Explosion und Gebäudeeinsturz im Kraftwerk Ritom in der Schweiz verletzen zwei Arbeiter
Zwei Personen erlitten schwere Verletzungen nach einer Explosion und einem teilweisen Gebäudeeinsturz im Wasserkraftwerk Ritom in Piotta, Schweiz, am Mittwochmorgen.
Notfallmaßnahmen in Piotta
Am Mittwochmorgen, dem 9. September 2026, ereigneten sich eine Explosion und ein Gebäudeeinsturz im Wasserkraftwerk Ritom in Piotta. Der Vorfall geschah kurz nach 09:30 Uhr in der Gemeinde Quinto im Leventinatal des Kantons Tessin. Erste Meldungen der regionalen Notfallüberwachungsdienste deuteten darauf hin, dass die Explosion sofortige Alarmrufe von Anwohnern und Werkspersonal auslöste. Zwei Personen erlitten bei dem Vorfall schwere Verletzungen, den die Kantonsbehörden als Arbeitsunfall einstuften. Die Einsatzleitstellen mobilisierten Einheiten aus der gesamten Region, um das Gebiet abzusichern und sofortige medizinische Versorgung zu gewährleisten. Die Kantonspolizei Tessin richtete einen Sicherheitsperimeter um die Anlage ein und beschränkte den Zugang zum Gelände.
Feuerwehrleute der Feuerwehr Biasca und Sanitäter von Tre Valli Soccorso rückten zusammen mit Polizeistreifen zur Anlage aus. Die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) entsandte einen Rettungshubschrauber zum Einsatzort, um bei der Behandlung und Evakuierung der verletzten Opfer zu helfen. Die Kantonspolizei bestätigte gegenüber Nachrichtenagenturen, dass eine groß angelegte Rettungsaktion auf dem Industriegelände im Gange sei.
Streifen sind im Einsatz, aber es ist verfrüht, weitere Details zu nennen.
Infrastruktur und Schadensbewertung
Die Explosion führte zum teilweisen Einsturz des Kraftwerksgebäudes, wobei Bauschutt auf dem gesamten Anlagengelände verstreut wurde. Die Ersthelfer konzentrierten sich darauf, die beschädigten Gebäudeteile zu stabilisieren und sicherzustellen, dass sich keine weiteren Personen mehr im Inneren befanden. Einsatzteams sperrten angrenzende Durchgangswege ab, um unbefugten Zutritt zu verhindern, während technische Teams das Risiko weiterer struktureller Einstürze bewerteten. Die Kantonspolizei Tessin bestätigte zwei Schwerverletzte und stellte fest, dass die Gebäudeschäden erheblich waren. Die Behörden haben den genauen physikalischen Ursprung oder technischen Auslöser der Explosion noch nicht ermittelt.
Die Ermittler prüfen derzeit, ob die Explosion im laufenden Betrieb des Kraftwerks von 1917 oder im angrenzenden Neubaubereich ihren Ursprung hatte. Das Speicherkraftwerk Ritom ist eine wichtige Versorgungseinrichtung, die den Kanton Tessin mit Wasser und die Gotthardbahnstrecke mit elektrischer Energie versorgt. Die Kantonsbehörden gaben bekannt, dass eine Untersuchung der genauen Umstände und des Ablaufs im Gange sei; weitere offizielle Informationen würden nach Abschluss der Standortbesichtigungen folgen.
- SBB
- 75 %
- Azienda Elettrica Ticinese
- 25 %
Standortgeschichte und Erweiterungsprojekt
Das Speicherkraftwerk Ritom wurde ursprünglich 1917 gebaut, um Strom für den Bahnverkehr entlang der Gotthardstrecke zu erzeugen. Das Kraftwerk wird von der Ritom SA betrieben, einem Unternehmen, das gemeinsam von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) mit einem Anteil von 75 % und dem kantonalen Energieversorger Azienda Elettrica Ticinese (AET) mit den restlichen 25 % gehalten wird. Neben der Bahnstromerzeugung spielt die Anlage eine zentrale Rolle bei der regionalen Wasserwirtschaft des Kantons.
- Das ursprüngliche Speicherkraftwerk Ritom wird gebaut
- Baubeginn eines neuen Kraftwerks neben der bestehenden Anlage
- Explosion und teilweiser Gebäudeeinsturz kurz nach 09:30 Uhr
- Geplante Inbetriebnahme der neuen Kraftwerksanlage
Seit 2018 läuft an diesem Standort ein Erneuerungsprojekt, das den Bau eines neuen Kraftwerks direkt neben dem hundert Jahre alten Bauwerk vorsieht. Die SBB haben die Inbetriebnahme dieser neuen Anlage für 2027 geplant, um veraltete Ausrüstung zu ersetzen und die Betriebssicherheit des Bahnnetzes zu erhöhen. Die Behörden haben nicht mitgeteilt, ob die Explosion und die Gebäudeschäden vom Mittwoch den geplanten Inbetriebnahmetermin 2027 beeinflussen werden.


