Sicherheit · Tarent, Genua und Rom
Ex-Ilva-Stahlwerk in Tarent schaltet Hochöfen ab; 8.622 Beschäftigte drohen Kurzarbeit
Maurizio Saitta sagte im Arbeitsministerium zu den Gewerkschaften, im Warmbereich laufe nichts mehr, während die Gespräche über einen Antrag auf Cassa integrazione für bis zu 8.622 Beschäftigte auf den 10. November vertagt wurden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Sole 24 ORE, Rai news, Il Fatto Quotidiano und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Saitta sagte am 6. November zu den Gewerkschaften, alle Anlagen im Warmbereich seien abgeschaltet, nachdem die Abschaltverfahren für die Hochöfen am Dienstag, 3. November, begonnen hatten.
Die Gewerkschaften melden keine Einigung über einen Cigs-Antrag für bis zu 8.622 Beschäftigte bis zum 28. Februar 2027; die Gespräche werden am 10. November fortgesetzt.
Ein Mailänder Gericht hatte den Stopp im Juli mit einer Frist von drei Monaten angeordnet, sofern Asbest nicht entfernt und die Emissionen nicht auf sichere Werte gesenkt werden; der Kassationsgerichtshof bestätigte dies Ende Oktober.
Verbindliche Angebote sind bis zum 8. November fällig; Jindal, CE industries und Flacks haben Interesse bekundet, und die Regierung Meloni schließt eine Beteiligung des Staates nicht aus.
- 6.11.Saitta teilt den Gewerkschaften mit, im Warmbereich laufe nichts mehr
- 8.11.Frist für verbindliche Angebote für das Werk
- 10.11.Die Gespräche im Arbeitsministerium werden fortgesetzt, und der Walzbereich soll wieder anlaufen
Hochöfen abgeschaltet
Der Warmbereich des ehemaligen Ilva-Stahlwerks in Tarent ist vollständig stillgelegt. Berichte über das Treffen im Arbeitsministerium schreiben Maurizio Saitta, Generaldirektor von Acciaierie d'Italia in außerordentlicher Verwaltung, die Aussage zu, alles sei abgeschaltet worden. Den Gewerkschaften soll er Folgendes gesagt haben:
„Seit heute Morgen läuft nichts mehr.“
Die Abschaltverfahren für die Hochöfen begannen am Dienstag, 3. November, nachdem der Kassationsgerichtshof die Beschwerden gegen die Schließungsanordnung der von der Regierung bestellten Verwalter und des Eigentümerunternehmens zurückgewiesen hatte. Der letzte noch im Vorwärmbetrieb befindliche Hochofen wurde am 5. November deaktiviert, zusammen mit den Koksofenbatterien, womit 62 Jahre Betrieb am Standort endeten. Auch der Walzbereich steht still und soll am 10. November wieder anlaufen, bis kurz vor Weihnachten produzieren und im Januar mit von Marcegaglia gelieferten Stahlbrammen wieder starten.
Die Gerichtsentscheidung hinter dem Stopp
Ein Mailänder Gericht hatte den Stopp im Juli angeordnet und damit einen aus Gesundheitsgründen eingereichten Antrag von Mitgliedern eines Elternverbands und eines Kindes mit einer seltenen genetischen Mutation bestätigt. Die Anordnung verlangt, dass die Tätigkeit im Warmbereich innerhalb von drei Monaten endet, es sei denn, sämtlicher Asbest auf dem Gelände wird entfernt und die Feinstaubemissionen werden auf sichere Werte gesenkt. Der Kassationsgerichtshof bestätigte diese Entscheidung Ende Oktober und wies die Beschwerden der von der Regierung bestellten Verwalter und von Acciaierie d'Italia zurück. Die Staatsanwaltschaft hat Hausarrest für die frühere AdI-Präsidentin und CEO Lucia Morselli, den früheren Werksleiter Alessandro Labile und Francesco Astorri beantragt, Leiter der Prüfungen der Umweltbehörde ISPRA bei strategischen Anlagen. Die Anträge betreffen potenziell krebserregende Emissionen des Werks im Zeitraum 2022/23.
Kurzarbeitsantrag und stockende Gespräche
Am 17. Oktober beantragte das Unternehmen eine Verlängerung der Cassa integrazione straordinaria (Cigs) für bis zu 8.622 Beschäftigte – fast doppelt so viele wie die derzeit 4.450 – bis zum 28. Februar 2027, sofern sie nicht verlängert wird. Der Antrag teilt sich auf in bis zu 6.964 Beschäftigte in Tarent von 7.875 dort Beschäftigten, 870 in Genua von 917 und 515 in Novi von 542. Für 4.200 Mitarbeiter von Zulieferfirmen soll nach Berichten über das Treffen die Cassa in deroga gelten.
Am Freitag wurde keine Einigung erzielt, und die Gespräche wurden auf Dienstag, den 10. November, vertagt, wenn das Ministerium einen Lenkungsausschuss einrichten will. Fim, Fiom und Uilm erklärten, es blieben Fragen und Zweifel. Guglielmo Gambardella, nationaler Sekretär der Uilm, beschrieb das Treffen nach dessen Ende:
„Wie wir vorhergesagt hatten, waren die Voraussetzungen für eine vollständige Erörterung leider nicht gegeben.“
Die Gewerkschaften beanstanden zudem, dass AdI ohne Mittel nicht mehr bereit sei, die Leistung vorzustrecken, und verlange, dass die INPS direkt zahle, was nach ihrer Befürchtung Zahlungen ohne festen Termin bedeuten könnte. Sie wiesen außerdem auf eine Diskrepanz hin: Die Aussetzung laufe bis Februar, der wirtschaftliche Aufschlag bis Juni, und manche Beschäftigte könnten drei Gehaltsabrechnungen erhalten.
- Tarent
- 6964 Beschäftigte
- Genua
- 870 Beschäftigte
- Novi
- 515 Beschäftigte
Daten aus dem Artikeltext
Verkaufsprozess und Rolle des Staates
Verbindliche Angebote für das Werk sind bis zum 8. November fällig. Medienberichten zufolge hat ein Konsortium italienischer Unternehmen unter Führung des Stahlverbands Federacciai, das Interesse bekundet hatte, entschieden, nicht für den Kaltwalzbereich zu bieten. Die indische Gruppe Jindal, die tschechische Gruppe CE industries und die US-amerikanische Beteiligungsgruppe Flacks haben alle Interesse am Kauf des Werks bekundet. Die Regierung Meloni hat eine Beteiligung des Staates angesichts der strategischen Bedeutung von Stahl nicht ausgeschlossen. Die Zukunft des Werks und sein Plan zur Dekarbonisierung und Elektrifizierung der Produktion sind nun ebenso höchst ungewiss wie Tausende Arbeitsplätze im Werk und bei Zulieferern.
Was die Schließung hinterlässt
Medienberichte beziffern die gefährdeten Arbeitsplätze auf über 10.000. Ein Bericht erinnert an einen Vorfall im Mai 2025, bei dem Hochofen 2 beinahe explodiert wäre, und erklärt, in den Gebäuden sei weiterhin Asbest vorhanden. Tarent, einst Standort des größten Stahlwerks Europas, wird mit hohen Krebsraten in der Hafenstadt in Verbindung gebracht. Der nächste Kontrollpunkt ist das Treffen im Arbeitsministerium am 10. November, an dem auch der Walzbereich wieder anlaufen soll.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Il Sole 24 OREEx Ilva, Warmbereich abgeschaltet. Der Tisch für Cigs verschiebt sichEx Ilva, spenta l'area a caldo. Slitta il tavolo per la Cigs · Original auf Italienisch
- Rai newsEx Ilva, alle Anlagen im Warmbereich sind abgeschaltet. Einigung über Cassa integrazione geplatztEx Ilva, tutti gli impianti dell'area a caldo sono spenti. Saltata intesa su Cassa integrazione · Original auf Italienisch
- Il Fatto QuotidianoDie Ilva von Tarent ist abgeschaltet: eine Ära der Arbeit und Verschmutzung endet. Die Zukunft? Keine AhnungL'Ilva di Taranto è spenta: finisce un'era di lavoro e inquinamento. Il futuro? Nessuna idea · Original auf Italienisch
- ANSA.itEx Ilva, Warmbereich abgeschaltet. Cigs-Tisch auf 10. November verschobenEx Ilva, spenta l'area a caldo. Tavolo sulla cigs aggiornato al 10 novembre - Notizie · Original auf Italienisch
- Giorgia Meloni
- Italienische Ministerpräsidentin, deren Regierung eine Beteiligung des Staates am Werk nicht ausgeschlossen hat
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