
Adif füllt 17-Meter-Erdloch in Barcelona nach Bahnarbeiten auf, Wasser teilweise wiederhergestellt; Zugverkehr weiter unterbrochen
Adif füllte den 17 Meter tiefen Hohlraum mit 365 m3 Beton und 1.930 m3 Mörtel und stellte dann das Wasser des Bewässerungskanals Rec Comtal teilweise wieder her. Der Zugverkehr auf den Linien R2, R2 Nord und R11 bleibt eingestellt, was die Fahrgäste zwingt, bei Hitzewelle zwischen den Bahnhöfen zu laufen.
Entstehung des Erdloches und Notfallreparaturen
Am Mittwoch, dem 22. Juli, öffnete sich ein 17 Meter tiefes und 19 Meter breites Erdloch in Vallbona, nahe Montcada i Reixac, während der Integration der Bahnstrecke Barcelona-Granollers. Laut Adif trat das Erdloch an einem Standort mit komplexer Geologie und hohem Grundwasserspiegel auf. Notfallteams arbeiteten rund um die Uhr und nutzten vier Betonwerke und 320 LKW-Fahrten, um 365 m3 Beton in die Basis und 1.930 m3 Mörtel zur Füllung des Hohlraums zu gießen. Mehr als 100 Arbeiter waren von Mittwoch bis Samstag direkt beteiligt. Bis Samstagmittag, dem 25. Juli, erklärte Adif die Verfüllung für abgeschlossen und meldete, dass Gelände und nahegelegene Häuser seit dem Einsturz keine Bewegungen oder Veränderungen zeigten. Die Infrastruktur wurde an Renfe übergeben, um vor der Wiederaufnahme des Betriebs Testfahrten durchzuführen.
- 17 Meter tiefes Erdloch öffnet sich während Bahnarbeiten in Vallbona
- Wasserfluss zum Rec Comtal durch provisorische Umleitung teilweise wiederhergestellt
- Adif schließt Verfüllung des Erdloches ab, übergibt an Renfe für Testfahrten
Unterbrechung des Wasserkanals und teilweise Wiederherstellung
Das Erdloch entzog auch dem Rec Comtal, einem historischen Wasserkanal, der von einem Grundwasserleiter unter dem Fluss Besós gespeist wird, einen Teil seines Wassers. Das Wasser floss in den Hohlraum, sodass Ingenieure den Fluss aus Sicherheitsgründen unterbrechen mussten. Durch das Austrocknen des Kanals starben Dutzende Fische, die Tierwelt wurde gestört und die Bewässerung der Parzellen von La Ponderosa, dem letzten großen landwirtschaftlichen Gebiet Barcelonas, wurde unterbrochen. Bis Samstagmorgen hatte Adif eine provisorische Umleitung installiert, die die Einsturzzone umgeht und das Wasser wieder fließen lässt. Das Unternehmen erklärte, dass der normale Durchfluss schrittweise wiederhergestellt werde. Dies sei eine prioritäre Maßnahme zum Schutz des Ökosystems und zur Wiederaufnahme der Bewässerung durch die Landwirte.
Fahrgäste müssen zwischen Bahnhöfen laufen
Seit dem Erdloch ist der Zugverkehr zwischen Montcada i Reixac und Sant Andreu eingestellt, was die Rodalies-Linien R2, R2 Nord und R11 betrifft. Renfe wies die Fahrgäste an, vom Bahnhof Montcada i Reixac zum Bahnhof Montcada i Reixac-Manresa zu laufen, um die Linie R4 in Richtung Barcelona zu nehmen – eine Strecke, die der Betreiber auf vier Minuten schätzt, in Wirklichkeit aber acht bis zehn Minuten dauert. Ein schmaler Unterführung unter den Gleisen hatte Mühe, die Menschenmassen zu bewältigen, insbesondere zu Stoßzeiten. Da es aufgrund von Bauarbeiten auf der Meridiana keinen Ersatzbusverkehr gab, drängten sich die Fahrgäste bei Hitzewelle auf den Bahnsteigen, einige konnten nicht einsteigen. Ein Fahrgast verlor die Fassung und wurde bei einem Ausbruch gefilmt.
Untersuchung und Sicherheitskontrollen
Adif hat eine interne technische Untersuchung der Ursache eingeleitet und die geologische und hydrogeologische Komplexität des Gebiets eingeräumt. Zuvor waren Überwachungen und Untersuchungen durchgeführt worden, aber das Unternehmen erklärte, es werde die Analysen vertiefen, um den Ursprung und notwendige Sicherheitsmaßnahmen zu ermitteln. Nach der Verfüllung wurden zusätzliche Tests auf dem Bahnsteig durchgeführt, darunter Sondierungen, seismische Untersuchungen und Bodenradarmessungen. Ein Kommunikationskanal mit dem Stadtrat von Barcelona wurde eingerichtet, um die Bewohner von Vallbona auf dem Laufenden zu halten.
