
Kleinflugzeug stürzt in Ganderkesee auf Haus: ein Toter, Suche nach zweitem Insassen
Ein einmotoriges Tecnam-Flugzeug, das in Bremen gestartet war, verlor an Höhe und stürzte am Samstag gegen 11 Uhr auf ein Wohnhaus in Ganderkesee. Mindestens eine Person an Bord kam ums Leben; Rettungskräfte suchen mit Drohnen nach einem möglichen zweiten Insassen.
Absturzhergang
Am Samstag, dem 25. Juli 2026, kurz nach 11:00 Uhr, startete ein einmotoriges Tecnam-Leichtflugzeug in Bremen. Innerhalb weniger Minuten verlor die Maschine aus noch unbekannten Gründen an Höhe und schlug auf dem Dach eines Einfamilienhauses in Ganderkesee auf, etwa 15 km westlich von Bremen. Das Flugzeug war ein viersitziges Modell mit einer Spannweite von rund 10,5 Metern und einer Gesamtlänge von 7,5 Metern, hergestellt vom italienischen Unternehmen Tecnam. Die Wucht des Aufpralls trieb die Maschine in den Dachstuhl des Gebäudes.
Die Polizei in Delmenhorst bestätigte, dass mindestens eine Person an Bord noch am Unfallort starb. Die Identität des Opfers steht noch nicht fest: Es könnte sich um den Piloten oder einen Passagier handeln. Ein Polizeisprecher sagte dem NDR Niedersachsen, dass vermutlich eine zweite Person an Bord war; die Suche nach dieser Person dauerte den Nachmittag über an.
Rettungs- und Bergungsarbeiten
Die Bergungsarbeiten wurden als äußerst schwierig beschrieben und dauerten mehrere Stunden. Feuerwehr und andere Einsatzkräfte nutzten eine Drehleiter, um auf das Dach zu gelangen, während Drohnen zur Suche nach dem vermissten Insassen eingesetzt wurden. Die Leiche des ersten Opfers konnte schließlich aus dem Wrack geborgen werden, doch der Zustand des Flugzeugs erschwerte die Arbeiten.
Die Behörden haben die Absturzursache noch nicht ermittelt. Flugsicherheitsexperten untersuchen sowohl den technischen Zustand der Maschine als auch die meteorologischen Bedingungen zum Zeitpunkt des Unfalls. Es wurde noch keine offizielle Stellungnahme zu einer möglichen Ursache abgegeben.
Keine Verletzten am Boden
Die Familie, die in dem Haus wohnte, war zum Zeitpunkt des Aufpralls nicht zu Hause, sodass sie unverletzt blieb. Die Polizei teilte mit, dass es am Boden keine weiteren Verletzten gab. Der Vorfall stellte keine Gefahr für die breite Öffentlichkeit dar.
Vorsichtsmaßnahmen und Unterstützung
Vorsorglich wurden alle Bewohner im Umkreis von 100 Metern aus ihren Häusern evakuiert. Die Stromversorgung der Straße wurde aus Sicherheitsgründen vorübergehend unterbrochen. Ein Kriseninterventionsteam wurde eingerichtet, um Zeugen und Personen in unmittelbarer Nähe der Absturzstelle zu betreuen.
Für die vom Ereignis betroffenen Anwohner wurde eine Informationsstelle eingerichtet. Polizei und Feuerwehr waren mit erheblichen Kräften bis in den Nachmittag hinein vor Ort.

