Fußball · Bangkok, Miami und Doha

FIFA zahlte rund 4 Millionen Dollar von Gianni Infantinos US-Einkommensteuer, berichtet die NYT

Die New York Times berichtet, die FIFA habe im Mai 2024 zugestimmt, 100 Prozent der US-Einkommensteuer von Gianni Infantino zu übernehmen – eine Vergünstigung, die in keinem ihrer Berichte auftauchte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, 7sur7, De Standaard und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bangkok, Miami, Doha · Thailand, Vereinigte Staaten, Katar

Eine Entscheidung in Bangkok

Laut Dokumenten, die die New York Times einsehen konnte, trat im Mai 2024 in Bangkok ein dreiköpfiges Gremium zusammen, das die Vergütung der höchsten FIFA-Funktionäre festlegt. Gegen Ende der Sitzung brachte das Komiteemitglied Bruno Chiomento, ein Schweizer Buchhalter, zur Sprache, dass Gianni Infantino vor der WM 2026 von der Schweiz nach Miami gezogen war – ein Umzug, der für ihn höhere Einkommensteuern bedeutete. Chiomento argumentierte, die FIFA solle diese zusätzliche Belastung bis 2026 ausgleichen. Die übrigen Mitglieder stimmten rasch zu, ohne weitere Diskussion. Am Ende erklärte sich die FIFA bereit, die gesamte US-Steuerrechnung ihres Präsidenten zu übernehmen.

Aus den Berichten herausgehalten

Die Zahlungen dürften bis zum Ende von Infantinos US-Aufenthalt etwa 4 Millionen Dollar erreichen, während der Jahresbericht der FIFA seine jährlichen Bezüge mit rund 6 Millionen Dollar angibt. Seit dem Korruptionsskandal von 2015 hat die FIFA Transparenz versprochen, und eine Satzungsbestimmung verlangt, dass die Vergütung der Führungsspitze öffentlich gemacht wird. Die Steuervergünstigung jedoch tauchte in keinem Bericht auf – ein Punkt, den mehrere hochrangige Funktionäre als beunruhigend empfanden, so die Dokumente der NYT und zwei mit der Vergünstigung vertraute Personen, die nicht genannt werden wollten. De Standaard berichtet, die Summen hätten die Steuerjahre 2024, 2025 und 2026 abgedeckt. Die Volkskrant ergänzt, die FIFA zahle auch die zusätzliche Einkommensteuer von etwa zehn weiteren Funktionären, die wegen der WM in die USA gezogen seien – ein Beschluss, der den Mitgliedsverbänden, die einen Teil des Budgets finanzieren, nie mitgeteilt wurde.

Von der FIFA gezahlte Steuern vs. Jahresbezüge InfantinosMio. USD
FIFA-Steuerzahlungen, Summe 2024 bis 2026
4 Mio. USD
Jahresbezüge Infantinos
6 Mio. USD

Daten aus dem Artikeltext

Privilegien und eine Stellungnahme

Le Monde, der ebenfalls Dokumente über das Verhältnis der drei Schweizer Funktionäre einsehen konnte, berichtet, Chiomento habe während der WM einen VIP-Pass erhalten, den andere Komiteemitglieder nicht bekamen. Der Pass erlaubte ihm, mit von der FIFA gecharterten Flugzeugen zu fliegen und einen FIFA-Anzug mit goldgesticktem Logo zu tragen. Le Monde schreibt zudem, sein Honorar von 250.000 Dollar sei in 250.000 Schweizer Franken umgewandelt worden, was ihm durch den Wechselkurs eine Erhöhung um 50.000 Dollar eingebracht habe. Denselben Dokumenten zufolge beriet Infantinos persönlicher Anwalt David Zollinger Chiomento in Vergütungsfragen. Die FIFA antwortete der New York Times mit einer Erklärung:

„Alle internen Regeln und Verfahren der FIFA sowie alle geltenden Gesetze wurden eingehalten.“

FIFA

Der Verband fügte hinzu, er stelle sicher, dass alle Berichts- und Steuerpflichten erfüllt würden, wollte aber keine weiteren Details zu seiner Steuervereinbarung mit Infantino nennen. Zahlungen an die Führungsebene würden unabhängig geprüft.

Frühere Kontroversen

Ein früherer, separater Bericht der New York Times behauptete, Infantino habe ein nicht offengelegtes zweites Gehalt von der US-Firma erhalten, die für die Ausrichtung der WM 2026 gegründet wurde. Die FIFA wies diese Vorwürfe zurück, und die Zeitung veröffentlichte eine Entschuldigung, die sich auf die Auslegung bestimmter Fachbegriffe konzentrierte. Die Volkskrant erinnert an einen nach dem Turnier durchgesickerten Plan, Milliarden an WM-Anteilen zu verkaufen, der fallengelassen wurde, nachdem die meisten nationalen und kontinentalen Verbände sich dagegen ausgesprochen hatten. Die Telegraaf nennt zudem Infantinos Lob für Donald Trump, den er mit einem „Friedenspreis“ belohnte, sowie die Rücknahme der Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun. Die Telegraaf erwartet, dass Infantino bei der kommenden FIFA-Präsidentschaftswahl wiedergewählt wird.

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