Regierung · Berlin
DGB-Chefin Fahimi lehnt zentrale Rentenreformvorschläge ab – Kommission übergibt Bericht
DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi hat die Empfehlungen der Regierungsrentenkommission scharf kritisiert. Die Abschaffung der Rente mit 63 bezeichnete sie als Fehler, die Debatte über eine Anhebung des Rentenalters als nicht hilfreich. Heute übergibt die Kommission ihren Bericht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von stern.de, Handelsblatt, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die DGB-Vorsitzende bezeichnete den Vorschlag der Kommission zur Abschaffung der abschlagsfreien Rente für langjährig Versicherte als Fehler, argumentierte, es sei unfair, und wies darauf hin, dass die Nutzer im Schnitt 47 Beitragsjahre vorweisen.
Fahimi sagte, die Koppelung des Rentenalters an die Lebenserwartung sei nicht konstruktiv, und warnte, ein höheres Rentenalter würde dazu führen, dass mehr Menschen nicht bis zur Rente arbeiten könnten.
Das von der Regierung eingesetzte Gremium legte heute seinen Bericht vor. Es schlägt eine schrittweise Anhebung des Rentenalters, eine obligatorische kapitalgedeckte Rente und die Abschaffung von Frühverrentungsmöglichkeiten vor.
Sie sagte, Merz‘ Äußerung, die Leute hätten „Mathematik nicht verstanden“, sei frech gewesen, und die negative Reaktion auf dem DGB-Kongress im Mai sei nachvollziehbar.

- 12.05.Bundeskanzler Merz wird beim DGB-Kongress ausgebuht, während er für eine Rentenreform wirbt.
- 20.06.Die Empfehlungen der Rentenkommission werden übers Wochenende öffentlich.
- 23.06.Kommission übergibt Bericht an die Regierung; Fahimi kritisiert zentrale Punkte.
Vorschläge der Kommission
Die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission übergibt heute im Kanzleramt ihre 33 Empfehlungen an die Bundesregierung. Die Vorschläge, die übers Wochenende bekannt wurden, sehen unter anderem eine schrittweise Anhebung des Rentenalters in den kommenden Jahrzehnten, die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 (für 45 Beitragsjahre), die Koppelung des Rentenalters an die Lebenserwartung und die Einführung einer obligatorischen kapitalgedeckten Rente vor. Die schwarz-rote Koalition muss nun entscheiden, ob sie die Empfehlungen umsetzt.
Fahmis Kritik
DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi lehnte im Podcast „Ronzheimer“ zentrale Elemente des Berichts ab. Die Abschaffung des abschlagsfreien Frührentenbezugs bezeichnete sie als Fehler.
„Ich halte es für einen Fehler, wenn der Bericht der Rentenkommission sagt, dass die Länge der Beitragsjahre beim Anspruch keine Rolle spielt. Das ist nicht gerecht.“
Fahimi wies darauf hin, dass diejenigen, die die Frührente nutzen, im Schnitt 47 Beitragsjahre vorweisen, nicht nur 45. Die Debatte um eine Erhöhung des Rentenalters nannte sie „nicht hilfreich“ und warnte davor, dass ein höheres Alter die Zahl derer erhöhen würde, die nicht bis zur Rente arbeiten könnten. Die Behauptung, die Menschen müssten länger arbeiten, weil das Rentensystem sonst nicht finanzierbar sei, bezeichnete sie als „Legende, um die Menschen zu verängstigen“.
Merz und der DGB-Kongress
Fahimi verteidigte auch die Delegierten, die Bundeskanzler Friedrich Merz beim DGB-Kongress am 12. Mai ausgebuht hatten. Merz, der erste CDU-Kanzler seit acht Jahren, der den Kongress besuchte, hatte die Rentenreform als das „schwierigste Brett“ der Koalition bezeichnet und gesagt, es sei nicht Böswilligkeit, sondern „Demografie und Mathematik“, die Kürzungen nötig machten.
„Einfach so rauszuhauen: ‚Es wird in Zukunft weniger geben und das ist ein Naturgesetz und ihr habt Mathematik nicht verstanden‘, das ist ehrlich gesagt eine ziemlich freche Bemerkung, und dann kann man sich nicht wundern, wenn es eine Reaktion aus dem Publikum gibt.“
Regierungssprecher Stefan Kornelius hatte die negativen Reaktionen angesichts der Krise und Verunsicherung im Land als menschlich bezeichnet.
Politischer Fahrplan
Der Bericht der Kommission landet nun in einem politisch aufgeheizten Umfeld. Fahmis Ablehnung zeigt, dass die Gewerkschaften zentrale Elemente der Reform bekämpfen werden. Die Koalitionsregierung unter Führung von Merz‘ CDU und der SPD steht vor einem schwierigen Gesetzgebungsprozess, da die Finanzierung des Rentensystems unter wachsendem demografischem Druck steht.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- stern.deDGB-Chefin Fahimi stellt sich gegen zentrale Empfehlungen der Rentenkommission
- HandelsblattBuhrufe und Pfiffe: DGB-Chefin Fahimi: Ausspruch von Merz war frech
- Der TagesspiegelBuhrufe und Pfiffe: DGB-Chefin Fahimi: Ausspruch von Merz war frech
- FocusFahimi kritisiert zentrale Punkte der Rentenkommission
- Yasmin Fahimi
- Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und ehemalige SPD-Politikerin
- Friedrich Merz
- Bundeskanzler von Deutschland und Vorsitzender der CDU
- Stefan Kornelius
- Deutscher Regierungssprecher
- Orte
- Berlin
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