
Mindestens 11 Tote, darunter Kinder, bei Brand in Waisenhaus bei Algier während Hitzewelle
Ein Feuer in einem Kinderheim in Mohammadia, Algier, hat am frühen Donnerstag mindestens 11 Menschen getötet und 19 verletzt. Die Ursache ist unbekannt, aber Algerien kämpft mit einer schweren Hitzewelle und Hunderten von Waldbränden.
Das Feuer
In den frühen Morgenstunden des Donnerstag, 16. Juli 2026, brach ein Feuer in der Stiftung für betreute Kindheit (Foundation for Assisted Childhood) aus, einem Waisenhaus im Vorort Mohammadia von Algier. Die Rettungskräfte wurden gegen 3:30 Uhr Ortszeit alarmiert, wie Behörden mitteilten. Die Zivilschutzeinheiten trafen ein und fanden das Gebäude in Flammen vor; die Löscharbeiten waren noch Stunden später im Gange. An den weißen Wänden um die Fenster waren schwarze Rauchspuren sichtbar, wie Ouest France berichtete. Die Einrichtung beherbergte Kinder und auch Menschen mit Behinderungen.
Die Zivilschutzeinheiten setzen die Löscharbeiten an dem Brand fort, der in der Stiftung für betreute Kindheit in der Gemeinde Mohammadia ausgebrochen ist.
Die Ursache des Feuers wurde von den Behörden nicht bekannt gegeben. Das Waisenhaus, bekannt als Établissement de l'enfance assistée, liegt am Rande der Hauptstadt.
- Brand gegen 3:30 Uhr in der Stiftung für betreute Kindheit in Mohammadia, Algier, gemeldet.
- Zivilschutz gibt vorläufige Bilanz von 11 Toten und 19 Verletzten bekannt; Feuer wird noch gelöscht.
- Präsident Tebboune und die italienische Premierministerin Meloni sprechen über soziale Medien ihr Beileid aus.
- Premierminister Sifi Ghrieb besucht Verletzte im Krankenhaus für Verbrennungen in Zeralda und im Mustapha-Bacha-Krankenhaus.
Opfer und Rettung
Mindestens 11 Menschen starben und 19 weitere wurden verletzt, wie eine vorläufige Bilanz des Zivilschutzes ergab. Unter den Toten waren mehrere Kinder, obwohl die Behörden das Alter der Opfer nicht näher bezeichneten. Zehn der Verletzten erlitten Verbrennungen unterschiedlichen Grades, und Rettungsteams evakuierten fünf Menschen mit Behinderungen aus dem Gebäude, teilte die Zivilschutzbehörde mit.
Die Verletzten wurden in Krankenhäuser der Hauptstadt gebracht. Premierminister Sifi Ghrieb besuchte die Verwundeten im Krankenhaus für Verbrennungen in Zeralda und später im Mustapha-Bacha-Krankenhaus in Algier, wie das nationale Fernsehen berichtete.
Hitzewelle und Waldbrandkontext
Algerien steckt seit Tagen in einer intensiven Hitzewelle. Die Direktion für Zivilschutz berichtete, dass ihre Einheiten seit dem 8. Juli 913 Brände im ganzen Land unter Kontrolle gebracht hätten. Allein am 15. Juli wurden mehr als 130 Brandausbrüche registriert, wie Behörden unter Berufung auf France 24 mitteilten. Die staatliche Nachrichtenagentur APS erklärte, dass die Zivilschutzeinheiten seit dem 8. Juli landesweit über 900 Brände bekämpft hätten. Die trockenen Bedingungen und hohen Temperaturen haben ein hohes Risiko für Waldbrände geschaffen, obwohl kein direkter Zusammenhang mit dem Waisenhausbrand bestätigt wurde.
Reaktionen
Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune sprach in einer Social-Media-Nachricht sein Beileid aus und sagte, er habe vom "Tod von Kindern und Verletzungen anderer nach einem Brand in einem Kinderheim" erfahren.
Ich habe vom Tod von Kindern und den Verletzungen anderer nach einem Brand in einem Kinderheim erfahren.
Auch die italienische Premierministerin Giorgia Meloni drückte ihr Mitgefühl aus. "Im Namen von mir und der italienischen Regierung spreche ich den Opfern des tragischen Brandes, der ein Waisenhaus am Rande Algiers heimgesucht hat, mein tiefstes Beileid aus", schrieb sie auf X. "Unsere Anteilnahme gilt den Familien der Opfer, den Verletzten und allen, die Stunden der Angst durchleben." Sie fügte hinzu, dass Italien in Solidarität mit dem algerischen Volk und Präsident Tebboune stehe.


