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Mannschaftssport·vor 1 Std.

Finnland gewinnt Eishockey-WM in der Verlängerung, der Schweizer Finalfluch hält an

Konsta Helenius traf in der 71. Minute zum 1:0-Sieg Finnlands über das Gastgeberland Schweiz im Finale der IIHF-Weltmeisterschaft 2026 in Zürich und verlängerte damit die qualvolle Wartezeit der Schweizer auf ihren ersten Titel.

Das goldene Tor

Finnland holte sich seinen fünften Eishockey-Weltmeistertitel und den ersten seit 2022, indem es den Gastgeber Schweiz nach einer spannungsgeladenen, torlosen regulären Spielzeit in Zürich mit 1:0 besiegte. Der entscheidende Moment kam in der 71. Minute der Verlängerung, als Konsta Helenius von den Buffalo Sabres den Schweizer Torhüter Leonardo Genoni überwand und damit eine Menge von 10.000 Zuschauern im Eistempel in Zürich-Altstetten sowie viele Tausend weitere im ganzen Land zum Verstummen brachte.

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Der Schweizer Finalfluch vertieft sich

Die Niederlage ist die fünfte Finalniederlage der Schweiz bei einer Weltmeisterschaft, nach den Niederlagen in den Jahren 2013, 2018, 2024 und 2025. Es ist auch die dritte Finalniederlage in Folge, nachdem man im Vorjahr in Stockholm gegen die USA in der Verlängerung verloren hatte und vor zwei Jahren in Prag gegen einen anderen Gegner. Bemerkenswerterweise gelang der Schweiz in den letzten drei Finalteilnahmen kein einziger Treffer.

Eine Abwehr-Meisterleistung

Finnlands kompromisslose Defensivstruktur erstickte eine Schweizer Mannschaft, die ihre vorherigen neun Turnierspiele dominiert hatte, darunter ein 4:2-Sieg gegen Finnland in der Vorrunde. Der Schweizer NHL-Star Roman Josi hatte in der regulären Spielzeit die beste Gelegenheit, das Spiel zu entscheiden, aber Finnlands Torhüter Justus Annunen fischte den Puck in der 53. Minute von der Torlinie. In der Verlängerung traf Finnlands Jesse Puljujärvi in der 62. Minute den Pfosten, bevor der Schweizer Damien Riat in der 64. Minute die Latte traf und damit die Bühne für Helenius' Heldentat bereitete.

Trainerwechsel und Hintergrund

Die Schweizer gingen unter dem neuen Cheftrainer Jan Cadieux in das Turnier, der das Amt übernahm, nachdem Patrick Fischer wenige Wochen vor dem Wettbewerb aufgrund eines Skandals um ein gefälschtes Covid-19-Impfzertifikat aus der Zeit vor den Olympischen Spielen 2022 zum Rücktritt gezwungen worden war. Der Mannschaft gelang es nicht, die Erfolgsgeschichte unter der neuen Führung zu vollenden.

Norwegens historische Bronzemedaille

Im Spiel um Bronze holte Norwegen seine erste Medaille bei einer Eishockey-Weltmeisterschaft überhaupt und besiegte den Rekordweltmeister Kanada mit 3:2 in der Verlängerung. Dieses Ergebnis übertraf Norwegens bisherige Bestleistung, den vierten Platz im Jahr 1951. DEL-Torhüter Henrik Haukeland war maßgeblich am Sieg gegen ein kanadisches Team beteiligt, in dem Superstar Sidney Crosby spielte.

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Schlüsselmomente des IIHF-WM-Finales 2026
  1. Olli Määttäs frühe Chance für Finnland wird von Leonardo Genoni gehalten.
  2. Anton Lundells Tor für Finnland wird nach Videobeweis wegen hohen Stocks aberkannt.
  3. Pius Suter vergibt die beste Chance der Schweiz im zweiten Drittel.
  4. Roman Josis Schuss wird von Justus Annunen von der Torlinie geklärt.
  5. Jesse Puljujärvi trifft für Finnland in der Verlängerung den Pfosten.
  6. Damien Riat trifft für die Schweiz in der Verlängerung die Latte.
  7. Konsta Helenius erzielt das goldene Tor, Finnland gewinnt 1:0.
Zürich

7 Quellen

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