Regierung · Paris, Lyon und Marseille

Französische Proteste gehen am vierten Wochenende weiter – Polizei riegelt Élysée-Palast ab

Die Polizei riegelte den Élysée-Palast ab und setzte in Paris und Lyon Tränengas ein, während das Innenministerium bis 14.00 Uhr Ortszeit landesweit etwa 7.000 Demonstranten zählte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von H Kαθημερινή, iefimerida.gr, NEWS 24/7 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris, Lyon, Marseille · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 5.11.Landesweiter Streik: Das Innenministerium zählte mehr als 500.000 Teilnehmer, die CGT nannte fast 1,6 Millionen
  2. 7.11.Landesweit etwa 7.000 Demonstranten gezählt, dazu 18 Festnahmen und über 15.600 vorbeugende Kontrollen
  3. 9.11.Gespräche mit Gewerkschaftsvertretern und eine Sozialkonferenz im Matignon
  4. 10.11.Streiks im Bildungswesen und bildungsübergreifende Kundgebungen geplant

Ein kleinerer Zulauf unter starkem Polizeiaufgebot

Am Samstag, den 7. November, kehrten die Demonstranten zum vierten Wochenende in Folge auf die Straßen Frankreichs zurück und machten ihrem Zorn auf die Regierung wegen der Lebenshaltungskosten, niedriger Löhne und der Bildung Luft. Die Behörden hatten landesweit bis zu 170.000 Demonstranten erwartet, davon 60.000 in Paris, doch das Innenministerium zählte bis 14.00 Uhr Ortszeit etwa 7.000 Teilnehmer im ganzen Land – weniger als zur selben Stunde in der Vorwoche. Rund 70.000 Sicherheitskräfte wurden eingesetzt, um Gewalt zu verhindern; diese Vorsichtsmaßnahme war von den gewaltsamen Ausschreitungen vom 17. Oktober geprägt. In Paris marschierten die Gewerkschaften mit Genehmigung von der Place de la République zur Place de la Nation, während die Gelbwesten zu einer separaten Kundgebung auf der Place de la Concorde nahe dem Élysée-Palast und der Nationalversammlung aufgerufen hatten.

Polizeiketten und Zusammenstöße

Die Kundgebung auf der Concorde war verboten worden, und die Polizei umstellte etwa 100 Menschen, die sich dort versammeln wollten. Zwei Vertreter der Bewegung wurden von der Polizei mitgenommen, und in.gr berichtete, dass zwei prominente Gelbwesten-Vertreter in einem Polizeirevier im 17. Arrondissement festgenommen wurden. Nach ihrer Befragung will die Bewegung eine Pressekonferenz abhalten. Nach dem Ende des Pariser Marsches kam es auf der Place de la Nation zu Zusammenstößen, wo die Polizei Berichten zufolge Tränengas und Blendgranaten einsetzte; ein Krankenpfleger soll durch die Gaswirkung ohnmächtig geworden sein. In Lyon setzte die Polizei Tränengas ein, um Hunderte Menschen zu zerstreuen, die bei einer nicht genehmigten Versammlung eine zentrale Straße blockiert hatten. In Marseille, wo die Präfektur die Teilnehmerzahl mit 5.200 angab, bildete die Polizei eine Absperrung und setzte nach Warnungen Tränengas ein.

Widersprüchliche Zahlen und Warnungen

Die Angaben zu Festnahmen und Kontrollen weichen voneinander ab. Eine offizielle Bilanz nannte 15 Festnahmen und mehr als 5.800 Polizeikontrollen seit dem Morgen, während eine von NEWS 24/7 zitierte Zählung um 14.00 Uhr Ortszeit 18 Festnahmen und über 15.600 vorbeugende Kontrollen ergab. Innenminister Laurent Nuñez sagte, in sozialen Medien seien Aufrufe zu Angriffen auf Polizisten, öffentliche Gebäude und Geschäfte aufgetaucht. Er warnte, die Behörden würden gegen jeden, der an gewaltsamen Zusammenstößen oder Plünderungen beteiligt sei, entschieden vorgehen. In mehreren Städten blieben Geschäfte geschlossen oder verbarrikadierten ihre Schaufenster aus Furcht vor Zusammenstößen und Plünderungen, und die Polizei leitete Dutzende Ermittlungen zu Vorwürfen übermäßiger Gewalt gegen Demonstranten ein.

Gewerkschaften, Studierende und die nächsten Schritte

Der landesweite Streik am Donnerstag markierte den Höhepunkt einer Woche der Blockaden. Das Innenministerium erklärte, mehr als 500.000 Menschen hätten teilgenommen, die Gewerkschaft CGT nannte fast 1,6 Millionen. Die Bewegung begann als Protest von Schülerinnen und Schülern gegen die Bildungspolitik und weitete sich zu einer breiteren Kampagne gegen Preise, niedrige Löhne und unzureichende Sozialleistungen aus.

Manon Moré, Generalsekretärin der Studentengewerkschaft UNEF, sagte auf der Place de la République, die Jugendlichen blieben entschlossen und wütend und die Regierung habe ihre Forderungen nicht beantwortet.

„Die Jugendlichen bleiben entschlossen und wütend.“

Manon Moré

Premierminister Sébastien Lecornu soll am Montag, den 9. November, Gespräche mit Gewerkschaftsvertretern führen, und für diesen Morgen ist im Matignon eine Sozialkonferenz mit Gewerkschaften und Arbeitgebern angesetzt. Am Nachmittag sind Treffen mit Schul- und Studierendenorganisationen geplant. Die Gewerkschaften warten das Ergebnis dieser Treffen ab, bevor sie über neue Aktionen entscheiden. Für Dienstag, den 10. November, sind Streiks im Bildungswesen und bildungsübergreifende Kundgebungen geplant.

Sabine Harbas, eine Sprecherin der Studierendengewerkschaft, sagte, der Tag habe geholfen, den Druck aufrechtzuerhalten, und die Antworten der Regierung stellten die Jugendlichen weiterhin nicht zufrieden.

„Der heutige Tag hilft, den Druck aufrechtzuerhalten.“

Sabine Harbas

Der Regierung sind wegen der hohen Staatsverschuldung finanziell enge Grenzen gesetzt.

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