
Monsunregen lösen Erdrutsche aus: 16 Tote in Rohingya-Lagern in Bangladesch, acht in Mädchenschule
Mindestens 16 Rohingya-Flüchtlinge sind bei Erdrutschen ums Leben gekommen, die durch heftige Monsunregen in den Lagern von Cox's Bazar in Bangladesch ausgelöst wurden. Zu den Toten gehören sieben Kinder und eine Lehrerin, die am Mittwoch von einem Erdrutsch verschüttet wurden, als eine islamische Mädchenschule einstürzte.
Tödliche Woche in Cox's Bazar
Seit Sonntag haben heftige Monsunregen mehrere Erdrutsche in den Rohingya-Flüchtlingslagern von Cox's Bazar in Bangladesch ausgelöst. Mindestens 16 Menschen sind nach Angaben der örtlichen Behörden ums Leben gekommen. Der schlimmste Vorfall ereignete sich am Mittwochnachmittag, als ein Erdrutsch ein islamisches Studienzentrum für Mädchen im Lager verschüttete.
Einsturz der Schule am Mittwoch
Ein Erdrutsch traf die Schule und verschüttete schätzungsweise zehn Schüler und eine Lehrerin. Rettungskräfte zogen 13 Menschen aus den Trümmern, von denen acht starben (vier am Unfallort und vier im Krankenhaus), sagte Mohammed Mizanur Rahman, der Kommissar für Flüchtlingshilfe und Rückführung. Fünf Kinder wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Panna Akhter, eine örtliche Bezirksbeamtin, sagte der BBC, dass einige Opfer erst sieben Jahre alt waren.
Rettungskräfte zogen 13 Menschen aus dem Schlamm, der ihre Schulhütte verschlungen hatte, von denen acht starben.
Einige von ihnen sind sieben, acht, elf oder zwölf Jahre alt.
Frühere Erdrutsche am Montag
Am Montag forderten weitere Erdrutsche das Leben von acht Flüchtlingen in denselben Lagern, bestätigten die Behörden. Diese Todesfälle erhöhen die Zahl der Toten seit Wochenbeginn auf mindestens 16. Die genaue Zahl der Verletzten bleibt unklar.
Größtes Flüchtlingslager der Welt
In Cox's Bazar leben über eine Million Rohingya, was es zum größten Flüchtlingslager der Welt macht. Die meisten flohen vor einem gewaltsamen Militäreinsatz in Myanmar. Die Lagerstrukturen, die oft auf abgeholzten Hügeln errichtet wurden, sind sehr anfällig für Monsun-Katastrophen.
- Erdrutsche töten acht Rohingya-Flüchtlinge in den Lagern.
- Ein Erdrutsch verschüttet eine islamische Mädchenschule; acht weitere sterben, darunter sieben Kinder und eine Lehrerin.
Reaktion und anhaltende Risiken
Die Such- und Rettungsarbeiten wurden am Mittwochabend fortgesetzt, teilten die Behörden mit. Die Monsunzeit in Bangladesch dauert von Juni bis Oktober und verursacht regelmäßig tödliche Erdrutsche und Überschwemmungen. Die Behörden haben noch keine Evakuierungsbefehle für die Lager erlassen.


