
FIFA leitet Untersuchung ein, nachdem YouTuber IShowSpeed bei WM-Spiel rassistisch beleidigt wurde
Die FIFA hat eine Untersuchung eingeleitet, nachdem der amerikanische Streamer IShowSpeed während des WM-Spiels Argentiniens gegen Kap Verde am 3. Juli angeblich von einem Fan rassistisch beleidigt wurde.
Der Vorfall
Während des Achtelfinalspiels zwischen Argentinien und Kap Verde am 3. Juli im Hard Rock Stadium in Miami wurde der YouTuber und Streamer IShowSpeed angeblich von einem Zuschauer im Publikum mit rassistischen Beleidigungen angegangen. Aufnahmen aus seinem Livestream zeigen offenbar den 21-Jährigen, der ein Trikot von Kap Verde trug, in einer Konfrontation mit einem argentinischen Fan. Der Fan, beschrieben als eine Frau in einem argentinischen Trikot, soll IShowSpeed auf Spanisch aufgefordert haben, „im Zoo zu weinen“. IShowSpeed, mit bürgerlichem Namen Darren Jason Watkins Jr., hat während des gesamten Turniers seine Reaktionen der WM-Spiele übertragen und dabei über 56 Millionen YouTube-Abonnenten und mehr als 53 Millionen TikTok-Follower angesammelt.
FIFAs Reaktion
Am 7. Juli gab die FIFA eine Erklärung heraus, in der sie bestätigte, dass sie von dem Vorfall Kenntnis habe und umgehend eine Untersuchung eingeleitet habe.
Die FIFA verurteilt Rassismus, Hass und Diskriminierung in jeder Form aufs Schärfste. Diese Handlungen haben keinen Platz im Fußball, bei der FIFA-Weltmeisterschaft oder irgendwo sonst in der Gesellschaft.
Der Weltverband fügte hinzu, dass die WM eine Feier der Einheit, Vielfalt und des Respekts sei und dass jeder, der diese Werte untergräbt, im Fußball nicht willkommen sei. Die Untersuchung läuft noch, weitere Details wurden nicht bekannt gegeben.
Spielkontext
Argentinien besiegte Kap Verde in einem dramatischen Spiel nach Verlängerung mit 3:2. Lionel Messi eröffnete mit seinem siebten Turniertor die Führung, doch Deroy Duarte glich noch vor der Halbzeit aus. Lisandro Martinez brachte Argentinien in der Verlängerung erneut in Führung, nur um von Sidny Lopes Cabral mit einem Weitschuss wieder ausgeglichen zu werden. Ein Eigentor von Kap Verdes Verteidiger Diney Borges schickte Argentinien schließlich am 7. Juli zum Achtelfinale gegen Ägypten in Atlanta.
- Spiel Argentinien gegen Kap Verde; IShowSpeed wird angeblich von einem Fan im Hard Rock Stadium rassistisch beleidigt.
- FIFA gibt eine Erklärung ab, die Rassismus verurteilt, und kündigt eine sofortige Untersuchung an.
Breitere Rassismus-Bedenken
Der Vorfall um IShowSpeed ist nicht die einzige Rassismus-Kontroverse bei dieser Weltmeisterschaft. Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla veröffentlichte auf X eine lange rassistische Nachricht gegen den französischen Kapitän Kylian Mbappé, nachdem er das entscheidende Tor beim Sieg Frankreichs erzielt hatte. Mbappé reagierte scharf, nannte sie „verabscheuungswürdig“ und bezichtigte sie des „schamlosen Rassismus“. Der Französische Fußballverband reicht eine Strafanzeige ein, und die paraguayische Regierung hat ihre Äußerungen zurückgewiesen. Es ist unklar, ob die FIFA diesen Fall separat untersucht.


