
Waldbrand zwingt 1.800 Einwohner in Hürtgenwald zur Evakuierung – Flammen erreichen 400 Meter Entfernung zu Häusern
Ein Waldbrand in der Eifel-Gemeinde Hürtgenwald (Nordrhein-Westfalen) ist bis auf 400 Meter an den Ortsteil Gey herangerückt. Die Behörden ordneten in den frühen Morgenstunden des 14. August die sofortige Evakuierung von rund 1.800 Anwohnern an.
Feuer nähert sich Wohngebieten
Seit Donnerstagnachmittag brennt ein Waldbrand nahe der Gemeinde Hürtgenwald im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen. Rund 25 Hektar Wald stehen in Flammen – eine Fläche, die die Gemeinde mit etwa 35 Fußballfeldern verglich. Die Gemeinde erklärte eine „Großschadenslage“. Das Feuer hielt zunächst rund 500 Meter Abstand zum Ortsteil Gey und breitete sich nicht weiter in Richtung Wohnhäuser aus. In der Nacht drehte jedoch der Wind und trieb die Flammen näher an die Siedlung heran. In den frühen Morgenstunden des 14. August erklärte ein Polizeisprecher, das Feuer sei nur noch etwa 400 Meter von Gey entfernt. Die Warn-App NINA zeigte die höchste Warnstufe „Extreme Gefahr“ an. In der Region wurden Temperaturen von bis zu 38 Grad gemessen, was die Brandgefahr erhöhte.
Evakuierung von Gey
Gegen 2:00 Uhr am 14. August gab die Gemeinde eine Warnung heraus, die Bevölkerung solle die Gebiete Kleinhau, Gey und die L25 meiden. Zu diesem Zeitpunkt war das Feuer noch etwa 500 Meter von Gey entfernt. Kurz vor 4:00 Uhr, nachdem der Wind gedreht hatte und die Flammen näher gerückt waren, ordnete die Feuerwehr die sofortige Evakuierung des Ortsteils Gey an, in dem rund 1.800 Menschen leben. Die Gemeinde erklärte, der Ortsteil müsse „sofort evakuiert“ werden. Die Bewohner wurden aufgefordert, nur das Nötigste an persönlichen Gegenständen, Ausweispapiere und Medikamente mitzunehmen. Die Behörden rieten den Anwohnern, Mund und Nase mit einem Tuch, Kleidung oder einer Maske zu bedecken. In der Grundschule Straß wurde eine Anlaufstelle eingerichtet, und unter der Telefonnummer 02429 3090 wurde eine Hotline für Evakuierungshilfe geschaltet. Der Polizeisprecher bestätigte, dass die Evakuierung ohne Zwischenfälle verlief. Der nahe gelegene Ortsteil Großhau mit rund 500 Einwohnern wurde vorübergehend ebenfalls als durch die Flammen gefährdet eingestuft.
- Gey (evakuiert)
- 1800
- Großhau (gefährdet)
- 500
- Hürtgenwald (gesamt)
- 9000
Löscharbeiten und nächtlicher Einsatz
Zahlreiche Feuerwehrleute bekämpfen den Brand seit Donnerstagnachmittag und versuchen, die Flammen auf dem 25 Hektar großen Gebiet einzudämmen. Ein Hubschrauber warf am Abend Wasser über dem Wald ab, musste aber mit Einbruch der Dunkelheit den Einsatz einstellen. Die Feuerwehr blieb über Nacht vor Ort und setzte ihre Arbeit fort, während der Wind drehte und das Feuer auf Gey vorrückte. Die Feuerwehr hielt ihre Präsenz über Nacht aufrecht und ordnete kurz vor 4:00 Uhr die Evakuierung an, als das Feuer bis auf 400 Meter heranrückte. Nach Angaben des Polizeisprechers wurden bis zum frühen Morgen des 14. August keine Verletzten gemeldet. Die Brandursache ist weiterhin unklar.
- Waldbrand nahe Hürtgenwald bricht aus, 25 Hektar brennen
- Hubschrauber löscht Wasser über dem Wald, stoppt nach Einbruch der Dunkelheit
- Gemeinde warnt Bevölkerung, Kleinhau, Gey und L25 zu meiden
- Wind dreht, Feuerwehr ordnet sofortige Evakuierung von Gey an
- Feuer 400 m von Gey entfernt, Evakuierung verläuft ohne Zwischenfälle
Infrastruktur und Geografie
Die Bundesstraße B399, die entlang des betroffenen Waldes verläuft, wurde für den Verkehr gesperrt. Hürtgenwald liegt in der Eifel im Westen Nordrhein-Westfalens, nahe der belgischen Grenze. Die Gemeinde hat insgesamt knapp 9.000 Einwohner in ihren Ortsteilen. Die Behörden warnten, dass die Flammen bei erneuter Winddrehung noch näher an die Wohngebiete heranrücken könnten.


