Regierung · Sada und Madrid

Franco-Familie versteigert 689 Objekte aus dem Pazo de Meirás in Madrid

Das Auktionshaus Magna Art Auctions versteigert am Dienstag, 27. Oktober, in seiner Galerie in Madrid 689 Lose aus dem ehemaligen Sommerwohnsitz Francos in Sada. Die Startpreise liegen zwischen 20 und 5.000 Euro. Die Versteigerung folgt einem Gerichtsurteil, das das Gebäude dem Staat zurückgab.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial und eldiario.es. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Sada, Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. März 2026Oberster Gerichtshof bestätigt das Eigentum des Staates am Pazo
  2. Sommer 2026Die Franco-Familie entfernt Möbel und Objekte aus dem Pazo, je nach Quelle im Juni oder Juli
  3. 27.10.Magna Art Auctions versteigert 689 Lose in Madrid

Ein ehemaliger Sommerwohnsitz

Der Pazo de Meirás in Sada, Provinz A Coruña, wurde ursprünglich von der Schriftstellerin Emilia Pardo Bazán entworfen, die mit ihrer Mutter an einer Villa mit drei quadratischen, zinnenbewehrten Türmen, Granitfassaden und mehr als 2.100 Quadratmetern bebauter Fläche arbeitete. Im Inneren befinden sich eine große Treppe, Bibliotheken mit dunklem Holz und eine Kapelle im romanischen Stil. Der Torre de la Quimera beherbergte die Bibliothek der Schriftstellerin, Gärten mit Magnolien und Bambus umgeben das Haus. Von 1938 bis 1975 diente das Anwesen als Sommerresidenz von Francisco Franco; ein Kauf aus dem Jahr 1941, den die Gerichte später als simuliert einstuften, steht im Zentrum des langen Rechtsstreits um das Eigentum.

Gerichte geben das Gebäude an den Staat zurück

Die Justiz erkannte 2020 das staatliche Eigentum am Pazo an, und der Oberste Gerichtshof bestätigte dies im März 2026 nach jahrelangem Rechtsstreit mit den Franco-Nachkommen. Berichte beschreiben das Gebäude als ein Geschenk aus dem Jahr 1938 an den Diktator seitens einer Gruppe galicischer Honoratioren; der simulierte Verkauf von 1941 ist die Grundlage dafür, dass das Anwesen heute dem spanischen Staat gehört. Die Urteile klärten auch, welche Gegenstände der Öffentlichkeit zustanden. Im November 2024 erkannte ein Madrider Gericht 559 Objekte als öffentliches Erbe an, da sie mit der Nutzung des Gebäudes als offizieller Residenz des Staatsoberhaupts verbunden waren.

Abtransport und die Versteigerung in Madrid

Die Franco-Familie entfernte im Sommer 2026 Möbel und Dekorationsgegenstände aus dem Pazo, wobei die Quellen zum Monat abweichen – eine nennt Juni, eine andere Juli. Die Gegenstände, die nicht auf der Liste der 559 öffentlichen Erbstücke standen, wurden Magna Art Auctions anvertraut, das die Versteigerung als besonders und einzigartig beschreibt. Der Katalog listet 689 Lose, von Möbeln, Porzellan, Lampen und Teppichen bis zu Gemälden, Uhren und religiösen Werken. Die Startpreise reichen von 20 bis 5.000 Euro. Unter den francoistischen Stücken befinden sich ein Schrank aus Kastanienholz mit Adler, Joch und Pfeilen zu einem Startpreis von 700 Euro, ein Wandteppich mit dem francoistischen Wappen für 850 Euro und zwei Porträts Francos zwischen 100 und 300 Euro.

Der Katalogtext des Auktionshauses, verfasst von seinem Direktor José Miguel Carrillo de Albornoz, präsentiert die Sammlung als mehr als die Summe ihrer Objekte und verweist auf das Haus und die Familie, die es besaß.

„Das Ensemble hat einen Wert, der über den materiellen Wert der Objekte hinausgeht.“

José Miguel Carrillo de Albornoz

Einwände und Käuferinteresse

Die Asociación para la Recuperación de la Memoria Histórica (ARMH) nannte die Versteigerung eine Plünderung öffentlichen Guts und forderte eine vorsorgliche Aussetzung der Auktion – ein Antrag, der keinen Erfolg hatte. Mitarbeiter der Galerie berichten von großem Interesse, mehrere Gebote gingen bereits vor Auktionsbeginn ein. Zu den Bietern zählen ältere Männer ebenso wie jüngere Menschen, die nicht mitbieten, aber von dem angezogen werden, wofür die Auktion steht.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen