Regierung · Sada und Madrid
Franco-Familie versteigert 689 Objekte aus dem Pazo de Meirás in Madrid
Das Auktionshaus Magna Art Auctions versteigert am Dienstag, 27. Oktober, in seiner Galerie in Madrid 689 Lose aus dem ehemaligen Sommerwohnsitz Francos in Sada. Die Startpreise liegen zwischen 20 und 5.000 Euro. Die Versteigerung folgt einem Gerichtsurteil, das das Gebäude dem Staat zurückgab.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial und eldiario.es. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Magna Art Auctions hält die Versteigerung am Dienstag, 27. Oktober, in seiner Galerie im Madrider Stadtteil Salamanca ab, mit 689 Losen, die die Franco-Familie aus dem Pazo entfernt hat.
Das staatliche Eigentum am Pazo wurde 2020 anerkannt und im März 2026 vom Obersten Gerichtshof bestätigt, während ein Madrider Gericht im November 2024 559 Objekte als öffentliches Erbe einstufte.
Ein Schrank aus Kastanienholz mit Adler, Joch und Pfeilen startet bei 700 Euro, ein Wandteppich mit dem francoistischen Wappen bei 850 Euro und zwei Franco-Porträts zwischen 100 und 300 Euro.
Die ARMH forderte eine vorsorgliche Aussetzung der Versteigerung und nannte sie eine Plünderung öffentlichen Guts, doch der Antrag hatte vor der Auktion keinen Erfolg.
- März 2026Oberster Gerichtshof bestätigt das Eigentum des Staates am Pazo
- Sommer 2026Die Franco-Familie entfernt Möbel und Objekte aus dem Pazo, je nach Quelle im Juni oder Juli
- 27.10.Magna Art Auctions versteigert 689 Lose in Madrid
Ein ehemaliger Sommerwohnsitz
Der Pazo de Meirás in Sada, Provinz A Coruña, wurde ursprünglich von der Schriftstellerin Emilia Pardo Bazán entworfen, die mit ihrer Mutter an einer Villa mit drei quadratischen, zinnenbewehrten Türmen, Granitfassaden und mehr als 2.100 Quadratmetern bebauter Fläche arbeitete. Im Inneren befinden sich eine große Treppe, Bibliotheken mit dunklem Holz und eine Kapelle im romanischen Stil. Der Torre de la Quimera beherbergte die Bibliothek der Schriftstellerin, Gärten mit Magnolien und Bambus umgeben das Haus. Von 1938 bis 1975 diente das Anwesen als Sommerresidenz von Francisco Franco; ein Kauf aus dem Jahr 1941, den die Gerichte später als simuliert einstuften, steht im Zentrum des langen Rechtsstreits um das Eigentum.
Gerichte geben das Gebäude an den Staat zurück
Die Justiz erkannte 2020 das staatliche Eigentum am Pazo an, und der Oberste Gerichtshof bestätigte dies im März 2026 nach jahrelangem Rechtsstreit mit den Franco-Nachkommen. Berichte beschreiben das Gebäude als ein Geschenk aus dem Jahr 1938 an den Diktator seitens einer Gruppe galicischer Honoratioren; der simulierte Verkauf von 1941 ist die Grundlage dafür, dass das Anwesen heute dem spanischen Staat gehört. Die Urteile klärten auch, welche Gegenstände der Öffentlichkeit zustanden. Im November 2024 erkannte ein Madrider Gericht 559 Objekte als öffentliches Erbe an, da sie mit der Nutzung des Gebäudes als offizieller Residenz des Staatsoberhaupts verbunden waren.
Abtransport und die Versteigerung in Madrid
Die Franco-Familie entfernte im Sommer 2026 Möbel und Dekorationsgegenstände aus dem Pazo, wobei die Quellen zum Monat abweichen – eine nennt Juni, eine andere Juli. Die Gegenstände, die nicht auf der Liste der 559 öffentlichen Erbstücke standen, wurden Magna Art Auctions anvertraut, das die Versteigerung als besonders und einzigartig beschreibt. Der Katalog listet 689 Lose, von Möbeln, Porzellan, Lampen und Teppichen bis zu Gemälden, Uhren und religiösen Werken. Die Startpreise reichen von 20 bis 5.000 Euro. Unter den francoistischen Stücken befinden sich ein Schrank aus Kastanienholz mit Adler, Joch und Pfeilen zu einem Startpreis von 700 Euro, ein Wandteppich mit dem francoistischen Wappen für 850 Euro und zwei Porträts Francos zwischen 100 und 300 Euro.
Der Katalogtext des Auktionshauses, verfasst von seinem Direktor José Miguel Carrillo de Albornoz, präsentiert die Sammlung als mehr als die Summe ihrer Objekte und verweist auf das Haus und die Familie, die es besaß.
„Das Ensemble hat einen Wert, der über den materiellen Wert der Objekte hinausgeht.“
Einwände und Käuferinteresse
Die Asociación para la Recuperación de la Memoria Histórica (ARMH) nannte die Versteigerung eine Plünderung öffentlichen Guts und forderte eine vorsorgliche Aussetzung der Auktion – ein Antrag, der keinen Erfolg hatte. Mitarbeiter der Galerie berichten von großem Interesse, mehrere Gebote gingen bereits vor Auktionsbeginn ein. Zu den Bietern zählen ältere Männer ebenso wie jüngere Menschen, die nicht mitbieten, aber von dem angezogen werden, wofür die Auktion steht.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- El ConfidencialFrancos Sommerzuflucht: Das ist der Pazo de Meirás, das von Emilia Pardo Bazán entworfene Haus, das nun wieder dem Staat gehörtEl refugio de verano de Franco: así es el Pazo de Meirás, la casa que diseñó Emilia Pardo Bazán y que ahora vuelve a ser del Estado · Original auf Spanisch
- El ConfidencialDas nostalgische Spanien des Regimes stürzt sich auf den Kauf von Francos ObjektenLa España nostálgica del régimen se lanza a comprar los objetos de Franco · Original auf Spanisch
- eldiario.esDie Versteigerung der Güter, die die Francos aus dem Pazo de Meirás entfernten: „Ich komme für ein Andenken an das frankistische Spanien“La subasta de los bienes que los Franco sacaron del Pazo de Meirás: "Vengo a por un recuerdo de la España franquista" · Original auf Spanisch
- Francisco Franco
- Spanischer Diktator, dessen Sommerresidenz der Pazo de Meirás von 1938 bis 1975 war und dessen Familie die dort entfernten Objekte versteigert
- Emilia Pardo Bazán
- Schriftstellerin, die den Pazo de Meirás im späten 19. Jahrhundert entwarf und ihre Bibliothek im Torre de la Quimera unterbrachte
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