Wahlen · Huntington Woods und Bhatkal
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan – Demokraten streiten über Israel-Hilfen
Der Demokrat Abdul El-Sayed hat den Republikaner Mike Rogers in Michigan besiegt. Sein Sieg hat die US-Militärhilfe für Israel ins Zentrum der demokratischen Agenda gerückt. Im kommenden Jahr soll er als erster muslimischer Senator vereidigt werden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Independent, The Guardian, Al Jazeera Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Abdul El-Sayed besiegte den Republikaner Mike Rogers; die Ergebnisse aus Wayne County besiegelten den Sieg am Dienstag, 3. November. Er wird der erste Muslim sein, der in den US-Senat gewählt wurde, und soll sein Amt im kommenden Jahr antreten.
Am Dienstag, 3. November, sagte Trump bei Fox & Friends, die USA würden ihre Hilfen für Israel kürzen; der Plan sei mit Benjamin Netanyahu abgestimmt worden. The Independent berichtete von einer Kürzung um 4 Milliarden Dollar bis Ende des Jahres.
Im Juli unterstützte eine Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus einen Stopp von rund 3,3 Milliarden Dollar Militärhilfe für Israel, der Vorschlag scheiterte jedoch. Darializa Avila Chevalier fordert ein sofortiges Waffenembargo, und Hakeem Jeffries steht unter Druck der Progressiven.
Laut einer Auswertung von POLITICO auf Bezirksebene kam El-Sayed in Huntington Woods auf 65,3 Prozent gegenüber 80 Prozent für Jocelyn Benson und lag in West Bloomfield 8,8 Punkte hinter Benson.
- Juli 2026Eine Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus unterstützt einen Stopp von rund 3,3 Milliarden Dollar Militärhilfe für Israel, der Vorschlag scheitert jedoch
- 3.11.Der Sieg El-Sayeds wird durch die Ergebnisse aus Wayne County besiegelt, und Trump kündigt eine Kürzung der Hilfen für Israel an
- 5.11.El-Sayed sagt bei Morning Joe von MS NOW, er würde bei der Kürzung der Hilfen gerne mit Trump zusammenarbeiten
- Januar 2027El-Sayed und seine progressiven Kollegen wollen voraussichtlich Beschränkungen der Hilfen für Israel vorschlagen
Das Ergebnis in Michigan
Der Demokrat Abdul El-Sayed, Arzt und früherer Gesundheitsdirektor von Detroit, hat den Republikaner Mike Rogers im Rennen um den Senatssitz in Michigan besiegt. Die Ergebnisse aus Wayne County besiegelten den Sieg am Dienstag, 3. November. Er wird der erste Muslim sein, der jemals in den Senat der Vereinigten Staaten gewählt wurde, und soll sein Amt im kommenden Jahr antreten. In Bhatkal im Bundesstaat Karnataka, wo Verwandte seiner Frau Sarah Jukaku leben, feierte die Familie das Ergebnis; einer von ihnen nannte es einen zutiefst persönlichen Triumph.
Das Rennen war teuer. Nach Angaben von OpenSecrets, einer überparteilichen Organisation zur Beobachtung von Geld in der Politik, wurden mehr als 150 Mio. Dollar gegen El-Sayed aufgewendet, ein Großteil davon von israelfreundlichen Gruppen, darunter Aipac. El-Sayed trat mit den Forderungen nach Medicare für alle und nach weniger Geld in der Politik an und kritisierte die Höhe der Ausgaben in diesem Rennen als Versuch, Einfluss zu kaufen.
Trump kürzt Hilfen für Israel
Am Dienstag, 3. November, kündigte Präsident Donald Trump bei Fox & Friends an, die Vereinigten Staaten würden ihre Hilfen für Israel kürzen, da Israel das Geld nicht mehr brauche. Er sagte, die Entscheidung sei gemeinsam mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu getroffen worden. The Independent berichtete, Trump habe erwogen, bis Ende des Jahres 4 Milliarden Dollar an Hilfen für Israel zu streichen. Laut de Volkskrant erhält Israel jährlich amerikanische Waffen im Wert von 3,8 Milliarden Dollar, Geld, das es nicht zurückzahlen muss.
„Israel ist unsere Nummer eins. Wir geben ihnen mehr als allen anderen, und sie brauchen es nicht mehr.“
El-Sayed unterstützte die Idee. Am Donnerstag, 5. November, sagte er den Moderatoren von Morning Joe bei MS NOW, er würde bei diesem Thema gerne mit Trump zusammenarbeiten. Er sagte außerdem, die USA sollten nicht weiterhin Waffen an ein Land verkaufen, das sie einsetze, um schreckliche Dinge zu tun. El-Sayed bezeichnet den Krieg in Gaza als Völkermord, ein Vorwurf, den Israel entschieden zurückweist.
Demokraten streiten über Waffenverkäufe
Nach seinem Sieg kritisierte El-Sayed die US-Waffenverkäufe an Israel scharf und sagte, palästinensische Kinder sollten aufwachsen können, ohne mit amerikanischem Steuergeld getötet zu werden. Die neu gewählte Demokratin Darializa Avila Chevalier aus New York will sofort ein Waffenembargo gegen Israel verhängen. Auch der langjährige Demokrat Ro Khanna sagte, er wolle sich für ein Ende der Hilfen an Israel einsetzen. Laut de Volkskrant hat auch Vizepräsident JD Vance die Unterstützung zunehmend infrage gestellt.
Der Druck ist gewachsen. Im Juli unterstützte eine Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus einen Vorschlag, rund 3,3 Milliarden Dollar an Militärhilfe für Israel zu stoppen – das erste Mal, dass so viele Demokraten für einen solchen Stopp stimmten. Die Maßnahme scheiterte, weil die übrigen Demokraten und die Republikaner sie nicht unterstützten. El-Sayed und seine progressiven Kollegen dürften nach ihrem Amtsantritt im Januar Beschränkungen der Hilfen vorschlagen. Hakeem Jeffries, der demokratische Fraktionschef im Repräsentantenhaus, der voraussichtlich Sprecher werden soll, erhielt durch ihre Siegesreden eine deutliche Warnung.
Jüdische Wähler und die Israel-Debatte
Eine Auswertung von POLITICO auf Ebene der Wahlbezirke ergab, dass El-Sayed in Gebieten mit mehr jüdischen Wählern deutlich hinter anderen Demokraten in Michigan zurückblieb. Landesweit kam er auf 52,5 Prozent gegenüber 54,5 Prozent für die designierte demokratische Gouverneurin Jocelyn Benson. In Huntington Woods, einem Vorort von Detroit, der zu etwa zwei Dritteln jüdisch ist, erreichte er 65,3 Prozent gegenüber 80 Prozent für Benson. In West Bloomfield, dem Ort eines Angriffs auf eine Synagoge im März, lag er 8,8 Punkte hinter Benson.
- El-Sayed, landesweit
- 52.5 %
- Benson, landesweit
- 54.5 %
- El-Sayed, Huntington Woods
- 65.3 %
- Benson, Huntington Woods
- 80 %
Daten aus dem Artikeltext
El-Sayed sah sich Gegenwind von einigen jüdischen Demokraten ausgesetzt – wegen seiner Forderungen nach einem Ende der US-Militärhilfe für Israel und wegen Äußerungen nach dem Angriff auf die Synagoge, wonach verletzte Menschen verletzte Menschen verletzten, wofür er sich später entschuldigte. In einem Interview räumte er ein, Israel sei ein Streitpunkt, sagte aber, er werde seine Position nicht ändern.
„Wir müssen zwischen dem Judentum und dem jüdischen Volk einerseits und Israel und seinen Handlungen andererseits unterscheiden. Wir müssen“
Er beschrieb diese Unterscheidung als Grundlage für eine Zukunft, in der palästinensische und jüdisch-israelische Kinder ohne Gewalt aufwachsen können, und fragte, wie das erreicht werden könne.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The IndependentIndische Schwiegereltern von Abdul El-Sayed feiern historischen Sieg bei den US-ZwischenwahlenAbdul El-Sayed's Indian in-laws celebrates historic US midterms win · Original auf Englisch
- The GuardianIn der Demokratischen Partei droht ein Machtkampf über die Unterstützung für IsraelThere is a showdown looming in the Democratic party over support for Israel | Moustafa Bayoumi · Original auf Englisch
- Al Jazeera OnlineAbdul El-Sayed musste nicht weniger muslimisch werden, um zu gewinnenAbdul El-Sayed did not have to become less Muslim to win · Original auf Englisch
- de VolkskrantGroße US-Waffenunterstützung für Israel nach Demokraten-Sieg plötzlich ungewissForse wapensteun VS aan Israël plotseling onzeker na zege Democraten · Original auf Niederländisch
- Abdul El-Sayed
- Demokrat, der das Rennen um den Senatssitz in Michigan gewann und der erste muslimische US-Senator sein wird
- Mike Rogers
- Republikaner, der das Rennen um den Senatssitz in Michigan gegen El-Sayed verlor
- Donald Trump
- US-Präsident, der die Kürzung der Hilfen für Israel ankündigte
- Benjamin Netanyahu
- Israelischer Ministerpräsident, mit dem Trump nach eigenen Angaben die Entscheidung über die Hilfen traf
- Jocelyn Benson
- Designierte demokratische Gouverneurin von Michigan, die in Bezirken mit mehr jüdischen Wählern besser abschnitt als El-Sayed
- Hakeem Jeffries
- Demokratischer Fraktionschef im Repräsentantenhaus, der voraussichtlich Sprecher wird und durch die Siegesreden der Progressiven gewarnt wurde
- JD Vance
- US-Vizepräsident, der die Militärhilfe für Israel zunehmend infrage stellt
- Darializa Avila Chevalier
- Neu gewählte Kongressabgeordnete aus New York, die ein Waffenembargo gegen Israel fordert
- Ro Khanna
- Demokratischer Kongressabgeordneter, der sich für ein Ende der Hilfen an Israel einsetzen will
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen