
Palau nimmt ersten aus den USA abgeschobenen Migranten im Rahmen neuer Umsiedlungsvereinbarung auf
Ende Mai nahm Palau seinen ersten aus den Vereinigten Staaten abgeschobenen Migranten auf und setzte damit ein im Dezember geschlossenes Abkommen in Kraft, das die Umsiedlung von bis zu 75 Drittstaatsangehörigen auf den pazifischen Archipel vorsieht.
Erste Ankunft im Rahmen des Dezember-Abkommens
Palau hat Ende Mai seinen ersten aus den Vereinigten Staaten abgeschobenen Migranten aufgenommen, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten.
Wir haben Ende Mai unsere erste Person am Flughafen empfangen, zu ihrer vorübergehenden Unterkunft gebracht und ihr geholfen, ihr Telefon anzuschließen und sich einzuleben.
Die Ankunft markiert den ersten Schritt im Rahmen einer Absichtserklärung, die im Dezember letzten Jahres unterzeichnet wurde.
- USA und Palau kündigen Absichtserklärung für bis zu 75 Migranten an
- Erster abgeschobener Migrant trifft am Flughafen von Palau ein
Bedingungen der Vereinbarung
Das Abkommen erlaubt bis zu 75 Drittstaatsangehörigen aus den USA, auf dem pazifischen Archipel zu leben und zu arbeiten. Alle müssen frei von strafrechtlichen Anklagen oder Verurteilungen sein und werden Positionen bekleiden, die als „für den Staat nützlich“ beschrieben werden. Palau, die Heimat von rund 20.000 Einwohnern, die sich über Hunderte von Vulkaninseln verteilen, ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt.
Strategisches Bündnis mit Washington
Palau, das etwa 800 Kilometer östlich der Philippinen liegt, erlangte 1994 seine Unabhängigkeit, bleibt aber durch einen „Compact of Free Association“ an die Vereinigten Staaten gebunden. Diese Vereinbarung gewährt dem US-Militär Zugang zu seinem Territorium und sichert Palau im Gegenzug hunderte Millionen Dollar an Haushaltsunterstützung sowie eine US-Verteidigungsgarantie zu.
Eine breitere Abschiebestrategie
Die Umsiedlung ist Teil einer umfassenderen Initiative der Trump-Administration zur Abschiebung von Migranten ohne legalen Status und Asylsuchenden. US-Beamte haben auch vorgeschlagen, solche Personen in Länder wie Uganda, El Salvador und Ruanda zu schicken.


