
Feuerwerkskahn gerät bei Schweizer Nationalfeiertagsfeier auf dem Genfersee in Brand, keine Verletzten gemeldet
Ein Feuerwerkskahn auf dem Genfersee fing am Samstagabend während der Feierlichkeiten zum Schweizer Nationalfeiertag in Saint-Prex (Waadt) mitten in der Vorführung Feuer, was die Organisatoren zum Abbruch der Show zwang. Es wurden keine Verletzungen gemeldet.
Ein chaotisches Ende der Feierlichkeiten
Am Abend des 1. August 2026 wurden die Feuerwerke zum Schweizer Nationalfeiertag in Saint-Prex, einer Gemeinde am Ufer des Genfersees im Kanton Waadt, abrupt abgebrochen, als der als Startplattform dienende Kahn Feuer fing. Zuschauer, die sich für die traditionelle Vorführung versammelt hatten, wurden stattdessen Zeugen von Flammen und einer Reihe unkontrollierter Explosionen. Die Show wurde vor dem Finale gestoppt, und die verbliebenen Pyrotechnikteile detonierten weiter vom brennenden Schiff. Videomaterial, das vom Schweizer Medienunternehmen 20 Minuten veröffentlicht und von der Nachrichtenagentur Keystone-ATS verbreitet wurde, zeigte die brennende Konstruktion auf dem See, wobei der Klang anhaltender Detonationen deutlich zu hören war. Von den Medien zitierte Augenzeugen bestätigten, dass die Vorführung abgebrochen wurde und dem Publikum das geplante Finale vorenthalten blieb. Der Kahn, das Hauptschiff für die pyrotechnische Vorführung, geriet mitten in der Show in Flammen, was die Organisatoren aus Sicherheitsgründen zum Abbruch der Zündung zwang. Trotz der Unterbrechung schossen einzelne Feuerwerkskörper unkontrolliert vom betroffenen Schiff ab und erzeugten, was ein Bericht als spontane und chaotische Salve von Raketen beschrieb.
- Das traditionelle Nationalfeiertags-Feuerwerk beginnt auf dem Genfersee.
- Auf dem Startkahn bricht während der Vorführung ein Feuer aus.
- Die Organisatoren stoppen die Show vor dem Finale.
- Weitere Feuerwerkskörper explodieren weiterhin auf dem brennenden Kahn.
Eine seltene Vorführung unter einem Feuerwerksverbot
Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund eines nahezu vollständigen Feuerwerksverbots in der Schweiz. Aufgrund anhaltender Dürre und einer sehr hohen Waldbrandgefahr hatte der Kanton Waadt, wie die meisten anderen Kantone auch, offene Feuer sowie den Verkauf und die Verwendung von Feuerwerk für die Nationalfeiertagsfeierlichkeiten verboten. Die einzige Ausnahme galt für Feuerwerk, das von einem Gewässer aus gezündet wird, was die Durchführung des Events in Saint-Prex ermöglichte. Der Kahn war auf dem Genfersee positioniert und entsprach damit der Ausnahmeregelung. Viele andere Gemeinden hatten ihre Vorführungen vollständig abgesagt, was die Feuerwerke in Saint-Prex zu einer der wenigen machte, die in diesem Jahr stattfanden. Das Verbot spiegelte die Besorgnis über die trockenen Bedingungen wider, die das Brandrisiko in der gesamten Region erhöht hatten, wobei die Behörden vor den Gefahren offener Flammen warnten. Die Waadtländer Regierung hatte speziell wassergestützte Vorführungen genehmigt, da diese unter den trockenen Bedingungen als sicherer angesehen wurden als landgestützte Feuerwerke.
Keine Verletzten, Ursache wird untersucht
Bis Sonntagmorgen wurden offiziellen Quellen zufolge keine Verletzungen gemeldet. Die genaue Brandursache auf dem Kahn ist weiterhin unbekannt, und die Behörden haben bisher keine detaillierten Informationen vorgelegt. Der Vorfall führte zu keinen Verletzungen von Zuschauern oder der Mannschaft, und die unkontrollierten Explosionen des beschädigten Schiffs verursachten keine weiteren Schäden. Das Ereignis, ein fester Bestandteil der örtlichen Nationalfeiertagsfeierlichkeiten, endete vorzeitig, jedoch ohne Personenschäden. Die Waadtländer Kantonspolizei und die Feuerwehr haben sich nicht zur Ursache geäußert, und es ist unklar, ob eine Untersuchung eingeleitet wird.


