Diplomatie · Warschau, Berlin und Brüssel
Tusk und Costa treffen sich in Warschau, um EU-Haushalt und Sicherheitsfinanzierung auszuhandeln
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk empfing EU-Ratspräsident António Costa zu zweistündigen Gesprächen über den Mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2034, der Verteidigungsbedarf mit regionalen Kohäsionsmitteln in Einklang bringen soll.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von TVP Info, www.gazetaprawna.pl, Rzeczpospolita und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
EU-Ratspräsident António Costa traf Donald Tusk in Warschau, nachdem er Gespräche mit den Staats- und Regierungschefs von 13 Ländern geführt hatte, mit dem Ziel, eine Einigung vor Ende 2026 zu erzielen.
Nach dem von Zypern geänderten Kommissionsentwurf vom Juli 2025 soll Polen aus einem Gesamtrahmen von knapp zwei Billionen Euro 123,3 Milliarden Euro erhalten.
Tusk informierte Costa über regionale Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und gab Geheimdienstinformationen weiter, die von Partnern in den Vereinigten Staaten stammen.
Eine von Deutschland geführte Sechsergruppe sparsamer Länder fordert Ausgabenkürzungen in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro, während die 17 Mitglieder umfassende Gruppe der Kohäsionsfreunde die Regionalfonds verteidigt.
- Juli 2025Europäische Kommission legt vom zyprischen Ratsvorsitz geänderten Haushaltsentwurf vor
- August 2026Sparsame Mitgliedstaaten treffen sich in Berlin, um Ausgabenkürzungen zu fordern
- 9.09.António Costa trifft Donald Tusk in Warschau nach Konsultationen mit 13 Staats- und Regierungschefs
- Dezember 2026Zieltermin für den Abschluss der Verhandlungen über den mehrjährigen Haushalt durch die EU-Staats- und Regierungschefs
Warschauer Gespräche zum Haushalt 2028–2034
EU-Ratspräsident António Costa traf den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk am 9. September 2026 in Warschau, um den Haushalt der Europäischen Union für den Zeitraum 2028–2034 zu erörtern. Das zweistündige bilaterale Treffen befasste sich mit den finanziellen Prioritäten vor den für Herbst angesetzten Gipfeltreffen des Europäischen Rates. Costa reiste aus Warschau an, nachdem er bereits Konsultationen mit den Staats- und Regierungschefs von 13 Mitgliedstaaten abgeschlossen hatte, wobei er zwischen 90 Minuten und zwei Stunden mit jedem Regierungschef verbrachte. EU-Vertreter stellten fest, dass alle 13 Staats- und Regierungschefs darin übereinstimmten, dass die Verhandlungen noch vor Ende 2026 abgeschlossen werden müssten. Dieses Ziel ergibt sich aus der Tatsache, dass der nächste Mehrjährige Finanzrahmen eine von der aktuellen Struktur abweichende Gliederung aufweist, die zusätzliche Zeit für die administrative Vorbereitung und die operative Umsetzung erfordert.
Sicherheitserkenntnisse und Risiken an der Ostflanke
Während des Treffens legte Tusk Costa Polens Einschätzung der Sicherheitslage östlich der EU-Außengrenze dar, mit Schwerpunkt auf dem Krieg in der Ukraine und den in den kommenden Monaten erwarteten Risiken. Der Ministerpräsident informierte Costa zudem über Erkenntnisse, die von Partnern jenseits des Atlantiks, einschließlich der Vereinigten Staaten, eingeholt wurden. Tusk argumentierte, dass die zunehmende globale Instabilität, die Störungen auf den Kraftstoffmärkten und die politischen Veränderungen in den Mitgliedstaaten ein gemeinsames Handeln erforderten. Er erklärte, dass die europäischen Institutionen und die nationalen Regierungen die Widerstandsfähigkeit gegenüber Bedrohungen aus mehreren Bereichen stärken müssten.
„Eine gemeinsame Pflicht der gesamten Europäischen Union und unsere polnische Pflicht ist es, auf verschiedene Szenarien gut vorbereitet zu sein, und das erfordert Anstrengungen, auch finanzielle.“
Finanzierungsstreit um Kohäsion und Landwirtschaft
Die Warschauer Gespräche befassten sich mit den gegensätzlichen Vorstellungen über den Gesamtumfang und die Mittelverteilung des mehrjährigen Haushalts. Die aktuelle Grundlage ist ein von der zyprischen Präsidentschaft geänderter Vorschlag der Europäischen Kommission vom Juli 2025, der Gesamtausgaben von knapp zwei Billionen Euro vorsieht. Nach diesem Rahmenentwurf wäre Polen mit einer Zuweisung von 123,3 Milliarden Euro der größte einzelne Empfänger. Tusk befürwortete die Bemühungen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Europas und zur Ausweitung der Finanzierung von Verteidigungszusammenarbeit und militärischen Fähigkeiten. Er bestand jedoch darauf, dass neue Sicherheitsverpflichtungen nicht die traditionelle Kohäsionspolitik und die Agrarhilfe aushöhlen dürften, und bezeichnete die Regionalfinanzierung als wesentliche Grundlage der Stabilität für Mittel- und Osteuropa.
„Wir werden nach verschiedenen Wegen suchen, neue Mittel zu finden. Ein größerer EU-Haushalt liegt im Interesse jedes Mitgliedstaats, sicherlich Polens.“
Sparsame Gruppe fordert tiefgreifende Ausgabenkürzungen
Die Verhandlungen spiegeln eine Spaltung des Blocks in Nettozahlerländer und Kohäsionsempfänger wider. Ende August 2026 trafen sich die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Dänemarks, Österreichs, Finnlands, der Niederlande und Schwedens in Berlin, einige nahmen per Video zu, und forderten Ausgabenkürzungen in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro. Diese sparsame Koalition schloss die Kohäsionspolitik nicht in ihre Prioritätenliste ein, sondern richtete ihre Sparziele auf Regionalentwicklungsfonds aus. Demgegenüber mobilisiert die 17-köpfige Gruppe der Kohäsionsfreunde, bestehend aus Polen, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Estland, Griechenland, Spanien, Litauen, Lettland, Malta und Portugal, zum Schutz der Kohäsionsfinanzierung und fordert vereinfachte Regeln und ausreichende Mittelgarantien. Die Verhandlungsführer in Warschau rechnen damit, dass der endgültige Kompromiss über die nationalen Zuweisungen erst spät im Verhandlungsverlauf erzielt wird.
Dieser Artikel gehört zu einem Strang
Brüssel gegen die Hauptstädte: EU-Integration
Was sich seit diesem Eintrag geändert hat:
- 22.10Hauptstädte haben Vorschläge zur Erleichterung grenzüberschreitender Geschäftstätigkeiten abgeschwächt, berichtete FT am 23. Oktober
- 22.10EU-Minister drängten auf Verhandlungen mit China zur Eindämmung von Importen in den Bereichen Chemie, Maschinenbau und Pharmazie
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- TVP InfoUnijny budżet na kolejne lata. Priorytetami "obronność i bezpieczeństwo
- www.gazetaprawna.plTusk spotkał się z szefem Rady Europejskiej. Padły ważne słowa o bezpieczeństwie
- Rzeczpospolita"Europa w momencie krytycznym". Donald Tusk powołuje się na informacje od USA
- www.money.pl123 mld euro dla Polski pod znakiem zapytania. Rusza walka o budżet
- Donald Tusk
- Ministerpräsident von Polen
- António Costa
- Präsident des Europäischen Rates
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen