
Feuerwerk und Rangeleien nahe dem Kolosseum in Rom: Zwei Polizisten verletzt, drei Jugendliche festgenommen
Am Abend des 1. Juli eskalierte eine 21. Geburtstagsfeier mit Feuerwerk nahe dem Kolosseum in Rom zu Auseinandersetzungen, bei denen zwei Polizisten verletzt und drei Personen festgenommen wurden.
Der Vorfall
Am Abend des 1. Juli versammelte sich eine Gruppe an der Largo Gaetana Agnesi, dem Aussichtspunkt mit Blick auf das Kolosseum, um den 21. Geburtstag eines ägyptischen Mannes zu feiern. Es wurden vier Batterien Feuerwerk gezündet, was die Aufmerksamkeit von Anwohnern und Touristen erregte. Die örtliche Polizei des I Gruppo Centro Storico traf gegen 21:30 Uhr ein, um die Ruhestörung zu untersuchen.
Konfrontation mit der Polizei
Als die Beamten versuchten, die Anwesenden zu identifizieren, wurden sie von Dutzenden Feiernden umzingelt. Zwei Polizisten erlitten Verletzungen und wurden ins Krankenhaus Santo Spirito gebracht; ihr Zustand ist nicht ernst. Ein Polizeifahrzeug wurde während der Rangelei beschädigt. Die Polizeiführung stellte später klar, dass es keinen Diebstahl des Fahrzeugs gab: Ein ziviler Beamter brachte den Wagen in Sicherheit.
Es ist ein Muster, das sich jedes Mal wiederholt. Sie kommen von der Gegend um den Bahnhof Termini zur Largo Agnesi, mit Rollern oder der Metrolinie B, Haltestelle Colosseo. Von hier aus bewegen sie sich in andere Teile des Zentrums und kehren am Ende des Abends zurück.
Festnahmen und Anklagen
Drei Personen wurden festgenommen, darunter der 21-Jährige, dessen Geburtstag die Versammlung ausgelöst hatte. Seine Aufenthaltserlaubnis war abgelaufen, obwohl er angab, eine Verlängerung beantragt zu haben; er lebt mit Freunden in Pomezia. Ein zweiter ägyptischer Mann, geboren 2007, wurde wegen Gewalt und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verhaftet und zudem angeklagt wegen gefährlichen Zündens von Feuerwerk und Sachbeschädigung. Eine dritte Person wurde auf freiem Fuß angezeigt, wegen ähnlicher Delikte. Etwa 40 weitere Personen flohen vor oder während des Eintreffens von Verstärkung durch die Staatspolizei und Carabinieri.
Ein wiederkehrendes Problem
Die Gruppe ist Teil eines größeren Phänomens sogenannter „Maranza“ – junger Männer, oft nordafrikanischer Herkunft, einige unbegleitete Minderjährige in Pflegeeinrichtungen, die sich in der Gegend versammeln. Hauptmann Fulcheri merkte an, dass die Treffen über soziale Medien organisiert werden und dass es in dem Gebiet pro Nacht zu zwei Polizeieinsätzen kommt. Von Touristen gefilmte Videos zeigten das Chaos und verbreiteten sich in den sozialen Netzwerken.
- Feuerwerk nahe dem Kolosseum zur 21. Geburtstagsfeier gezündet
- Örtliche Polizei trifft ein, Menschenmenge umzingelt die Beamten
- Zwei Polizisten verletzt, Dienstfahrzeug beschädigt; Verstärkung angefordert
- Drei Personen festgenommen, andere fliehen; Bereich gesichert
Nächste Schritte
Die Ermittlungen zur Identifizierung aller Beteiligten laufen. Mögliche Anklagen umfassen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung und Körperverletzung. Die Polizei sichtet Videoaufnahmen vom Tatort. Lokale Politiker haben verstärkte Sicherheitsmaßnahmen gefordert, einige Anwohner verlangen eine Ausgangssperre für das Gebiet.

