
Griechenland hebt Fahrverbote für Rafina und Lavrio auf, da orkanartige Winde nachlassen; Abfahrten in Piräus nach tagelangen Streichungen wieder aufgenommen
Die griechische Küstenwache hob am Freitag um 19:00 Uhr die Auslaufverbote in den Häfen Rafina und Lavrio auf, nachdem sie zuvor wegen Nordwinden der Stärke 9 Beaufort in der Ägäis alle Fahrten ausgesetzt hatte. Piräus fuhr den ganzen Tag über nach Ermessen der Kapitäne, mit einigen Streichungen.
Orkanartige Winde fegen über die Ägäis
Nord- und nordöstliche Winde erreichten laut dem Griechischen Wetterdienst (EMY) Stärke 8 Beaufort in der gesamten Ägäis, mit lokalen Böen bis zu 9 Beaufort. Diese Bedingungen machten die Schifffahrt gefährlich und zwangen die griechische Küstenwache, am frühen Morgen des 31. Juli 2026 ein Fahrverbot für die Häfen Rafina und Lavrio zu verhängen. Alle planmäßigen Abfahrten von diesen beiden Häfen wurden ausgesetzt, sodass die Fähren den Großteil des Tages festmachten. Winde dieser Stärke sind in der sommerlichen Meltemi-Saison nicht ungewöhnlich, doch die Intensität reichte aus, um wichtige Passagierfahrten zwischen dem Festland und den Kykladen sowie anderen Inseln zu stoppen.
Auswirkungen auf die drei wichtigsten Häfen Attikas
Das Verbot traf die kleineren Häfen Ostattikas am härtesten. In Rafina und Lavrio durfte vor 19:00 Uhr keine Fähre auslaufen. Piräus hingegen war keinem pauschalen Verbot ausgesetzt; die Fahrten dort wurden nach Ermessen des jeweiligen Kapitäns in Absprache mit den örtlichen Hafenbehörden fortgesetzt. Eine Ausnahme bildete die „Blue Star Paros“, die nach Syros, Tinos und Mykonos fahren sollte, aber im Hafen blieb. Die Fährverbindungen zu den Argosaronischen Inseln im geschützten Saronischen Golf verkehrten den ganzen Tag über normal. Die unterschiedliche Behandlung der drei Häfen spiegelte die unterschiedliche Exposition gegenüber der offenen Ägäis wider: Rafina und Lavrio sind der vollen Wucht der Nordwinde ausgesetzt, während Piräus und die Argosaronischen Terminals besser geschützt sind.
- Fahrverbot in Rafina und Lavrio wegen Winden bis zu 9 Beaufort; Piräus fährt nach Ermessen der Kapitäne
- Argosaronische Routen verkehren normal; ‚Blue Star Paros‘ ab Piräus gestrichen
- Verbot aufgehoben; Fährverkehr ab Rafina und Lavrio wieder aufgenommen
- Planmäßige Abfahrten ab Piräus nach Kreta, Chios und Mytilene bestätigt – normaler Betrieb
Verbote aufgehoben und Betrieb wieder aufgenommen
Kurz vor 16:00 Uhr gab die Küstenwache bekannt, dass das Auslaufverbot für Rafina und Lavrio um 19:00 Uhr aufgehoben werde, da sich das Wetter allmählich bessere. Gleichzeitig bestätigten die Behörden, dass die Abfahrten in Piräus bereits wieder normal liefen. Kurz nach Aufhebung des Verbots begannen die Fährbetreiber in allen drei Häfen mit der Durchführung ihrer veröffentlichten Abendfahrpläne. Konkret teilte die griechische Küstenwache den Medien mit, dass die geplanten Nachtfahrten ab Piräus nach Kreta, Chios und Mytilene wie geplant stattfinden würden. Nach der Aufhebung wurden keine weiteren Streichungen gemeldet.
Reisehinweise und Wochenendausblick
Herr Balatsoukas, ein Sprecher der Küstenwache, sagte am Freitagmorgen gegenüber ERTnews Radio, dass der Samstag wahrscheinlich eine Beruhigung der Phänomene bringen werde, warnte jedoch, dass endgültige Entscheidungen über die Wochenendfahrten erst nach Auswertung der neuesten Wettermodelle am Freitagabend getroffen würden. Er forderte die Passagiere auf, geduldig zu sein, die offiziellen Anweisungen zu befolgen und mindestens eine Stunde vor Abfahrt in den Häfen einzutreffen, insbesondere diejenigen, die mit Fahrzeugen reisen. Die Reisenden wurden auch daran erinnert, vor Reiseantritt ihren Fährbetreiber oder die örtliche Hafenbehörde zu kontaktieren – eine routinemäßige Empfehlung, die angesichts der weiterhin unsicheren Vorhersage besonderes Gewicht hatte.

