Sicherheit · Garlasco, Voghera und Pavia

Garlasco: Sempio-Tagebücher nennen Giovanni Ferri – Pavia ermittelt nach Tod von 2010 wegen eines Tötungsdelikts

Die Staatsanwaltschaft Pavia hat den Tod des 88-jährigen Giovanni Ferri aus dem Jahr 2010 als mögliches Tötungsdelikt neu aufgerollt. Auf Tagebuchseiten, die 2025 bei Andrea Sempio beschlagnahmt wurden, taucht sein Name auf, berichtet Mattino 5.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Fanpage, il Giornale.it, Open und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Garlasco, Voghera, Pavia · Italien
Wie es dazu kam
  1. 22.11.Der 88-jährige Giovanni Ferri wird tot in einem Kriechkeller in der Via Mulino in Garlasco gefunden; zunächst wird von Suizid ausgegangen
  2. 14.05.Ermittler beschlagnahmen Andrea Semios Tagebücher in seiner Wohnung in Voghera
  3. Ende Oktober 2026Die Staatsanwaltschaft Pavia öffnet die Akte als mögliches Tötungsdelikt neu und ordnet genetische Tests an Messer und blutigen Taschentüchern an
  4. 2.11.Mattino 5 zeigt Tagebuchseiten, auf denen Ferri genannt wird; Anwalt Fabrizio Gallo kündigt an, eine Vernehmung Semios zu beantragen

Der Tod von 2010 und die wiederaufgenommene Akte

Giovanni Ferri, ein 88-jähriger pensionierter Mechaniker, wurde am 22. November 2010 in einem engen Kriechkeller in der Via Mulino in Garlasco tot aufgefunden. Die Ermittler behandelten den Tod seinerzeit als Suizid. Die Staatsanwaltschaft Pavia hat zu dem Todesfall nun eine neue Akte eröffnet, mit der Hypothese eines Tötungsdelikts gegen unbekannte Personen. Die Akte geht auf einen Antrag des Anwalts Fabrizio Gallo zurück, der die Witwe Ferris vertritt. Gallo hat zudem eine dreidimensionale Rekonstruktion der letzten Momente Ferris angekündigt, die belegen soll, dass es sich um ein Tötungsdelikt und nicht um einen Suizid handelte. Die Familie argumentiert, die erste Untersuchung sei nicht ordnungsgemäß geführt worden.

Was auf den Tagebuchseiten steht

Die Canale-5-Sendung Mattino 5 zeigte am 2. November Seiten aus Tagebüchern, die Ermittler am 14. Mai 2025 in Voghera beschlagnahmt hatten, wo Andrea Sempio damals lebte. Sempio ist von der Staatsanwaltschaft Pavia im Zusammenhang mit der Tötung von 2007 in Garlasco im Visier der Ermittlungen. Die handschriftlichen Notizen in Blockschrift stellen Ferris Namen neben die Worte "Ale/Ferri" und eine Reihe von Wendungen, deren Bedeutung unklar ist. Eine Zeile lautet "Ale sì, io aiutato", was die Sendung als "ich habe geholfen" las – eine Deutung, die laut Il Messaggero keineswegs gesichert ist. Ein weiterer Eintrag fragt, ob man "die Poggi-Version" kenne, und erwähnt Suizide im Bekanntenkreis Semios. Eine weitere Zeile, "parla a Lov", wird von Il Giornale und Open mit dem Anwalt Massimo Lovati in Verbindung gebracht, Semios Verteidiger in der Untersuchung von 2017.

Forensische Gutachten und der Tatort von 2010

Die Staatsanwaltschaft hat genetische Analysen am Messergriff und an blutigen Taschentüchern angeordnet, die neben der Leiche gefunden wurden – ein Schritt, über den Ende Oktober berichtet wurde. Fanpage hat die Unterlagen von 2010 ausgewertet und berichtet, der Leichnam habe ein Küchenmesser in der linken Hand gehalten. Das Messer und die blutige Scheide wurden damals beschlagnahmt und den Justizbehörden übergeben. Die ersten Carabinieri am Tatort sollen einen erheblichen Blutfleck im Kriechkeller gesehen haben und hätten auf eine Einsatzeinheit aus Vigevano gewartet, bevor sie hineingingen. Der damalige Staatsanwalt Alfonso Lauro wurde am Nachmittag informiert und ordnete die Überführung des Leichnams in das forensische Institut in Pavia zur Obduktion an.

Wie es weitergeht

Gallo will den mit der neuen Untersuchung befassten Staatsanwalt bitten, Sempio zu vernehmen, damit dieser erklären kann, was er mit den in Blockschrift verfassten Wendungen gemeint hat. Mattino 5 erklärte, die Ermittler hätten die Tagebücher bereits ausgewertet und diese Seite unter die als relevant eingestuften Unterlagen aufgenommen. Il Messaggero berichtete, derzeit gebe es keine konkreten Anhaltspunkte für eine Schuld Semios an der Tötung in Garlasco oder an einem anderen Fall. Die neue Akte richtet sich gegen unbekannte Personen, ein Beschuldigter ist darin nicht benannt.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen