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Konflikte·vor 2 Std.

Macron: Flugzeugträger Charles de Gaulle nach US-Iran-Abkommen binnen Tagen einsatzbereit

Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte am Rande des G7-Gipfels in Évian, dass der atomgetriebene Flugzeugträger Charles de Gaulle innerhalb von zwei bis drei Tagen in die Straße von Hormus entsandt werden könne, sobald das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran bestätigt sei.

Flugzeugträger in Bereitschaft

Der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle und sein Begleitverband können innerhalb von zwei bis drei Tagen nach Bestätigung des Abkommens zwischen Washington und Teheran in die Straße von Hormus verlegt werden, kündigte Präsident Emmanuel Macron am Montag an. In einem Interview mit TF1 kurz vor dem G7-Gipfel in Évian sagte Macron, die Mission sei gemeinsam mit dem Vereinigten Königreich geplant worden.

Wir haben gemeinsam mit den Briten eine Mission zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus ausgearbeitet, und die Charles de Gaulle kann mit allem, was sie umgibt und was bereits in der Region stationiert ist, innerhalb von zwei bis drei Tagen nach Bestätigung des Abkommens verlegt werden.

Macron unterstrich Frankreichs Bereitschaft zum sofortigen Handeln. „Wir sind bereit, sehr, sehr schnell zu handeln“, fügte er laut stern.de hinzu. Der Präsident betonte, Frankreich werde alles daransetzen, das angekündigte Rahmenabkommen mit dem Iran Wirklichkeit werden zu lassen.

Forderung nach mautfreier Passage

Macron beharrte darauf, dass die Straße von Hormus frei von Transitgebühren bleiben müsse. Er warf dem Iran vor, mit Worten zu spielen, indem er von „Servicegebühren“ statt von Maut spreche. „Es darf keine Gebühren geben, um sich zu bereichern“, betonte er und wiederholte, dass Frankreich das Völkerrecht verteidige und Maßnahmen ergreifen werde, um sicherzustellen, dass der Schifffahrt keine solchen Kosten auferlegt würden.

Wir verteidigen das Völkerrecht und werden alles tun, damit es keine Mautgebühren gibt.

Nukleare Aufsicht

Über die Wasserstraße hinaus forderte Macron, dass das derzeit im Iran vorhandene angereicherte Uran unter der Aufsicht der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) unschädlich gemacht werde. „Es bedarf einer Kontrolle, damit die Iraner nicht erneut Uran anreichern und es für Waffen verwenden“, sagte er laut stern.de.

Handelskonflikt mit Washington

Das Interview berührte auch einen parallelen Streit mit den Vereinigten Staaten. Vor seiner Ankunft beim G7-Gipfel hatte Donald Trump mit 100-prozentigen Zöllen auf französischen Wein gedroht, sollte Paris seine Digitalsteuer nicht zurücknehmen. Macron wies dies zurück und erklärte gegenüber TF1, dass die Steuer eine europäische Entscheidung sei, die bereits von mehreren Ländern umgesetzt wurde. „Diese Digitalsteuer, die Europäer haben sie beschlossen, mehrere Länder haben sie implementiert, sie ist Teil unseres Rechts. Nicht die Vereinigten Staaten entscheiden über das Recht der Europäer oder der Franzosen“, sagte er. Macron forderte Stabilität in den Handelsbeziehungen und merkte an, dass Zölle allen schadeten, insbesondere unter den G7-Mitgliedern.

Évian-les-Bains · Straße von Hormus

3 Quellen

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