
FDA-Gremium stimmt mit 8:6 für Lockerung der Beschränkungen für das Peptid BPC-157 trotz Sicherheitswarnungen
Ein gespaltenes FDA-Beratungsgremium hat empfohlen, dass Apotheken das beliebte Peptid BPC-157 herstellen dürfen, und damit die Bedenken der Behördenwissenschaftler ignoriert, die auf fehlende Daten aus Humanstudien und Sicherheitsrisiken hinwiesen.
Die Abstimmung
Ein FDA-Beratungsgremium stimmte mit 8 zu 6 bei einer Enthaltung dafür, das synthetische Peptid BPC-157 in die Bulk-Liste aufzunehmen, ein Schritt, der spezialisierten Apotheken erlauben würde, es als Rezeptur herzustellen und der Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen. Die Abstimmung schloss ein zweitägiges Treffen ab, bei dem das Gremium sieben Peptide prüfte, darunter TB-500 und Semax. Die Empfehlung bringt das Gremium in Konflikt mit den FDA-Wissenschaftlern, die stundenlang gegen eine größere Zugänglichkeit argumentiert hatten.
- Ja
- 8
- Nein
- 6
- Enthaltung
- 1
Das Peptid und sein Hype
Peptide sind kurze Aminosäureketten, die natürlicherweise im Körper vorkommen, aber synthetische Versionen sind zu einem festen Bestandteil der Wellness-Industrie geworden, von Influencern und Prominenten als Optimierungswerkzeuge beworben. Insbesondere BPC-157 hat eine Anhängerschaft gewonnen, obwohl es keine FDA-Zulassung hat. Die Substanzen können online bei Chemielieferanten mit dem Etikett "nur für Laborzwecke" gekauft werden und werden in sozialen Medien breit diskutiert. Die Biden-Administration hatte diese Peptide zuvor von der Rezepturherstellung ausgeschlossen und dabei auf das Fehlen von Daten aus klinischen Humanstudien verwiesen.
## Sicherheitsbedenken FDA-Wissenschaftler warnten das Gremium, dass die Sicherheit und Wirksamkeit von BPC-157 in Humanstudien weiterhin unbewiesen seien. Das Gremiumsmitglied Elizabeth Rebello, Apothekerin und Anästhesistin, sagte, sie habe mit Nein gestimmt, "wegen des Mangels an Wirksamkeitsdaten" und "Sicherheitsbedenken". Der Kollege Brian Lee lehnte die Empfehlung ebenfalls ab und erklärte: "Ich denke, diese Befürwortung kann potenziell schädlich sein, und ich kann nicht guten Gewissens mit Ja stimmen." Die Befürworter führten Gründe wie "das Allgemeinwohl" und "medizinische Freiheit" an.
Ich habe mit Nein gestimmt wegen des Mangels an Wirksamkeitsdaten und Sicherheitsbedenken.
Ich denke, diese Befürwortung kann potenziell schädlich sein, und ich kann nicht guten Gewissens mit Ja stimmen.
Politische Vorwürfe
Medizinexperten beschuldigten Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., das Beratungsgremium mit Personen besetzt zu haben, die enge Verbindungen zur Peptidindustrie haben. Kennedy hat öffentlich erklärt, dass er Peptide zur Behandlung von Verletzungen verwendet hat. Peter Lurie, Präsident des Center for Science in the Public Interest und ehemaliger FDA-Beamter, forderte das Gremium auf, die Empfehlung abzulehnen, mit der Begründung, dass eine Lockerung der Beschränkungen die wissenschaftlichen Standards der Behörde untergraben würde.
Was als Nächstes kommt
Die Abstimmung des Gremiums ist nicht bindend, und die FDA wird nun entscheiden, ob sie der Empfehlung folgt. Die breitere Überprüfung der verbleibenden sechs Peptide läuft weiter, und die Behörde steht sowohl unter Druck von Branchenbefürwortern als auch von öffentlichen Gesundheitswächtern. Der Ausgang wird die regulatorische Landschaft für eine Klasse von Substanzen prägen, die an der Schnittstelle von Wellnesskultur, politischem Einfluss und ungeklärter Wissenschaft steht.


