Museo Sorolla eröffnet am Donnerstag, 15. Oktober, den Erweiterungsbau in einer ehemaligen Volvo-Werkstatt in Madrid
Der 2.050 Quadratmeter große Erweiterungsbau in der Calle Zurbano 68 öffnet am Donnerstag, 15. Oktober, für Besucher, während das Sorolla-Haus selbst weiterhin saniert wird. Parallel dazu eröffnet eine Ausstellung über die Architektur des Gebäudes von 1905 bis 2026.
Eine ehemalige Autowerkstatt wird zum Eingang
Das Museo Sorolla eröffnet am Donnerstag, 15. Oktober, einen neuen Erweiterungsbau in der Calle Zurbano 68 im Madrider Stadtteil Chamberí. Das 2.050 Quadratmeter große Gebäude liegt unter sechs Stockwerken mit Wohnungen und war einst eine verlassene Volvo-Reparaturwerkstatt und Vertretung. Im Jahr 2009 kaufte das Kulturministerium ein Ladenlokal im ersten Stock für 5,4 Millionen Euro, zusammen mit einer Gewerbefläche im Erdgeschoss, und El Periódico berichtet, dass das Ministerium in jenem Jahr zwei angrenzende Lokale erwarb. Dienste, die unter provisorischen Bedingungen betrieben worden waren, werden in das neue Gebäude verlegt. Das Museum war zwei Jahre lang wegen Bauarbeiten geschlossen und kehrt nur teilweise für Besucher zurück, da das Sorolla-Haus am Paseo del General Martínez Campos noch saniert wird. ABC merkte an, dass Kulturminister Ernest Urtasun an der am 14. Oktober abgehaltenen Pressepräsentation nicht teilnahm.
Zwei Phasen und eine Investition von 13 Millionen Euro
ABC beschreibt die Eröffnung als erste von zwei Phasen eines Projekts, das das Büro Nieto Sobejano Arquitectos unter der Leitung von Fuensanta Nieto und Enrique Sobejano in einem Wettbewerb gewann, den das Ministerium 2016 ausgeschrieben hatte. El Periódico berichtet, dass Enrique Varela, Direktor des Sorolla-Museums, beschrieb, wie sich das Haus im Laufe der Zeit verändert hat.
Das Haus hat im 20. Jahrhundert verschiedene Umgestaltungen durchlaufen. Es hat sich immer an das angepasst, was das Museum brauchte.
Varela sagte außerdem, das Projekt ermögliche es dem Museum, Dienste, die unter prekären Bedingungen betrieben worden waren, in das Gebäude zu verlegen und historische Räume des Hauses für Besucher zurückzugewinnen. Die Gesamtinvestition beträgt 13.104.692 Euro und umfasst den Kauf der Räumlichkeiten, die Bauarbeiten und die Ausstattung. ABC beziffert die Bauarbeiten auf 6,7 Millionen Euro und die Ausstattung auf 933.410 Euro.
- Kauf der Räumlichkeiten (2009)
- 5.4 Millionen Euro
- Bauarbeiten
- 6.7 Millionen Euro
- Ausstattung
- 0.933 Millionen Euro
Eine Ausstellung, die das Haus seit 1905 nachzeichnet
Die Ausstellung „Tras la casa del artista. Arquitecturas del Museo Sorolla (1905-2026)“ folgt dem Gebäude chronologisch, beginnend im Jahr 1905, als Joaquín Sorolla das Grundstück kaufte und mit dem Architekten Enrique María Repullés sein Haus und Atelier zu planen begann. Zeichnungen, Pläne und Briefe zeigen, wie der Maler Entscheidungen traf, auch wenn er nicht in Madrid war und per Post Updates von Mitarbeitern erhielt. Der Rundgang folgt einem Atelierfenster von etwa vier mal drei Metern, dessen Öffnung Sorolla durchsetzte und das 1930 im Zuge einer von dem Architekten Flórez entworfenen Schließung zugemauert wurde. Der letzte Raum zeigt das Fenster anhand von Dokumenten und Bildern. Kuratorin Covadonga Blasco formulierte das Ziel der Schau unmissverständlich.
Wir wollen, dass die Besucher diesen Erweiterungsbau als Teil des Hauses zu sehen beginnen und nicht als etwas Fremdes.
- Sorolla erwirbt das Grundstück und beginnt mit der Planung von Haus und Atelier
- Atelierfenster zugemauert
- Museum gegründet
- Museum für die Öffentlichkeit geöffnet
- Kulturministerium kauft Räumlichkeiten in der Calle Zurbano
- Kulturministerium schreibt Wettbewerb für den Umbau aus
- Erweiterungsbau in der Calle Zurbano öffnet für die Öffentlichkeit
Warum das Haus seiner Rolle als Museum entwachsen ist
Sorolla entwarf das Haus zum Wohnen und Arbeiten, das Museum wurde 1931 gegründet und 1932 für die Öffentlichkeit geöffnet. Schlafzimmer wurden später zu Galerien und Büros, und die aufeinanderfolgenden Umbauten hoben nie die Grenzen eines Hauses auf, das zum Wohnen und nicht zum Empfang von Besuchern gebaut worden war. Sonderausstellungen wurden in ehemalige Familienzimmer gezwängt, die zu klein und unterteilt waren, und dem Museum fehlten eine Restaurierungswerkstatt und eine Laderampe, um Werke zu bewegen, ohne Besucher zu stören. Die Sammlungen waren über verschiedene Ecken verteilt, und einige Räume hatten keine angemessene Klimatisierung. Blasco betonte, dass in einem Museum dieser Art der Erhalt der Essenz und Authentizität des Hauses Vorrang haben sollte. Sie beschrieb Architektur zudem als etwas Lebendiges, das Veränderungen wie diesen Erweiterungsbau brauche.
Architektur wird als ein Organismus verstanden, der am Leben gehalten werden muss und diese Art von Erweiterung und Veränderung braucht.