
Fünf Fans verletzt, als Feuerwerk das Spiel Cambuur gegen Feyenoord stoppt
Fünf Zuschauer wurden verletzt und die Partie für 30 Minuten unterbrochen, nachdem Feyenoord-Fans Pyrotechnik auf das Spielfeld und in die Heimblöcke des Kooi Stadions warfen.
Feuerwerk unterbricht Spiel im Kooi Stadion
In der 12. Minute des Ligaspiels zwischen SC Cambuur und Feyenoord im Kooi Stadion in Leeuwarden zündeten Gästefans im Auswärtsblock Pyrotechnik und warfen Feuerwerkskörper auf das Spielfeld und in einen angrenzenden Block. Fünf Cambuur-Anhänger erlitten Verletzungen, darunter Verbrennungen, Hörschäden und Augenverletzungen, wie der gastgebende Club in medizinischen Berichten mitteilte. Feyenoord-Torhüter Tjark Ernst entging nur knapp einer Rakete, die in der Nähe seines Tores landete, bevor er in Richtung Kabine sprintete. Schiedsrichter Danny Makkelie unterbrach die Partie sofort und schickte beide Mannschaften vom Feld. In den Familienblöcken flohen Zuschauer, darunter der Vater Ernst Jan Walstra und sein sechsjähriger Sohn in Sektor 21, vor den eingehenden Leuchtkugeln – es war Cambuurs zweites Heimspiel der Saison.
Protokollregeln und Wiederaufnahme des Spiels
Die Begegnung wurde für 30 Minuten unterbrochen, während Makkelie mit Vertretern des Königlichen Niederländischen Fußballverbandes (KNVB) und der örtlichen Stadtverwaltung von Leeuwarden beriet. Nach offiziellen KNVB-Regeln wird ein Spiel nur dann endgültig abgebrochen, wenn ein Spieler, Trainer oder Schiedsrichter direkt von Pyrotechnik getroffen wird. Makkelie erklärte, dass ein sofortiges polizeiliches Einschreiten im Gästeblock nicht möglich gewesen sei, da sich die Täter unter einem großen Tifo-Banner versteckt und Sturmhauben getragen hätten, während dichter Rauch die Sicht behinderte. Trotz vollständiger Leibesvisitationen an den Drehkreuzen wurden erhebliche Mengen Pyrotechnik ins Stadion gebracht.
Nach den Regeln müssen die Täter zunächst festgenommen werden, aber das ist leider jetzt nicht möglich. Sie trugen Sturmhauben und es gab viel Rauch.
- Spiel unterbrochen, nachdem Feyenoord-Fans Pyrotechnik auf das Spielfeld und die Ränge abfeuern
- Schiedsrichter Danny Makkelie setzt das Spiel nach Sicherheitsprüfung mit den örtlichen Behörden fort
- Gjivai Zechiël erzielt das Führungstor für Feyenoord
- Luciano Valente erhöht Feyenoords Führung auf 0:2
- Feyenoord führt 0:4 nach einem Eigentor von Jansen und einem Elfmeter von Ueda
- Feyenoord gewinnt 2:5 nach zwei Toren von El Arguioui und einem von Zechiël
Führung und Verurteilung durch die Fanszene
Feyenoord-Generaldirektor Robert Eenhoorn verurteilte das Verhalten des mitgereisten Anhangs in Interviews nach dem Spiel und erklärte, der Club werde die Überwachungskameraaufnahmen auswerten, um die Täter zu identifizieren und lebenslange Stadionverbote auszusprechen. Der offizielle Feyenoord-Fanverband De Feijenoorder veröffentlichte eine Erklärung, in der er sich ausdrücklich von den Verantwortlichen distanzierte und die Fans aufforderte, niemals andere Zuschauer zu gefährden. Auch der ehemalige Feyenoord-Spieler und Kolumnist Willem van Hanegem kritisierte die Werfer der Pyrotechnik in einer Kolumne einer überregionalen Zeitung.
Es ist für mich unbegreiflich, dass das passiert ist. Diese Leute sind nicht für den Verein da, sondern für sich selbst. Wenn man darüber spricht, ob man Feyenoord-Fan ist oder nicht, kann man bei diesen Typen ein Kreuz machen.
Spielausgang und Sicherheitsfragen im Stadion
Nach der halbstündigen Unterbrechung übernahm Feyenoord durch Tore von Gjivai Zechiël in der 16. Minute und Luciano Valente in der 25. Minute die Kontrolle über das Spiel. Ein Eigentor von Cambuur-Torhüter Thijs Jansen und ein von Ayase Ueda verwandelter Elfmeter bauten die Führung der Gäste vor der Pause auf 0:4 aus. Cambuur-Trainer Johan Plat erklärte, dass die plötzliche Unterbrechung die frühe Defensivstruktur seiner Mannschaft zerstört habe, sodass Cambuur in der Tabelle weiterhin punktlos bleibt. Rafik El Arguioui erzielte in der zweiten Halbzeit zwei Tore für die Gastgeber, bevor Zechiël seinen zweiten Treffer zum 2:5-Endsieg für Feyenoord beisteuerte. Die Ausschreitungen folgen auf frühere Pyrotechnik-Zwischenfälle im Kooi Stadion mit Gästefans von Vitesse und ADO Den Haag in der Vorsaison.

