Gesundheit & Bildung · Antwerpen und Leuven

Flämische Ministerin Gennez beendet Facharztausbildung eines jungen Arztes wegen Patientensicherheit

Caroline Gennez hat die Facharztausbildung eines jungen Antwerpener Arztes beendet – ein Novum für eine flämische Ministerin. Der Arzt ficht die Entscheidung vor dem Staatsrat an.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von vrtnws.be, 7sur7, De Morgen und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Antwerpen, Leuven · Belgien
Wie es dazu kam
  1. 2021Schließt sein Studium an der KU Leuven ab
  2. Oktober 2025Beginnt seine Ausbildung am ZAS Middelheim, nach früherer Ausbildung am UZA
  3. 5.11.Die Entscheidung, die Facharztausbildung zu beenden, wird öffentlich

Ein Novum für eine flämische Ministerin

Am 5. November 2026 nahm die flämische Ministerin für Wohlfahrt, Caroline Gennez (Vooruit), einen jungen Arzt aus seiner Facharztausbildung. Sie begründete dies damit, dass die Patientensicherheit gefährdet gewesen sei. Das Büro der Ministerin bestätigte die Nachricht; die Entscheidung ist die erste dieser Art durch eine flämische Ministerin. Gennez sagte, der Arzt habe wiederholt schwerwiegende Fehler gemacht, die Patientensicherheit sei gefährdet gewesen, und sie bezeichnete einen solchen Eingriff als sehr außergewöhnlich. Der Arzt ficht die Entscheidung an und hat den Fall vor den Staatsrat gebracht.

Der Ausbildungsweg und die Beschwerden

Der Arzt schloss sein Studium an der KU Leuven 2021 ab. Zwei Jahre lang war er in der klinischen Biologie tätig, bevor er zur pathologischen Anatomie wechselte – jenem Bereich, in dem Gewebeproben oder Zellen auf Krankheiten untersucht werden, etwa um Krebs zu diagnostizieren. Er wurde am Universitätsklinikum Antwerpen (UZA) ausgebildet und ab Oktober 2025 am ZAS Middelheim. Seine betreuenden Professorinnen und Professoren listeten fünfzehn Fälle mit möglichen Fehlern auf. Darunter: Gewebe, das während einer Operation entnommen wurde, sei zu langsam analysiert worden, sodass die betroffene Person länger in Narkose blieb; und eine Gewebeprobe eines Kindes sei beeinträchtigt worden, weil sie dort zu lange verblieb. Die Professoren nennen zudem einen Vorfall, bei dem er betrunken auf der Station erschienen sein soll, sowie einen separaten „schwerwiegenden Vorfall“, der zu Beschwerden unter anderem bei der Staatsanwaltschaft und der Ärztekammer führte. Der Arzt und seine Anwälte bestreiten alle diese Vorwürfe.

Zwei Gremien, gegensätzliche Empfehlungen

Der Akkreditierungsausschuss des Departements Zorg empfahl einstimmig, die Ausbildung zu beenden. Der Arzt legte Widerspruch beim Beirat für Fach- und Hausärzte ein, wo er und seine Verteidigung auf positive Beurteilungen seiner Einsatzorte verwiesen und eine Reihe verfahrensrechtlicher Einwände erhoben. Dieses Gremium stellte infrage, wie die Beendigung zustande gekommen war, und empfahl, dem Arzt die Möglichkeit zu geben, seine Ausbildung an einem anderen Einsatzort fortzusetzen. Da die beiden Gremien zu gegensätzlichen Schlüssen kamen, lag das letzte Urteil bei der Ministerin, die sich dafür entschied, die Ausbildung endgültig zu beenden, und dabei unter anderem auf die Patientensicherheit verwies.

Rufe nach klareren Verfahren

Der flämische Verband der Ärzte in Ausbildung, VASO, fordert ein klares schrittweises Verfahren für Probleme während der Facharztausbildung, das sowohl Krankenhäusern als auch Auszubildenden hilft, Bedenken anzumelden. Die Vorsitzende Judith Brusselmans sagte, der Verband habe von dem Fall vorher nichts gewusst.

„Wir waren selbst tatsächlich nicht über diesen Fall informiert, deshalb war ich ein wenig schockiert.“

Judith Brusselmans

Dasselbe gelte in die andere Richtung, sagte sie: Wenn ein Einsatzort keine gute Betreuung biete, müsse dieser zur Rechenschaft gezogen und müssten konkrete Maßnahmen ergriffen werden. Ein Verfahren zur Beendigung existiere, sei aus Sicht des Verbands aber nicht klar genug. VASO und das Departement Zorg arbeiteten daran, es objektiver zu machen.

„Es ist irgendwo beschrieben, aber es könnte transparenter und objektivierter umgesetzt werden.“

Judith Brusselmans

Unterschiede zwischen den Krankenhäusern

Brusselmans sagte, die Erfahrungen in der Ausbildung unterschieden sich stark von einem Krankenhaus zum anderen. Auszubildende wechselten normalerweise jedes oder alle zwei Jahre den Einsatzort, und das Ergebnis könne je nach Einsatzort unterschiedlich ausfallen.

„Das Ergebnis deiner Ausbildung darf nicht vom Ort abhängen.“

Judith Brusselmans

Solche Beendigungen sind selten. Laut Zahlen des Departements Zorg wurden seit 2017 in Flandern sieben Facharztausbildungen abgebrochen.

Wie es weitergeht

Die Anfechtung des Arztes liegt nun beim Staatsrat, der die Entscheidung prüfen wird. Die Ministerin folgte nicht dem Vorschlag des Beirats, ihn an einer anderen Abteilung einzusetzen.

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