Jetstar A320 und Qatar Airways Boeing 777 entgehen auf dem Rollfeld von Sydney nur knapp einer Kollision
Ein Jetstar A320 und eine Qatar Airways Boeing 777 sind am Sonntagmorgen auf einem Rollweg des Flughafens Sydney nur knapp einer Kollision entgangen. Dabei wurde ein Kabinenmitglied verletzt, das ATSB hat Ermittlungen eingeleitet.
Beinahezusammenstoß auf dem Rollweg
Ein Jetstar Airways A320 und eine Qatar Airways Boeing 777 sind am Sonntag, den 9. August 2026, gegen 7 Uhr morgens auf dem Rollfeld des Flughafens Sydney nur knapp einer Kollision entgangen. Das Jetstar-Flugzeug, das als Flug JQ402 zum Gold Coast Airport in Queensland unterwegs war, rollte zum Start, als die Besatzung die Qatar-Maschine, die von einem Flugzeugschlepper gezogen wurde, in unmittelbarer Nähe auf einem kreuzenden Rollweg bemerkte. Beide Flugzeuge wurden abrupt gestoppt. Das Australian Transport Safety Bureau (ATSB) bezeichnete den Vorfall als „Beinahezusammenstoß“ und leitete Ermittlungen ein.
Ein Jetstar-Sprecher sagte, die Fluggesellschaft habe ebenfalls eigene Ermittlungen aufgenommen.
Unser Flugzeug folgte den Anweisungen der Flugsicherung, als die Piloten gezwungen waren, stark zu bremsen, nachdem ein anderes Flugzeug in unmittelbare Nähe kam.
Verletzungen und Schäden
Ein Kabinenmitglied an Bord des Jetstar A320 wurde durch den abrupten Stopp verletzt. Laut der spanischen Zeitung El Periódico, die sich auf den australischen Sender ABC beruft, erlitt das Besatzungsmitglied einen Bruch des Handgelenks. Jetstar bestätigte, dass das Besatzungsmitglied vor Ort medizinisch versorgt werden musste. Passagiere wurden nicht verletzt.
Das ATSB teilte mit, dass die Verbindung zwischen dem Bugfahrwerk der Qatar-Boeing-777 und dem Flugzeugschlepper beschädigt wurde. Qatar Airways reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage von Reuters um einen Kommentar. Der Jetstar-Flug wurde gestrichen, die Passagiere wurden auf spätere Verbindungen umgebucht.
Mögliche Ursachen
Ersten Ermittlungen zufolge könnte der Schlepper, der die Qatar-Maschine zog, Anweisungen nicht befolgt haben, wie Quellen der Zeitung The Guardian mitteilten. Das ATSB erklärte, die Ermittler würden die Flugbesatzung, die Schlepperfahrer und die Fluglotsen sowie weitere Zeugen befragen und etwaiges Videomaterial auswerten.
Airservices Australia, die staatliche Behörde für Flugsicherungsdienste, bestätigte, dass sie den Vorfall prüfe und bei allen Sicherheitsuntersuchungen unterstützen werde. Ein Sprecher sagte, die Behörde arbeite mit den Fluggesellschaften zusammen, um Verspätungen und die Auswirkungen auf den Reiseverkehr zu reduzieren.
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Personalmangel am Vortag
Der Beinahezusammenstoß folgte auf einen Tag mit weitreichenden Störungen am Flughafen Sydney. Am Samstag, den 8. August, wurden mehr als 150 Flüge in Sydney verspätet, nachdem Airservices Australia „Startabstände“ angeordnet hatte, weil nicht genügend Fluglotsen eingeteilt werden konnten. Ein Sprecher des Flughafens Sydney sagte, Airservices Australia steuere reduzierte Flugbewegungen, wobei Flüge im gesamten Netz betroffen seien und Verspätungen zu erwarten seien.
The Guardian berichtete, der Flughafen habe zum Zeitpunkt des Vorfalls „mit Personalmangel zu kämpfen“ gehabt. Airservices Australia reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage von Reuters zu dem Beinahezusammenstoß.

