
Griechische Polizei durchsucht Haus in Marathon nach Geständnis: Frau begrub Mutter im Garten, um Rente zu kassieren
Einsatzkräfte durchsuchten in Marathon den Hof eines Hauses in der Ithakis-Straße, nachdem eine Frau gestanden hatte, den Tod ihrer Mutter zehn Jahre lang verheimlicht zu haben, um staatliche Rentenzahlungen zu kassieren.
Durchsuchung in der Ithakis-Straße
Die Polizeibehörden im östlichen Attika leiteten am Donnerstag, dem 3. September 2026, eine Durchsuchung vor Ort in einem Einfamilienhaus in der Ithakis-Straße im Küstenbezirk Nea Makri und Marathon ein. Beamte riegelten das Wohngebiet am frühen Morgen ab, bevor schweres Baumaterial der örtlichen Gemeinde herangeschafft wurde. Städtische Einsatzkräfte gruben große Abschnitte des Vorder- und Hintergartens aus, um die Leiche einer älteren Frau zu finden, die Berichten zufolge vor einem Jahrzehnt auf dem Grundstück begraben wurde. Spezialisierte Suchteams durchkämmten den ausgehobenen Boden während der gesamten Aktion, ohne menschliche Überreste oder Knochenfragmente zu finden. Die Ermittler erklärten, dass die Auffindung intakter Überreste nach zehn Jahren erhebliche physische Herausforderungen mit sich bringt, die forensischen Untersuchungen des Grundstücks jedoch fortgesetzt werden.
Verschwinden und Sozialversicherungsprüfungen
Die Ermittlungen begannen nach formellen Vermisstenanzeigen, die bei den Polizeidienststellen Nea Makri und Marathon eingereicht wurden. Die Hauptanzeige wurde von der Enkelin der älteren Frau erstattet, die jahrelang in Frankreich gelebt hatte und nach Griechenland zurückgekehrt war, ohne ihre Großmutter zu finden. Anwohner reichten am 2. September 2026 ebenfalls Anzeigen bei der Polizei ein und erklärten, die Frau, die Mitte der 1920er Jahre geboren wurde, sei seit über einem Jahrzehnt nicht mehr in der Nachbarschaft gesehen worden. Die Nachbarn gaben an, sie hätten die Behörden alarmiert, nachdem sie ungewöhnliches Verhalten des Enkels der Frau in der Umgebung des Grundstücks beobachtet hatten. Nach den Anzeigen überprüften Beamte die staatlichen Aufzeichnungen des Nationalen Sozialversicherungsfonds (EFKA) und bestätigten, dass nie ein Todesfall gemeldet worden war, was zu ununterbrochenen monatlichen Rentenzahlungen über zehn aufeinanderfolgende Jahre führte.
Geständnis der rechtswidrigen Verheimlichung
Bei der Befragung durch die Ermittlungsbeamten gab die Tochter der vermissten Frau zu, dass ihre Mutter vor etwa zehn Jahren zu Hause gestorben sei. Die Tochter erklärte, sie habe sich entschieden, die Behörden nicht zu informieren oder eine formelle Beerdigung zu organisieren, weil die Rente das einzige Einkommen des Haushalts darstellte. Sie gab an, die verstorbene Mutter selbst im Hof begraben zu haben und die monatlichen Renteneinzahlungen weiterhin erhalten zu haben. Die Tochter lebte mit ihrem erwachsenen Sohn, der an dokumentierten psychiatrischen und psychischen Erkrankungen leidet, zusammen in dem Haus in der Ithakis-Straße. Die Polizei befragte beide Bewohner zur genauen Grabstelle auf dem Grundstück, um den Einsatz der städtischen Bagger zu leiten.
Nächste Schritte in der Strafverfolgung
Nach der ersten Vernehmung und der Durchsuchung des Gartens erstellten die Polizeibeamten eine formelle Anklage gegen die Tochter wegen Verheimlichung einer Leiche. Die vorläufige Anklage wurde der zuständigen Staatsanwaltschaft zur rechtlichen Prüfung vorgelegt. Die Staatsanwaltschaft ordnete an, keine sofortigen Festnahmen vorzunehmen, während weitere sachliche, forensische und finanzielle Beweise gesammelt werden. Die griechische Polizei sammelt weiterhin Aufzeichnungen der EFKA, um den vollen Umfang der über zehn Jahre hinweg unrechtmäßig bezogenen Rentenzahlungen zu dokumentieren. Die Ermittler planen, das vollständige Beweispaket den Justizbehörden vorzulegen, um über das weitere Strafverfahren und mögliche Anklagen wegen Betrugs zu entscheiden.
- Die ältere Frau stirbt zu Hause und wird von ihrer Tochter ohne staatliche Meldung im Garten begraben.
- Verwandte und Nachbarn reichen formelle Vermisstenanzeigen bei den örtlichen Polizeidienststellen ein.
- Polizei überprüft EFKA-Aufzeichnungen, erhält ein Geständnis und gräbt das Grundstück in der Ithakis-Straße aus.

