Film & Medien · Seoul

Angehörige der Itaewon-Katastrophe fordern, dass Call of Duty echte Nachrichtenaufnahmen aus dem Spiel entfernt

Angehörige der bei der Massenpanik von Itaewon 2022 Getöteten wollen echte Nachrichtenclips aus dem Vorspann von Modern Warfare 4 entfernt wissen – am vierten Jahrestag der Katastrophe.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von vrtnws.be, Le Soir, NOS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Seoul · Südkorea
Wie es dazu kam
  1. Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 2022Massenpanik in Itaewon tötet 158 Menschen
  2. 28.10.Hinterbliebene und zivilgesellschaftliche Gruppen veröffentlichen gemeinsame Erklärung und fordern die Entfernung der Aufnahmen
  3. 29.10.Vierter Jahrestag der Massenpanik von Itaewon

Die Aufnahmen im Spiel

Angehörige der Menschen, die 2022 bei der Massenpanik von Itaewon in Seoul getötet wurden, fordern den Publisher von Call of Duty: Modern Warfare 4 auf, echte Nachrichtenaufnahmen der Katastrophe aus dem Spiel zu entfernen. Die Clips dauern nur wenige Sekunden und laufen in der Eröffnungssequenz, wo sie als zivile Opfer einer fiktiven nordkoreanischen Invasion Südkoreas präsentiert werden. Ein Clip zeigt eine Person, die jemandem auf der Straße eine Herzdruckmassage gibt, ein weiterer zeigt auf dem Asphalt aufgereihte Leichen, ein dritter einen auf einer Trage weggetragenen Menschen. VRT NWS verglich die Bilder mit dem Originalmaterial und bestätigte, dass es sich um echte Nachrichtenvideos handelt, die weiterhin auf Seiten wie Getty Images abrufbar sind. Spielerinnen und Spieler in Südkorea erkannten die Clips, und koreanische Sender haben sie mit Aufnahmen aus jener Nacht verglichen.

Angehörige fordern Entfernung

Am 28. Oktober veröffentlichten der Rat der Hinterbliebenen und ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Gruppen eine gemeinsame Erklärung, in der sie die Löschung der Aufnahmen verlangen. Die Gruppen schrieben, sie seien entsetzt darüber, dass Szenen von Rettungsbemühungen und Chaos unverändert wiederverwendet worden seien. Viele Menschen, die an der Rettung beteiligt waren oder die Massenpanik miterlebten, litten bis heute unter Traumata. In der Erklärung heißt es zudem, im Zusammenhang mit der Prämisse des Spiels verbreiteten sich online hasserfüllte Kommentare über die Opfer. Ein Sprecher eines Ausschusses, der die Familien vertritt, sagte gegenüber AFP, die Verwendung zeige einen völligen Mangel an Feingefühl für den Schmerz der Hinterbliebenen, der Opfer und der Bürger. Hinterbliebene, die aus dem Ausland angereist sind, halten sich zum Gedenken in Südkorea auf; der Ausschuss will die Angelegenheit förmlich zur Sprache bringen, sobald er ihre Unterschriften gesammelt hat.

Reaktion des Publishers

Activision, der Publisher des Spiels, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Yonhap, einige echte Nachrichtenaufnahmen in der Eröffnungssequenz seien verwendet worden, um die fiktive Geschichte zu vermitteln. Das Unternehmen ergänzte:

„Es war absolut nicht unsere Absicht, tatsächliche tragische Ereignisse, einschließlich der Itaewon-Tragödie, zu erwähnen oder zu verharmlosen.“

Activision

Nach den jüngsten Berichten hatte Activision auf die Aufforderung, die Aufnahmen zu entfernen, nicht geantwortet. Die Korean Game Users Association hat eine Entschuldigung des Unternehmens und den Austausch der Clips gefordert. Das Spiel folgt einem südkoreanischen Marineinfanteristen, der eine nordkoreanische Invasion durch wiedererkennbare Straßen Koreas bekämpft.

Die Massenpanik von 2022 und der Jahrestag

Die Massenpanik ereignete sich in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 2022 in einer engen Gasse in Itaewon, dem Ausgehviertel von Seoul. Mehr als 100.000 Menschen waren für die Halloween-Feierlichkeiten in das Viertel gekommen, und die Stimmung kippte im Laufe der Nacht. Die Zahl der Toten liegt bei 158, zwei weitere Todesfälle wurden später von den Behörden mit der Katastrophe in Verbindung gebracht. Viele Feiernde hatten sich darauf gefreut, nach Itaewon zurückzukehren, ohne die Pandemiebeschränkungen der beiden Vorjahre. Der 29. Oktober 2026 markiert den vierten Jahrestag der Massenpanik.

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