
Mann festgenommen nach tödlicher Messerattacke auf Transgender-Frau in Marbella – Spaniens Bilanz geschlechtsspezifischer Gewalt erreicht 36
Ein 59-jähriger Mann wurde in San Pedro Alcántara, Marbella, festgenommen, nachdem seine 36-jährige Transgender-Partnerin am Montagnachmittag mit tödlichen Stichwunden aufgefunden wurde. Spaniens Bilanz geschlechtsspezifischer Gewalt erreicht damit 36 Todesfälle im Jahr 2026 – die höchste Zahl seit 2019.
Die Tat
Eine 36-jährige Transgender-Frau wurde mit einer schweren Brustwunde in einer Wohnung in der Calle Castilla in San Pedro Alcántara, einem Stadtteil von Marbella, aufgefunden, nachdem der Notruf 112 Andalucía am Montag, den 10. August, um 16:15 Uhr einen Anruf erhalten hatte. Rettungskräfte trafen ein und fanden das Opfer noch knapp am Leben, konnten aber nur noch den Tod vor Ort feststellen. Der Verdächtige, von den meisten Quellen als 59-jähriger Mann beschrieben (ABC gibt sein Alter mit 58 an), war der Partner des Opfers und lebte in derselben Wohnung. Laut ABC gestand er die Tat bei Eintreffen der Polizeibeamten, die ihn in der Wohnung festnahmen. ABC berichtet zudem, dass das Paar häufig Streit hatte und das Opfer mindestens eine äußerst schwere Verletzung am Brustkorb aufwies.
- Femizid in Benahavís, Málaga, bestätigt
- 112 Andalucía erhält Alarm wegen Angriffs in der Calle Castilla, San Pedro Alcántara
- Rettungskräfte stellen Tod des Opfers vor Ort fest; Verdächtiger gesteht und wird in der Wohnung festgenommen
- Leiche zur Obduktion an Instituto Médico Legal de Málaga überführt; Verdächtiger bleibt in Polizeigewahrsam
Opfer und Ermittlungen
Bei dem Opfer handelte es sich um eine Transgender-Frau, die als Frau lebte und gesellschaftlich als solche bekannt war, obwohl sie laut ABC ihr Geschlecht nicht offiziell in den Dokumenten hatte ändern lassen, sodass die Verwaltung sie weiterhin als männlich führte. Diese Diskrepanz erklärt, warum einige frühe Polizeiquellen das Opfer als Mann bezeichneten. Die Policía Nacional hat die Ermittlungen übernommen, die im Rahmen sowohl häuslicher als auch geschlechtsspezifischer Gewalt geführt werden. Die Leiche des Opfers wurde zur Obduktion an das Instituto Médico Legal de Málaga überführt, wo die genaue Todesursache, die Anzahl der Wunden und die Art der verwendeten Klingenwaffe festgestellt werden sollen. Von eldiario.es zitierte Polizeiquellen bestätigten, dass das Opfer an Stichwunden starb, bei einem mutmaßlichen Fall geschlechtsspezifischer Gewalt. Der Verdächtige bleibt in Polizeigewahrsam, während die Ermittlungen fortgesetzt werden.
Nationale Bilanz
Der Tötung ging ein weiterer bestätigter Femizid in Benahavís, Málaga, am 21. Juli 2026 voraus. Laut Zahlen des Gleichstellungsministeriums, die von mehreren Quellen zitiert werden, wurden 2026 in Spanien bis zu diesem Vorfall 36 Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern getötet – die höchste Zahl seit 2019. Andalusien ist die Autonome Gemeinschaft mit den meisten Femiziden im Jahr 2026, mit 10 registrierten Fällen. Falls die Delegación del Gobierno contra la Violencia de Género diesen jüngsten Fall bestätigt, würde die Provinz Málaga im Jahr 2026 auf 6 Opfer kommen, plus die Tochter eines der Opfer. Diese Zahl würde dem Gesamtwert Málagas für das gesamte Jahr 2025 entsprechen, einem Jahr, das einen Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2003 aufstellte. Laut 20 minutos führt Málaga 2026 die nationale Rangliste an und übertrifft Provinzen wie Madrid, Barcelona und Valencia.
- Spanien (gesamt)
- 36
- Andalusien
- 10
- Provinz Málaga (falls bestätigt)
- 6
Hilfsangebote
Das Notrufsystem 112 Andalucía entsandte nach dem Eingang des Alarms sofort die örtliche Polizei, die Nationalpolizei und den Rettungsdienst an die Adresse. Mehrere Artikel weisen darauf hin, dass die Hotline 016 für Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt rund um die Uhr in 52 Sprachen erreichbar ist, mit zusätzlicher Unterstützung per WhatsApp unter 600 000 016 und über die mobile App ALERTCOPS, die eine geolokalisierte Warnung an die Polizei sendet. Die Guardia Civil ist unter 062 und die Policía Nacional unter 091 erreichbar.


