Digital · Dublin, Helsinki und Slough

Proteste gegen Rechenzentren breiten sich in Europa aus – in Dublin nach einigen Zählungen Tausende

In Irland, Finnland und Großbritannien protestierten am Samstag, 7. November 2026, Gruppen und forderten ein Moratorium für neue Rechenzentren – wegen Stromkosten, Lärm und Klimasorgen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bloomberg Business, The Irish Times, TheJournal.ie und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Dublin, Helsinki, Slough, Leeds · Irland, Finnland, Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. Oktober 2026Baugenehmigung für den Campus Kilmeaden im County Waterford nach lokalem Widerstand abgelehnt
  2. 6.11.Erster von zwei Aktionstagen der Koalition Stop Dirty Data Centres
  3. 7.11.Landesweiter Protest in Dublin als Teil des europaweiten Aktionstags

Dubliner Marsch und Teilnehmerzahlen

Am Samstag, 7. November 2026 füllten Demonstranten die Dubliner Innenstadt für das, was die Organisatoren als Irlands ersten landesweiten Protest gegen Rechenzentren präsentierten. Friends of the Earth Ireland organisierte die Veranstaltung als Teil einer europaweiten Initiative, und die Marschierenden setzten sich vom Garden of Remembrance am Parnell Square in Richtung Leinster House in Bewegung. Die Teilnehmerzahlen unterscheiden sich je nach Medium: Die Irish Times zählte Hunderte, TheJournal.ie und RTE beschrieben Tausende, und ein Bloomberg-Bericht schrieb RTE die Zahl von 2.000 zu. Politiker der Social Democrats, der Grünen und von People Before Profit nahmen teil, ebenso der Sinn-Féin-TD Eoin Ó Broin und die Dubliner EU-Abgeordnete Lynn Boylan. Lokale Kampagnengruppen aus Kildare, Waterford, Wicklow und Clare schlossen sich dem Zug an.

Stromrechnungen im Zentrum der Debatte

Rosi Leonard, Leiterin der Rechenzentrumskampagne bei Friends of the Earth Ireland, sagte, gewöhnliche Haushalte trügen die Kosten des raschen Wachstums der Rechenzentren im Land. Zahlen der Central Statistics Office zeigen, dass sich die Großhandelsstrompreise im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt haben, und Rechenzentren machen inzwischen 23 % des irischen Stromverbrauchs aus. Leonard verwies zur Begründung ihrer Aussage auf einen aktuellen Bericht.

„Ein aktueller Bericht zeigt, dass der Stromverbrauch großer Rechenzentren zu höheren Energiekosten für die Haushalte führen kann.“

Rosi Leonard

Dieser Bericht beziffert die möglichen Mehrkosten für einen typischen Haushalt auf 360 € im Zeitraum 2015 bis 2023, zurückzuführen auf die Netzauswirkungen der Rechenzentren. Die Demonstranten fordern ein sofortiges Moratorium für neue Anlagen, bis deren volle Auswirkungen ordnungsgemäß geprüft sind. Sie argumentieren zudem, dass eine Auflage, wonach neue Rechenzentren 80 % ihres Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen müssen, nicht weit genug geht.

Position der Regierung und lokale Planungsstreitigkeiten

Die Regierung veröffentlichte im Juni einen für 100.000 € in Auftrag gegebenen Bericht, der behauptet, Rechenzentren hätten seit 2010 22 Mrd. € zur Wirtschaft beigetragen, 17.000 Arbeitsplätze geschaffen und 2,8 Mrd. € an Steuern erwirtschaftet. Unternehmensminister Peter Burke bezeichnete den Ausbau der Rechenzentren als strategische Chance für die irische Wirtschaft. Die Demonstranten weisen diese wirtschaftlichen Argumente zurück und verweisen darauf, dass Irland bereits mehr als 100 Rechenzentren hat und diese nur wenige Arbeitsplätze schaffen. Im Oktober wurde die Baugenehmigung für ein Projekt in Kilmeaden auf dem Gelände einer ehemaligen Käserei abgelehnt – ein Vorhaben, das drei Rechenzentren mit einem Solarpark und Gasturbinen kombinieren sollte –, nachdem es lokale Einwände gegeben hatte. Anwohner nahe des DUB10-Standorts von Echelon in Clondalkin berichten von anhaltendem Lärm und gestörtem Schlaf, und die Environmental Protection Agency ermittelt. Auch Anwohner in Naas und Jigginstown im County Kildare lehnen große Vorhaben ab, und gegen ein 1-Milliarde-Euro-Projekt in Rochfortbridge im County Westmeath läuft ein Einspruchsverfahren.

Proteste in ganz Europa und in Großbritannien

Bloomberg berichtete, dass sich am selben Tag etwa 1.300 Menschen in Helsinki versammelten.

Gemeldete Teilnehmerzahlen bei den Protesten am 7. November 2026Personen
Dublin (Schätzung von RTE)
2000 Personen
Helsinki
1300 Personen

Daten aus dem Artikeltext

In England weist Slough die größte Konzentration von Rechenzentren in Europa auf, und Anwohner beschreiben ein ständiges leises Brummen industrieller Kühlventilatoren, das bis in die frühen Morgenstunden anhält. Dr. Ambily Banerjee, Expertin für Gesundheitsgerechtigkeit mit 30 Jahren Erfahrung im MINT-Bereich, organisiert Slough Against Data Centres, eine von Anwohnern geführte Gruppe, die seit Juli 2026 aktiv ist. In Leeds leitet Lianne Marie Mease die Kampagne No Leeds Data Centre mit 170 Freiwilligen, während Microsoft auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Skelton Grange ein Hyperscale-KI-Rechenzentrum für 4 Mrd. £ baut – zwei weitere sind in Aussicht. Mease sagt, die Kampagne habe Menschen angezogen, die noch nie zuvor an einem Protest teilgenommen hätten.

„Ich habe noch nie erlebt, dass etwas die Politik so eint wie Hyperscale-Rechenzentren.“

Lianne Marie Mease

Eine Umfrage des Ada Lovelace Institute ergab, dass 89 Prozent der Briten eine Form der KI-Regulierung befürworten. Die Leeds-Gruppe ist eine von 96 weiteren Gruppen in Großbritannien und Europa in der Koalition Stop Dirty Data Centres, die am 6. und 7. November zwei Aktionstage organisierte, um ein Moratorium zu fordern, während die Regierungen die Anlagen prüfen.

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