Makroökonomie · Washington, D.C.
Fed belässt Leitzins zum vierten Mal unverändert in Kevin Warshs erstem Treffen, trotz Trumps Druck
Die US-Notenbank Federal Reserve beließ ihren Leitzins am Mittwoch unverändert bei 3,50–3,75 %. Es war die vierte Zinspause in Folge und das erste Treffen unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh, während steigende Inflation und ein fragiler Friedensvertrag zwischen den USA und Iran eine Zinswende erschwerten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, eldiario.es, LaVanguardia und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das FOMC stimmte mit 12:0 für die Beibehaltung des Leitzinses bei 3,50–3,75 % und verlängerte damit die Pause, die im Januar nach drei Zinssenkungen Ende 2025 begonnen hatte.
Kevin Warsh leitete seine erste Fed-Sitzung, nachdem er Ende Januar von Trump nominiert und im Mai bestätigt worden war – konfrontiert mit 4,2 % Inflation und einem gespaltenen Ausschuss.
Die Verbraucherpreise (CPI) stiegen im Mai auf 4,2 %, den höchsten Stand seit April 2023, angetrieben von den Energiepreisen; die Kerninflation erreichte 2,9 % und liegt damit über dem 2-%-Ziel der Fed.
Ein am Sonntag angekündigter Friedensvertrag zwischen den USA und Iran ließ die Ölpreise fallen und dämpfte die Wetten auf eine sofortige Zinserhöhung, obwohl Rohöl im Vergleich zum Jahresbeginn immer noch 30 % teurer ist.
Entscheidung
Alle 12 stimmberechtigten Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) unterstützten die Beibehaltung des Leitzinses in der Spanne von 3,50–3,75 % – eine von den Märkten breit erwartete Entscheidung. Die Zinspause, die im Januar nach drei aufeinanderfolgenden Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte im Dezember 2025 begann, wird damit verlängert. Es war die erste geldpolitische Sitzung unter dem Vorsitz von Kevin Warsh, der Ende Januar von Präsident Donald Trump nominiert und im Mai vereidigt wurde.
„Die Wirtschaftstätigkeit expandiert trotz der erhöhten Unsicherheit, die unter anderem auf den Nahostkonflikt zurückzuführen ist, in soliderem Tempo. Produktivitätswachstum und Investitionen bleiben stark.“
Inflationsdruck
Der Hintergrund ist die höchste Verbraucherinflation seit fast drei Jahren. Die Gesamtteuerung (CPI) erreichte im Mai 4,2 % – der höchste Stand seit April 2023 –, angetrieben von den Energiekosten nach der Iran-Krise, die die Öltransporte durch die Straße von Hormus unterbrochen hat. Die Kerninflation (ohne Energie und Nahrungsmittel) stieg auf 2,9 % und liegt damit deutlich über dem 2-%-Ziel der Fed.
- Gesamt-VPI
- 4.2 %
- Kern-VPI
- 2.9 %
- Fed-Ziel
- 2 %
Daten aus dem Artikeltext
Politische Spannungen und interne Debatte
Trump hatte monatelang auf Zinssenkungen gedrängt und war mit dem früheren Vorsitzenden Jerome Powell heftig aneinandergeraten; er drohte ihm mit der Entlassung und unterstützte Untersuchungen der Fed-Ausgaben. Warsh hatte sich im Nominierungsprozess eher taubenhaft geäußert, doch die steigenden Preise und ein angespannter Arbeitsmarkt schränkten seinen Handlungsspielraum ein. Bei Warshs Vereidigung schlug Trump einen anderen Ton an.
„Ich möchte, dass Kevin völlig unabhängig ist. Schau nicht auf mich, schau auf niemanden, mach dein Ding und mach einen guten Job.“
Innerhalb des FOMC gehen die Meinungen auseinander. Einige Gouverneure haben über Zinserhöhungen zur Inflationsbekämpfung diskutiert, während andere, die dem Weißen Haus näher stehen, Geduld befürworten. Powell sitzt weiterhin als Gouverneur im Ausschuss, und der Abgang von Trump-Berater Stephen Miran im Mai hat das Kräfteverhältnis leicht verschoben.
Geopolitischer Wendepunkt
Ein am Sonntag angekündigter vorläufiger Friedensvertrag zwischen den USA und Iran drückte die Ölpreise nach unten und ließ die Erwartungen einer baldigen Zinserhöhung vorübergehend sinken. Die Rohölpreise liegen jedoch immer noch rund 30 % höher als zu Jahresbeginn, und die wirtschaftlichen Folgen der Blockade der Straße von Hormus sind noch nicht vollständig abzusehen. Die Fed zog es vor, auf klarere Preissignale zu warten, bevor sie ihre Politik anpasst.
Divergenz zur EZB
Die Entscheidung vergrößert die transatlantische Kluft. Die Europäische Zentralbank hatte vergangene Woche ihren Leitzins um 25 Basispunkte angehoben, um den Kampf gegen die Inflation zu verstärken. Die Märkte rechnen nun mit einer steigenden Wahrscheinlichkeit, dass die Fed noch vor Dezember zu einer Zinserhöhung gezwungen sein wird, auch wenn Warshs erste Pressekonferenz voraussichtlich Aufschluss darüber geben wird, wie der neue Vorsitzende seine taubenhaften Überzeugungen mit den Zwängen der Straffung in Einklang bringt.
„Die Tatsache, dass Präsident Trump Kevin Warsh als Fed-Vorsitzenden nominiert hat, könnte viele zu der Annahme verleitet haben, dass ein gemäßigtes Mitglied die Kontrolle über das FOMC übernimmt. Wir werden mehr wissen, wenn Warsh seine erste Pressekonferenz abhält.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- europa pressLa Fed mantiene sin cambios los tipos por cuarta vez consecutiva en...
- eldiario.esEl nuevo presidente de la Fed nombrado por Trump mantiene los tipos de interés sin cambios
- LaVanguardiaLa Fed mantiene los tipos de interés en la primera reunió con Marsh como presidente
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLLa Reserva Federal mantiene los tipos de interés en la primera reunión de Kevin Warsh como presidente
- Kevin Warsh
- Neuer Vorsitzender der Federal Reserve, Ende Januar 2026 von Donald Trump nominiert und im Mai vereidigt.
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, der auf Zinssenkungen der Fed drängte und später Warshs Unabhängigkeit forderte.
- Jerome Powell
- Ehemaliger Vorsitzender der Federal Reserve, der weiterhin als Gouverneur im FOMC sitzt.
- Stephen Miran
- Ehemaliger Fed-Gouverneur und Trump-Berater, der im Mai 2026 zurücktrat und damit den Weg für Warshs Ernennung freimachte.
- Gordon Shannon
- Partner und Co-Leiter des Investment-Grade-Bereichs bei TwentyFour Asset Management (Vontobel), kommentiert Warshs erste Pressekonferenz.
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