Regierung · Warschau

Ex-Ministerin Pełczyńska-Nałęcz fordert Neustart des Verfassungsgerichts inmitten des Führungsstreits

Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz, die am 22. Oktober die Regierung Tusk verließ, schrieb am Samstag, 31. Oktober, auf X, das Verfassungsgericht brauche einen vollständigen Neustart. Zudem sagte sie, das Schweigen der Mitvorsitzenden der Koalition in der Krise um das Gericht sei kein Zufall.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von TVP Info, rmf24.pl, polsatnews.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Gov.pl, CC BY 3.0 pl (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 22.10.Pełczyńska-Nałęcz kündigt auf X an, dass sie die Regierung und den Vorsitz von Polska 2050 verlässt
  2. 24.10.Der Vorstand von Polska 2050 beschließt ihren Ausschluss aus der Partei
  3. 30.10.Mitteilung auf der Website des Verfassungsgerichts kündigt eine Unterbrechung der Amtsgeschäfte von Präsident und Vizepräsident an
  4. 31.10.Pełczyńska-Nałęcz veröffentlicht auf X Kritik an der Lage am Verfassungsgericht und am Schweigen der Koalition

Austritt aus der Regierung

Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz gab am Donnerstag, 22. Oktober, auf X bekannt, dass sie die Regierung von Donald Tusk verlässt und den Vorsitz von Polska 2050 niederlegt. Sie übergab die Partei in die Hände ihres Gründers Szymon Hołownia, der sie zuvor verlassen und war dann zurückgekehrt. Nach ihrer Darstellung folgte die Entscheidung auf eine Spaltung der Koalition bei einer Sejm-Abstimmung über die Beibehaltung der Begrenzung auf zwei Amtszeiten für die Leiter der Kommunalverwaltungen – eine Spaltung, bei der ein erheblicher Teil der Abgeordneten von Polska 2050 gegen die Öffentlichkeit stimmte. Ihr Ausscheiden erfolgte zudem nach Berichten, wonach Finanz- und Wirtschaftsminister Andrzej Domański zum stellvertretenden Ministerpräsidenten befördert werden sollte. Laut RMF erklärten Politiker der Koalition und Parteikollegen, sie sei ohne Vorwarnung gegangen, und Tusk sagte, er habe einen Anruf erwartet.

Ausschluss aus Polska 2050

Am 24. Oktober gab Hołownia bekannt, dass der Parteivorstand beschlossen habe, sie auszuschließen. Der Vorstand warf ihr vor, zum Schaden der Partei und gegen deren Beschlüsse gehandelt zu haben. Pełczyńska-Nałęcz wandte sich daraufhin gegen ihre früheren Kollegen und warf ihnen unter anderem einen rüden Regierungsstil, Einschüchterung und Demütigung vor. Sie sagte, Werte bedeuteten ihr mehr als Posten, was sie als Grund für ihren Rücktritt angab. Agnieszka Bartol, Polens ständige Vertreterin bei der Europäischen Union, soll das Ministerium für Fonds und Regionalpolitik leiten, und Tusk kündigte an, sie für den Posten vorzuschlagen.

Krise am Verfassungsgericht

Am Freitag, 30. Oktober, kündigte eine Mitteilung auf der Website des Verfassungsgerichts eine Unterbrechung der Amtsgeschäfte seines Präsidenten Bogdan Święczkowski und seines Vizepräsidenten Bartłomiej Sochański an. Polsat News spricht von einer einmonatigen Unterbrechung, und Święczkowski hält die Schritte für rechtswidrig. Präsident Karol Nawrocki brach eine Reise in den Senegal ab und begab sich nach seiner Rückkehr nach Warschau zum Gebäude des Gerichts. Draußen versammelte eine Demonstration Oppositionspolitiker, vor allem von der PiS. Laut RMF übernahm Anna Korwin-Piotrowska, die Richterin mit der längsten Amtszeit, die Leitung der Arbeit des Gerichts – eine Entscheidung, die Reaktionen bei Richtern, Politikern und Demonstranten auslöste. Neben rechten Gruppen, darunter die von Robert Bąkiewicz geführte Ruch Obrony Granic, war auch die Polizei vor Ort. Laut RMF schnitt ein Demonstrant, unterstützt vom PiS-Abgeordneten Mariusz Gosek, mit einem Trennschleifer die Kette durch, die das Tor sicherte.

Ihre Reaktion auf X

Am Samstag, 31. Oktober, schrieb Pełczyńska-Nałęcz auf X über die Ereignisse am Gericht und die Reaktion der Koalition.

„Der Krieg um das Verfassungsgericht hat uns an einen Punkt gebracht, an dem ein Politiker und ein Schlüsseldienstmitarbeiter im Gericht nützlicher sind als ein Jurist.“

Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz, Ehemalige Ministerin für Fonds und Regionalpolitik

Sie fügte hinzu, das Schweigen der Mitvorsitzenden der Koalition sei kein Zufall, und ihre Stimme spiele ohnehin keine Rolle. Sie schrieb, wäre sie eine Woche zuvor in der Regierung geblieben, hätte sie sie wegen der Ereignisse am Gericht am 31. Oktober verlassen. Sie schlug ein einziges Mittel vor.

„Der einzige Ausweg ist ein Neustart des Verfassungsgerichts. Ohne ihn wird es nur weiteren Abriss der Gerichte und des Staates geben.“

Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz, Ehemalige Ministerin für Fonds und Regionalpolitik

Sie beendete ihren Beitrag mit den Worten, sie wisse nicht, wer aus der Krise Nutzen ziehen werde, die Polen aber nicht.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Warschau · Polen

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