Baby tot in Villa der Großmutter in Ichtegem aufgefunden, Eltern vernommen – Ermittlungen wegen ungeklärten Todesfalls eingeleitet
Ein sechs Wochen alter Säugling wurde am Samstag tot im Haus seiner Großmutter in Ichtegem aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen eines ungeklärten Todesfalls eingeleitet; beide Elternteile wurden zur Vernehmung gebracht.
Entdeckung und Notfallreaktion
Kurz nach Mittag am Samstag, dem 25. Juli 2026, ging ein Notruf von einer Villa an der Keibergstraat in Ichtegem, Westflandern, ein. Der Anrufer, dessen Identität nicht bekannt gegeben wurde, meldete große Besorgnis um ein erst eineinhalb Monate altes Baby. Rettungskräfte eilten zu der Adresse, die Quellen zufolge das Haus der Großmutter des Säuglings ist. Als ein Arzt eintraf, gab es nichts mehr zu tun: Der Arzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen.
Polizeifahrzeuge blieben bis in den Nachmittag vor der Villa postiert, und die Staatsanwaltschaft Westflanderns wurde verständigt. Die Ermittlungen werden als „unklarer Todesfall“ (onduidelijk overlijden) geführt – eine Bezeichnung, die signalisiert, dass die Umstände nicht sofort ersichtlich sind und eine vollständige forensische Untersuchung erfordern.
Eltern zur Vernehmung gebracht
Beide Elternteile des verstorbenen Kindes wurden zu einer Vernehmung gebracht, wie Het Laatste Nieuws und andere belgische Medien berichten. Die Artikel nennen weder Alter noch Namen, und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung stand noch ein Polizeifahrzeug vor der Tür der Villa. Die Staatsanwaltschaft hat den Status der Eltern noch nicht näher charakterisiert und wiederholt lediglich, dass alle Ermittlungslinien offen seien.
Forensische Schritte und Arbeit vor Ort
Ein forensisches Labor und ein Rechtsmediziner wurden am Samstagnachmittag zur Keibergstraat entsandt, bestätigte die Staatsanwaltschaft. Ihre Aufgabe ist es, genau zu klären, wie das Baby ums Leben kam und ob Dritte beteiligt waren. Informationen zu Verletzungen, Toxikologie oder dem Zustand des Hauses wurden nicht bekannt gegeben.
Aussagen des Pressesprechers
Tobias Valcke, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Westflandern, gab eine kurze Stellungnahme gegenüber den Medien ab, die von mehreren Nachrichtenportalen zitiert wurde.
Alle Hinweise sind noch offen. Der Rechtsmediziner und das forensische Team sind zum Tatort gegangen.
Valcke bestätigte, dass der Behörde eine Meldung über den Tod eines sehr jungen Kindes vorliege, sagte jedoch, die Ermittlungen stünden noch zu früh, um weitere substanzielle Informationen preiszugeben. „In diesem Stadium der Ermittlungen werden wir keine weiteren Informationen zum Sachverhalt mitteilen“, sagte er. „Wir können lediglich darauf hinweisen, dass ein Rechtsmediziner und das forensische Team derzeit eine gründliche Untersuchung durchführen.“
Wie es weitergeht
Ein Zeitplan für die forensischen Ergebnisse wurde nicht genannt, und die Staatsanwaltschaft hat nicht angedeutet, ob die Vernehmung der Eltern verlängert wird. Solange der Fall als unklarer Todesfall behandelt wird, bleibt die Akte unter der direkten Aufsicht des Untersuchungsrichters. Eine Änderung der Einstufung (z. B. in ein Tötungsdelikt) würde zusätzliche rechtliche Schritte erfordern, die bisher nicht signalisiert wurden.
