Feijóo kritisiert Sánchez wegen 25-tägiger Verzögerung bei Einberufung des Nationalen Sicherheitsrates zur Ceuta-Krise
Die Partido Popular reichte einen parlamentarischen Antrag ein, der Grenzabschiebungen und eine nationale Sicherheitserklärung fordert, während die Regierung unter Ángel Víctor Torres eine einheitliche Führung einrichtete.
Feijóo verurteilt Verzögerung der Exekutive bei Ceuta
Alberto Núñez Feijóo, Vorsitzender der Partido Popular (PP), kritisierte am Montag öffentlich Ministerpräsident Pedro Sánchez, weil er 25 Tage gewartet hatte, um den Nationalen Sicherheitsrat nach massiven Grenzübertritten in der autonomen Stadt Ceuta einzuberufen. Feijóo postete auf der Social-Media-Plattform X zusammen mit Medienausschnitten, die über das Treffen berichteten, und argumentierte, dass die Grenzübertritte Ende Juli eine Verletzung der territorialen Integrität Spaniens darstellten. Parteiführer in der PP-Zentrale in Madrid erklärten, das nationale Sicherheitsgremium hätte in den unmittelbaren Stunden nach dem Zustrom am 30. und 31. Juli zusammentreten müssen, anstatt fast vier Wochen zu warten.
Spanien erleidet eine Verletzung seiner territorialen Integrität, und Sánchez braucht fast einen Monat, um den Nationalen Sicherheitsrat einzuberufen. Höchste Zeit.
Alicia García, die PP-Sprecherin im Senat, verurteilte ebenfalls den Zeitpunkt und betonte, dass das Notfall-Grenzmanagement sofortiges Handeln der Exekutive erfordert hätte, anstatt einer nach der Sommerpause geplanten Reaktion.
Wenn der Notfall sofortige Führung erfordert, reicht es nicht aus, erst nach gemütlicher Rückkehr aus dem Urlaub zu reagieren. Ceuta brauchte den Staat vom ersten Tag an, nicht eine verspätete Sitzung.
Oppositionsantrag im Kongress
Am Montag reichte die PP einen nichtgesetzgeberischen Antrag im Abgeordnetenhaus ein, der eine koordinierte staatliche Reaktion zum Schutz der autonomen Städte Ceuta und Melilla forderte. Die PP argumentierte, dass der Zustrom Ende Juli die normalen Grenzkontrollmechanismen an einer Außengrenze sowohl Spaniens als auch der Europäischen Union überfordert habe. Parteivertreter erklärten, die Ankunft habe den täglichen Betrieb in Ceuta gestört und das Leben seiner mehr als 80.000 Einwohner direkt beeinträchtigt.
Der parlamentarische Antrag fordert die Zentralregierung auf, formell eine Situation von nationalem Sicherheitsinteresse gemäß dem spanischen Nationalen Sicherheitsgesetz zu erklären und eine funktionale Behörde zur Leitung von Notfallressourcen zu ernennen. Darüber hinaus verlangt der Text die sofortige Aktivierung rechtlicher Verfahren zur freiwilligen Rückkehr oder Abschiebung von Personen, die illegal nach Spanien eingereist sind, die Entsendung zusätzlicher Einwanderungspolizeieinheiten nach Ceuta und einen genehmigten Zeitplan für den Abschluss ausstehender Verwaltungsverfahren.
- Massenhafter Grenzübertritt an der Ceuta-Grenze
- Zweiter aufeinanderfolgender Tag mit massenhaften Grenzübertritten in der autonomen Stadt
- PP reicht parlamentarischen Antrag ein und kritisiert die Verzögerung der Regierung
- Nationaler Sicherheitsrat tritt vor der Ministerratssitzung zusammen
Einheitliches Kommando und Terminplanung der Regierung
Die Zentralregierung setzte die Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates auf Dienstag um 09:00 Uhr in Madrid an, unmittelbar gefolgt von einer Ministerratssitzung, die sich auf Hilfs- und Politikmaßnahmen für Ceuta konzentrierte. Erster stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo verteidigte den Zeitplan und erklärte, die Regierungsmaßnahmen seien im August fortschreitend und geordnet gewesen. Cuerpo merkte an, dass der Rat zum richtigen Zeitpunkt einberufen worden sei, weil die Grenzkrise eine neue Phase erreicht habe, die eine zentralisierte interministerielle Koordination erfordere.
Das einheitliche Kommando wird es ermöglichen, effektiv zu handeln und sicherzustellen, dass sich diese Situation nicht wiederholt.
Nach dem von Cuerpo angekündigten Plan wird der Minister für Territorialpolitik und demokratisches Gedächtnis, Ángel Víctor Torres, eine einheitliche Kommandostruktur leiten. Der spezialisierte Koordinierungsausschuss umfasst Vertreter des spanischen Nationalen Geheimdienstes (CNI) und der autonomen Regierung von Ceuta unter der Leitung ihres Präsidenten Juan Jesús Vivas. Feijóo und die PP fordern weiterhin dringend einen parlamentarischen Auftritt von Sánchez, um den Zeitpunkt der Reaktion zu rechtfertigen.

