
Kleinflugzeug trifft Haus in Ganderkesee, Pilot stirbt; Suche nach möglicher zweiter Person läuft
Ein einmotoriges Kleinflugzeug ist am Samstagmorgen in Ganderkesee bei Bremen auf das Dach eines Einfamilienhauses gestürzt und hat den Piloten getötet. Rettungskräfte suchen noch nach einem möglichen zweiten Insassen, während die Bewohner des Hauses zum Zeitpunkt des Unglücks nicht zu Hause waren.
Der Absturz
Ein einmotoriges Kleinflugzeug traf am Samstag kurz nach 11:00 Uhr das Dach eines bewohnten Hauses in Ganderkesee im Landkreis Oldenburg. Die Maschine, eine viersitzige italienische Tecnam, bohrte sich in die Dachkonstruktion und löste einen Großeinsatz aus. Polizei und Feuerwehr aus dem Raum Delmenhorst und Oldenburg wurden sofort alarmiert. Bis zum Mittag wurde das Wrack noch auf dem Dach untersucht, während die Sucharbeiten im und um das Haus fortgesetzt wurden.
Das Flugzeug
Das Flugzeug ist ein einmotoriges, viersitziges Kleinflugzeug des italienischen Herstellers Tecnam. Nach Angaben des Norddeutschen Rundfunks ist es etwa 7,50 Meter lang und hat eine Spannweite von 10,50 Metern. Das Modell ist ein verbreitetes Schul- und Reiseflugzeug in Europa. Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich Treibstoff an Bord, der nach Behördenangaben keine zusätzliche unmittelbare Gefahr darstellte.
Opfer und Suche
Ein Polizeisprecher bestätigte, dass die Leiche des Piloten im Wrack gefunden wurde. Rettungskräfte suchten zudem nach einer möglichen zweiten Person, die sich an Bord befunden haben könnte. „Wir suchen derzeit nach einer weiteren Person, die möglicherweise an Bord war“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber NDR Niedersachsen. Die Familie, die normalerweise in dem Haus wohnt, war zum Zeitpunkt des Aufpralls nicht zu Hause, und es wurden keine Verletzten am Boden gemeldet. Am Samstagmittag war die Suche der Feuerwehr noch im Gange, der Ausgang war noch nicht bekannt.
Einsatz und Sicherheit
Im Umkreis von 100 Metern um die Absturzstelle wurden die Anwohner aufgefordert, ihre Häuser vorsorglich zu verlassen. Die Polizei bezeichnete die Evakuierung als rein präventive Maßnahme und erklärte, es bestehe keine Gefahr für die Allgemeinheit. Die Feuerwehr setzte umfangreiche Kräfte ein, um die Lage zu sichern. Mehrere Medien berichteten, dass eine große Anzahl von Polizeieinheiten vor Ort war und die betroffene Straße gesperrt blieb. Es wurden keine Folgebrände oder Explosionen gemeldet.
Wie es weitergeht
Die Absturzursache ist noch nicht bekannt. Die Polizei hat sich nicht öffentlich zu den möglichen Faktoren geäußert, die zu dem Unfall geführt haben. Das Flugzeug wird nach Abschluss der Sucharbeiten zur Untersuchung geborgen. Flugunfallermittler werden im Laufe des Tages am Unglücksort erwartet. Die Gemeinde Ganderkesee mit rund 31.000 Einwohnern liegt etwa 15 Kilometer westlich von Bremen. Das Gebiet ist eine Mischung aus Wohnvierteln und landwirtschaftlichen Flächen, mit mehreren kleinen Flugplätzen in der weiteren Umgebung.


