
Staatsanwaltschaft der VAE: Flydubai-Kopilot plante Selbstmordanschlag auf Flughafen Tel Aviv
Der Generalstaatsanwalt der VAE erklärte am Freitag, ein omanischer Kopilot habe ein Flugzeug auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv in ein Terminal des Flughafens Ben Gurion stürzen wollen. Ein mitfliegender Pilot stoppte ihn am 30. September, und die Maschine wurde nach Saudi-Arabien umgeleitet.
Ein geplanter Selbstmordanschlag
Der Generalstaatsanwalt der VAE, Hamad Saif Al Shamsi, erklärte am Freitag, ein omanischer Flydubai-Kopilot habe geplant, ein Flugzeug auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv zu übernehmen und es am 30. September in ein Terminal des israelischen Flughafens Ben Gurion zu stürzen, bevor ein mitfliegender Pilot ihn stoppte. Die Ergebnisse wurden von der staatlichen Nachrichtenagentur WAM gemeldet, die erklärte, die Untersuchung sei am 1. Oktober eingeleitet worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Plan von den Anschlägen vom 11. September 2001 auf die Vereinigten Staaten inspiriert war und dass der Verdächtige eine möglichst hohe Zahl an Todesopfern verursachen wollte.
Die Ermittler stellten fest, dass der Verdächtige zwei frühere Flüge nach Tel Aviv genutzt hatte, um sich "mit der Flugroute und dem Flughafen vertraut zu machen", so WAM. Al Shamsi beschrieb den Plan mit folgenden Worten, wie Europa Press wiedergibt:
eine Selbstmordoperation, die sich gegen das Passagierterminal des Flughafens Ben Gurion in Tel Aviv richtete, mit der Absicht, eine möglichst große Zahl menschlicher Opfer zu verursachen
- Kopilot greift Kapitän an Bord des Flugs FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv an, und die Maschine stürzt innerhalb von 30 Sekunden um 16.000 Fuß ab
- Untersuchung der VAE zu dem Vorfall wird eingeleitet
- Generalstaatsanwalt gibt Ergebnisse bekannt, wonach es sich um einen geplanten Selbstmordanschlag auf den Flughafen Ben Gurion handelte
Der Flug
Der Flug FZ1073 beförderte laut France 24 182 Menschen. N-tv nannte die Zahl von mehr als 170, die meisten davon Israelis. Die Maschine stürzte laut France 24 innerhalb von 30 Sekunden um 16.000 Fuß ab, und ein Teil ihres Seitenruders wurde abgerissen, bevor das Flugzeug in Saudi-Arabien notlandete. Europa Press verortet die Landung am Flughafen Tabuk.
Nach der von Europa Press wiedergegebenen Darstellung der Staatsanwaltschaft griff der Kopilot den Kapitän im Cockpit mit einer Notaxt an, und der Kapitän wehrte sich und versuchte, Hilfe zu rufen. N-tv berichtet, der Kapitän, ein indischer Staatsangehöriger, sei schwer verletzt worden und werde als Held gefeiert, weil es ihm gelungen sei, die Cockpittür zu öffnen, um Hilfe zu holen. Europa Press zufolge betrat der Kapitän des Rückflugs das Cockpit und überwältigte gemeinsam mit einem Flugbegleiter und mehreren Passagieren den Angreifer. N-tv beschreibt einen Ersatzpiloten, der als Passagier an Bord war und das Flugzeug sicher landete.
Der Verdächtige
Der Verdächtige ist laut Europa Press und Tgcom24 29 Jahre alt. Er arbeitete von 2020 bis 2024 für Oman Air, Anfang 2025 für Royal Air Maroc und trat im Januar 2026 bei flydubai ein, so Europa Press unter Berufung auf sein Geständnis. Die Staatsanwaltschaft erklärte, er habe während seines Studiums in Australien im Jahr 2017 Anzeichen extremistischer Neigungen gezeigt. Bei seiner Lizenz, seinem Führungszeugnis und den erforderlichen Prüfungen seien keine solchen Anzeichen aufgetreten, heißt es in derselben Darstellung.
Bei der Vernehmung sagte der Mann den Ermittlern laut N-tv, er habe sich bei flydubai beworben, weil die Fluggesellschaft Tel Aviv anfliegt. Le Figaro berichtet, er gebe an, allein gehandelt zu haben.

