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Gesundheit & Bildung·vor 6 Tagen

Ebola-Entwarnung in Italien: Tests bestätigen bei zwei Helfern aus Uganda Shigellen-Infektion, nicht Bundibugyo-Virus

Zwei italienische Helfer, die mit Fieber und Magen-Darm-Symptomen aus Uganda zurückgekehrt waren, wurden negativ auf das Ebola-Virus getestet. Die Behörden bestätigten stattdessen eine bakterielle Shigellen-Infektion.

Der erste Alarm

Zwei italienische Helfer, ein 31-jähriger Mann aus Bulgarograsso und eine 33-jährige Frau aus Lurate Caccivio in der Provinz Como, wurden am 25. Mai 2026 im Sacco-Krankenhaus in Mailand stationär aufgenommen, nachdem sie von einem dreimonatigen Aufenthalt in Uganda zurückgekehrt waren. Sie zeigten hohes Fieber, Erbrechen, Durchfall und andere Symptome, die mit einem hämorrhagischen Fieber vereinbar sind, was das nationale Ebola-Protokoll Italiens auslöste. Das Krankenhaus, das mit der höchsten Biocontainment-Stufe für hochansteckende Infektionskrankheiten ausgestattet ist, isolierte die Patienten sofort und begann mit Tests.

Testergebnisse und Diagnose

Virologische Tests im Referenzlabor des Sacco-Krankenhauses fielen negativ auf das Ebola-Virus aus, insbesondere auf die derzeit in der Demokratischen Republik Kongo zirkulierende Bundibugyo-Variante. Die Patienten wurden auch negativ auf Malaria und die wichtigsten überwachten Atemwegsviren getestet. Der Gesundheitsrat der Lombardei, Guido Bertolaso, bestätigte, dass beide Personen positiv auf Shigellen getestet wurden, ein häufiges Bakterium, das Magen-Darm-Infektionen verursacht, und dass weitere mikrobiologische und kulturelle Tests im Gange seien.

Die im Referenzlabor des Sacco-Krankenhauses in Mailand durchgeführten virologischen Tests haben ein negatives Ergebnis erbracht.

Der breitere epidemische Kontext

Der Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus, für den es keinen zugelassenen Impfstoff oder keine spezifische Behandlung gibt, hat eine Fallsterblichkeitsrate zwischen 30 % und 50 %. Der aktuelle Ausbruch wurde am 15. Mai 2026 in der Provinz Ituri im Nordosten der DRK erklärt. Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, bezeichnete die Epidemie als „extrem ernst und schwierig“ und stellte fest, dass sie sich schnell ausbreite. Die WHO stufte das Risiko in der DRK am 23. Mai von hoch auf sehr hoch ein, während das globale Risiko niedrig blieb. Tedros erklärte am 17. Mai eine gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite und plante, am 26. Mai gemeinsam mit Chikwe Ihekweazu, dem Exekutivdirektor des WHO-Programms für Gesundheitsnotlagen, die DRK zu besuchen.

Wir stehen vor einer extrem ernsten und schwierigen Epidemie. Sie breitet sich schnell aus.

Reaktion und Vorsichtsmaßnahmen

Insgesamt sieben Personen, darunter andere Mitglieder der Hilfsgruppe und Familienkontakte, wurden unter treuhänderische häusliche Isolation gestellt und werden von den Gesundheitsbehörden überwacht. Das italienische Gesundheitsministerium betonte, dass das Ebola-Risiko in Italien „weiterhin sehr gering“ sei und dass das nationale System zur Vorbereitung und Reaktion auf infektiöse Notfälle voll funktionsfähig sei. Auch auf europäischer Ebene wird die Koordination verstärkt: Die Präventionsabteilung des Ministeriums nahm am 24. Mai an einer Sitzung des Ausschusses für Gesundheitssicherheit der Europäischen Kommission teil.

Kontroverse um Medienalarm

Bertolaso kritisierte die Bürgermeisterin von Lurate Caccivio, Serena Arrighi, für Äußerungen, die vor Bekanntgabe der Testergebnisse gemacht wurden, und argumentierte, dass bei Einhaltung korrekter Verfahren und Zeitpläne ein Medienalarm, der erhebliche Ressourcen und operative Aktivitäten erforderte, hätte vermieden werden können. Fabrizio Pregliasco, Direktor der Fachschule für Hygiene und Präventivmedizin der Universität Mailand, kommentierte, dass in einer globalisierten Welt Viren schneller reisen als Menschen, aber dass Italiens Präventionsmaschinerie bewiesen habe, dass sie funktioniere.

Wer von Nullrisiko spricht, erzählt Märchen. In einer globalen Welt reisen Viren schneller mit dem Flugzeug als Menschen. Den Unterschied machen die Gesundheitssysteme: Früherkennung, Isolation und ernsthafte Protokolle.

Zeitleiste des Ebola-Ausbruchs und des Italien-Alarms
  1. Ebola-Ausbruch in der Provinz Ituri, Nordosten der DRK (Bundibugyo-Stamm) erklärt
  2. WHO-Generaldirektor erklärt gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite
  3. WHO stuft Risiko in der DRK von hoch auf sehr hoch ein
  4. Zwei neue Fälle in Uganda bestätigt, insgesamt sieben; italienische Präventionsabteilung nimmt an Sitzung des EU-Gesundheitssicherheitsausschusses teil
  5. Zwei italienische Helfer mit Ebola-ähnlichen Symptomen in Mailand hospitalisiert; Tests bestätigen später Shigellen-Infektion
  6. WHO-Generaldirektor Tedros reist mit WHO-Exekutivdirektor für Notlagen in die DRK
Mailand · Kinshasa · Kampala · Como

8 Quellen

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