Sicherheit · Paris, New York und Cannes
Pariser Staatsanwältin identifiziert 26 Epstein-Opfer und nimmt neue Netzwerk-Rekrutierer ins Visier
Die Pariser Generalstaatsanwältin Laure Beccuau gab bekannt, dass die Ermittler im französischen Epstein-Verfahren 26 Opfer identifiziert haben, und nach dem Tod des Verdächtigen Daniel Siad sind neue Namen von Rekrutierern aufgetaucht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Der Tagesspiegel, Le Monde.fr, Mediapart und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Pariser Generalstaatsanwältin Laure Beccuau gab am 10. September 2026 bekannt, dass im französischen Ermittlungsverfahren 26 Opfer gezählt wurden, von denen 24 formell identifiziert sind.
Die französischen Behörden erhielten nach dem Tod des Model-Scouts Daniel Siad im Juli 2026 die Namen weiterer mutmaßlicher Rekrutierer.
Dreizehn der 26 identifizierten Opfer waren in früheren Fallakten zu Jean-Luc Brunel oder Gérald Marie nie aufgetaucht.
Das ehemalige Model Ebba Karlsson und Innocence en Danger verklagten im August 2026 den französischen Staat wegen grober Fahrlässigkeit aufgrund von Verzögerungen bei der Vernehmung Siads.
- Juli 2026Mutmaßlicher Rekrutierer Daniel Siad vor seiner Vernehmung tot in seinem Haus bei Paris aufgefunden
- August 2026Ebba Karlsson und Innocence en Danger verklagen französischen Staat wegen grober Fahrlässigkeit
- 10.09.Staatsanwältin Laure Beccuau gibt 26 Opfer und neue Hinweise auf Rekrutierer bei France Inter bekannt
Ausweitung der französischen Ermittlungen
Die französische Staatsanwaltschaft weitet ihre Ermittlungen zum Sexualhandelsnetzwerk des verstorbenen US-Finanziers Jeffrey Epstein aus, nachdem mehrere neue mutmaßliche Rekrutierer identifiziert wurden. In einem Interview bei France Inter am 10. September 2026 bestätigte die Pariser Generalstaatsanwältin Laure Beccuau, dass die Justiz aktiv neuen Spuren in mehreren in- und ausländischen Jurisdiktionen nachgeht. Die Vorermittlungen, die offiziell am 18. Februar 2026 wegen Menschenhandels aufgenommen wurden, nachdem Millionen von Dokumenten, bekannt als die Epstein-Akten, veröffentlicht wurden, untersuchen Vorfälle in Paris, New York, Cannes und Saint-Tropez. Die Ermittler prüfen mögliche Straftaten französischer Staatsangehöriger sowie im Ausland begangene Straftaten gegen Opfer.
„Für uns ist das Epstein-Netzwerk ein labyrinthartiges Netzwerk, und um es zu entwirren, muss nicht nur an einem einzigen Faden der Ariadne gezogen werden, sondern an Dutzenden und Aberdutzenden, und wir gedenken, keinen von ihnen zu vernachlässigen.“
Opferidentifizierung und ausstehende Aussagen
Die Pariser Staatsanwaltschaft hat insgesamt 26 Opfer gezählt, die mit dem französischen Netzwerk in Verbindung stehen. Von diesen Personen wurden 24 formell identifiziert, während acht Opfer noch keine formelle Aussage gemacht haben, unter anderem weil mehrere im Ausland leben. Beccuau erklärte, dass 13 der 26 Opfer in keiner früheren Strafakte aufgetaucht seien, auch nicht in früheren Verfahren gegen die Modelagenten Jean-Luc Brunel und Gérald Marie. Die Ermittler des Zentralbüros zur Bekämpfung des Menschenhandels (OCRTEH) führen weiterhin Befragungen durch, wobei jede Sitzung möglicherweise neue Spuren und Namen von Rekrutierern liefert.
- Insgesamt gezählte Opfer
- 26 Opfer
- Formell identifiziert
- 24 Opfer
- Nie zuvor erfasst
- 13 Opfer
- Noch zu befragende
- 8 Opfer
Daten aus dem Artikeltext
Todesfälle von Verdächtigen und rechtliche Konsequenzen
Die Ermittlungen gerieten nach dem Tod des Model-Scouts Daniel Siad in den Fokus, der im Juli 2026 tot in seiner Wohnung bei Paris aufgefunden wurde, bevor die Ermittler ihn vernehmen konnten. Siad hatte alle Vorwürfe in öffentlichen Stellungnahmen bestritten und über die Presse darum gebeten, seine Darstellung den Behörden vortragen zu dürfen. Nach seinem Tod reichte die ehemalige schwedische Model Ebba Karlsson, die zuvor im Jahr eine Vergewaltigungsanzeige gegen Siad eingereicht hatte, im August 2026 eine Klage gegen den französischen Staat wegen grober Fahrlässigkeit ein. Der Kinderrechtsverein Innocence en Danger schloss sich der rechtlichen Aktion im Namen möglicher Opfer an und verwies auf gerichtliche Verzögerungen bei der Befragung wichtiger Verdächtiger.
„Manche Taten liegen Jahrzehnte zurück. Die beteiligten Personen werden immer älter. Jede Verzögerung hat Konsequenzen.“
Zeitplan der gerichtlichen Verfahren
Der aktuelle Fall baut auf jahrelanger französischer rechtlicher Prüfung von Personen auf, die mit Epstein in Verbindung stehen, der 2008 in den Vereinigten Staaten wegen Anwerbung von Prostitution Minderjähriger verurteilt und 2019 erneut verhaftet wurde. Dokumente zeigen, dass der französische Modelagent Jean-Luc Brunel Epstein mit Siad bekannt machte. Brunel wurde 2020 unter formelle Untersuchung wegen Vergewaltigung Minderjähriger und sexueller Belästigung gestellt, bevor er 2022 in seiner Gefängniszelle starb. Parallel dazu wurden Ermittlungen gegen den früheren Elite-Agentur-Direktor Gérald Marie aufgrund von Verjährungsfristen eingestellt, was mehrere Frauen dazu veranlasste, nach der Veröffentlichung der Epstein-Akten neue Beschwerden einzureichen. Die Staatsanwälte bekräftigten, dass Siads Tod die Identifizierung anderer Netzwerkteilnehmer nicht stoppen werde.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Der Tagesspiegel"Ein wahres Labyrinth": Frankreichs Justiz hat weitere Epstein-"Anwerber" im Visier
- Le Monde.frAffaire Epstein : le parquet de Paris a identifié d'autres " potentiels rabatteurs " du criminel sexuel
- MediapartEpstein: le parquet de Paris affirme avoir dans son viseur de " potentiels rabatteurs "
- europa pressLa fiscal de París confirma la identificación de 26 víctimas de la...
- Laure Beccuau
- Pariser Generalstaatsanwältin, die die französischen Ermittlungen zum Epstein-Netzwerk leitet
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- Verstorbener Model-Rekrutierer, der verdächtigt wurde, Opfer für Jeffrey Epstein beschafft zu haben
- Jeffrey Epstein
- Verstorbener US-Finanzier und verurteilter Sexualstraftäter
- Jean-Luc Brunel
- Verstorbener französischer Modelagent, der wegen Menschenhandels und Vergewaltigung Minderjähriger ermittelt wurde
- Gérald Marie
- Ehemaliger Direktor der Elite-Modelagentur Paris, der von Beschwerden wegen sexueller Übergriffe betroffen war
- Orte
- Paris, New York City
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