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Feministischer Streik in Lausanne zieht 15.000 Menschen an und verknüpft Forderungen mit dem G7-Gipfel in Évian

Rund 15.000 Demonstrantinnen und Demonstranten füllten am Samstag die Straßen von Lausanne für den jährlichen feministischen Streik, der um einen Tag vorgezogen wurde, um mit den Protesten gegen den G7-Gipfel, der am Sonntag in Évian-les-Bains beginnt, zusammenzufallen.

Ein Marsch unter sengender Sonne

Am Samstagnachmittag füllte sich die Place de la Riponne in Lausanne mit schätzungsweise 15.000 Menschen (laut Polizeiangaben rund 9.000) für den feministischen Streik. Transparente, lila Fahnen und palästinensische Kufiyas bewegten sich durch die Hitze, und Rednerinnen und Redner prangerten die sogenannte 'gewalttätige imperialistische Weltordnung' vor dem G7-Gipfel auf der anderen Seite des Sees an.

Konvergenz der Kämpfe

Neben den feministischen Parolen trug der Zug Gewerkschaftsfahnen, Umweltbotschaften und Kufiyas. Die Organisatorinnen und Organisatoren betonten, dass ihr Kampf gegen die Geschlechterungleichheit untrennbar mit dem Widerstand gegen die G7 verbunden sei, denen sie vorwerfen, globale Ungleichheiten zu vertiefen und Konflikte anzuheizen. Die Konvergenz der Anliegen ist zu einem Markenzeichen der jüngsten Mobilisierungen geworden.

Eine bewusste Terminverschiebung

Die Ausgabe 2026 wurde von ihrem üblichen Termin verschoben – nicht, um die No-G7-Proteste in Genf zu vermeiden, sondern um sie zu unterstützen. Eine Organisatorin, Marion, erklärte die Entscheidung: 'Es geht nicht um eine Terminverschiebung, sondern um Harmonisierung. Wir wollten zusammen sein, unsere feministischen Kämpfe sind untrennbar mit der No-G7-Bewegung verbunden.' Der Marsch erreichte gegen 17:30 Uhr die Esplanade de Montbenon.

Zeitleiste: Feministischer Streik und G7-Treffen
  1. Feministischer Streik in Lausanne versammelt 15.000 Menschen (Polizei: 9.000)
  2. Marsch erreicht Esplanade de Montbenon
  3. G7-Gipfel beginnt in Évian-les-Bains, Frankreich

Internationalistische Botschaft

'Unsere Kämpfe sind internationalistisch', sagte Marion. 'Wenn wir hier kämpfen, dann weil die Mechanismen, die Ungleichheit hervorbringen, überall die gleichen sind. Die G7 spiegeln eine zutiefst ungleiche Weltordnung wider. Wir verteidigen dieselben Freiheiten, dieselben Menschenrechte.' Der feministische Streik wird später gemeinsam mit der No-G7-Koalition am anderen Ende des Genfersees marschieren.

Lausanne

1 Quelle

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