Kunst & Bücher · Stratford-upon-Avon

Middlemarch der RSC in Stratford: starke Besetzung und Inszenierung, doch Eliot auf der Bühne spaltet die Kritik

Am 29. Oktober 2026 veröffentlichte Kritiken loben Besetzung und schlanke Inszenierung der zweiteiligen Middlemarch-Fassung der RSC, sind sich jedoch uneins darüber, ob die Romanautorin als Figur auftreten sollte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Guardian, The Independent, The Telegraph und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Stratford-upon-Avon · Vereinigtes Königreich

Zwei Teile im Swan Theatre

Die Royal Shakespeare Company bringt eine zweiteilige Bühnenfassung von George Eliots Roman Middlemarch im Swan Theatre in Stratford-upon-Avon auf die Bühne, die Kritiken zu der Produktion wurden am 29. Oktober 2026 veröffentlicht. Der Guardian gibt die Gesamtspielzeit mit fast sechs Stunden inklusive Pausen an, während die Financial Times von zwei Stücken von jeweils etwa drei Stunden spricht. Jeremy Herrin führt Regie, und Independent und Financial Times schreiben Nina Raine die Bühnenfassung zu. Der Independent datiert den Roman auf 1871, und die Rezensenten beziffern seinen Umfang mit 800 bis etwa 900 Seiten. Die Handlung erstreckt sich über rund drei Jahre in einer fiktiven Stadt in den Midlands und folgt zahlreichen miteinander verwobenen Handlungssträngen.

Eine schlanke Inszenierung, die die Handlung verdichtet

Grace Smarts Bühnenbild nutzt laut Guardian eine gewölbte Decke und ein rückwärtiges Fenster mit kirchlichen Anklängen, und Kerzen beleuchten weite Teile der Bühne. Der Independent nennt die Produktion schlank und sauber und findet, dass sie gut zum Swan Theatre passt, räumt aber ein, dass im verdichteten Text zwangsläufig Dinge fehlen. Die Financial Times schreibt, Raine und Herrin dringen mit Können und Ökonomie durch den gewaltigen Roman und formen Handlungsstränge zur Klarheit um. Der Guardian findet, dass der Auftakt die Charakterstudie gegen Handlung und Tempo eintauscht und wenig Raum für philosophische Reflexion lässt, bevor die nächste Szene beginnt. Er ergänzt jedoch, die Aufführung treffe die Höhepunkte eines gefälligen Kostümdramas und besitze eine zurückhaltende visuelle Schönheit, die zur Stadt passe.

Darsteller und Besetzung

Nia Towle spielt Dorothea, und sowohl Guardian als auch Financial Times heben die Leistung hervor. Die Financial Times schreibt, Towle zeige Dorotheas Schwächen und lasse das Publikum sie dennoch ins Herz schließen. Ian Drysdale spielt Casaubon, den die Financial Times als ausgedörrt und wunderbar hartherzig beschreibt. Der Guardian nennt Gunnar Cauthery als Sir James Chettam, eine Rolle, die er als konturlos bezeichnet, während die Financial Times Cauthery als Reverend Farebrother führt. Rory Alexander spielt Will Ladislaw, Andrew Richardson spielt Tertius Lydgate und Emma McDonald spielt Rosamond Vincy, alles laut Financial Times. Der Telegraph beschreibt ein energiegeladenes Ensemble mit viel Ausdauer und Starqualität, während der Guardian findet, dass auch Celia, gespielt von Lizzie Annis, unterentwickelt bleibt.

George Eliot als Figur

Amanda Root spielt Eliot selbst, die zu Beginn die Kerze entzündet und sich dann als Kommentatorin und Vertraute unter den Figuren bewegt. Der Independent schreibt, Root trage eine zeitgenössische Seidenbluse, die sie von den korsettierten Frauen abhebe und sie mit der Gegenwart verbinde. Derselbe Rezensent merkt an, dass Root zudem die komische Mrs Cadwallader spielt. Die Financial Times beschreibt Eliot als am Rand der von ihr geschaffenen Welt schwebend, Begegnungen einfädelnd und über ihre Figuren wachend. Der Telegraph argumentiert, dieses Autor-als-Erzähler-Konstrukt sei der fatale Fehler der Produktion, weil es den Figuren selbst Vitalität entziehe.

Wo die Urteile auseinandergehen

Die vier Kritiken stimmen darin überein, dass die Besetzung stark und die Inszenierung sauber und dem Swan Theatre angemessen ist. Sie scheiden sich an der Frage, ob das Eliot-Konstrukt das Drama bereichert oder schwächt. Die Financial Times sieht darin einen Weg, den trockenen Witz und die klugen Zwischenbemerkungen der Autorin zu bewahren, und eine Feier ihres Genies. Die Hauptkritik des Guardian gilt der dünnen Reaktion auf den Auftakt, und der Independent nennt das Ergebnis stark, trotz allem, was die Fassung verliert.

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