals kaufen – für Marken, die ohnehin mit schwächerer Nachfrage kämpfen, eine wichtige Einnahmequelle. Das Verbrauchervertrauen ist weltweit gering, und der Tourismus geht vor dem Hintergrund des Kriegs im Iran zurück, während die im Oktober 2026 veröffentlichten Quartalszahlen von LVMH, Hermès und Kering unter den Erwartungen blieben. Hermès-Finanzchef Eric du Halgouët sagte, das Unternehmen habe den Schutz seiner französischen Geschäfte verstärkt, und es sei zu früh, die Auswirkungen der jüngsten Ereignisse auf das Geschäft abzuschätzen. Lidiya Shevchenko, Verkäuferin im Geschäft von Graziella Braccialini, sagte, sie bezweifle, dass während der Proteste viele Menschen die Läden betreten wollen. Die Luxusbranche, besorgt um ihr Image, kann sich weitere negative Schlagzeilen nicht leisten.

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Veröffentlicht heute um 16:48.

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