
Andrzej Duda spricht auf Jerusalemer NatCon-Konferenz über das Vermächtnis des 7. Oktober und Souveränität
Der ehemalige polnische Präsident Andrzej Duda wird auf der Konferenz des National Conservatism in Jerusalem sprechen und sich dabei auf nationale Souveränität und die Drei-Meere-Initiative konzentrieren.
Rede in Jerusalem
Der ehemalige polnische Präsident Andrzej Duda wird an der in Jerusalem stattfindenden Konferenz des National Conservatism teilnehmen, die von Dienstag bis Donnerstag läuft. Duda soll am Mittwoch in einem Plenarpodium mit dem Titel „The Meaning of October 7“ sprechen, der sich auf die Hamas-Angriffe von 2023 im Süden Israels bezieht, bei denen 1.200 Menschen getötet wurden. Im Gazastreifen haben israelische Vergeltungsschläge bislang mehr als 74.200 palästinensische Todesopfer gefordert. Dudas Rede wird sich auf die Rolle unabhängiger Nationalstaaten und regionaler Partnerschaften in Mittel- und Osteuropa konzentrieren. Małgorzata Paprocka, Leiterin des Büros des ehemaligen Präsidenten, fasste das Kernthema vor dem Treffen zusammen.
Der Wert des souveränen Nationalstaats und der Drei Meere als Forum für die Zusammenarbeit solcher Staaten in Europa.
Bilaterales Treffen und institutionelle Verbindungen
Vor seinem Auftritt auf der Konferenz führte Duda am Dienstag in Jerusalem ein bilaterales Treffen mit dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog. Der ehemalige polnische Staatschef reist gemeinsam mit der Führung der Heritage Foundation, eines konservativen amerikanischen Think Tanks aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump. Duda war im Januar 2026 als Distinguished Visiting Fellow in die in Washington ansässige Organisation eingetreten. Sein Auftritt auf der Konferenz folgt auf wachsende Verbindungen zwischen politischen Akteuren aus Mitteleuropa und amerikanischen konservativen Institutionen. Die Jerusalemer Konferenz dient als Plattform, die transatlantische Think Tanks mit israelischen Politikern verbindet.
- Die Edmund Burke Foundation wird von dem israelischen Philosophen Yoram Hazony gegründet
- Die Hamas greift den Süden Israels an und tötet 1.200 Menschen
- Großbritannien, Australien, Kanada, Neuseeland und Norwegen sanktionieren Bezalel Smotrich
- Andrzej Duda tritt der Heritage Foundation als Distinguished Visiting Fellow bei
- Andrzej Duda trifft in Jerusalem mit dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog zusammen
- Duda soll auf der NatCon-Konferenz in der Plenarsitzung sprechen
Konferenzagenda und Teilnehmer
Die Veranstaltung wird von der Edmund Burke Foundation organisiert, einem 2019 gegründeten amerikanischen Think Tank, der von dem israelischen Philosophen Yoram Hazony geleitet wird. Die Stiftung hat bereits NatCon-Veranstaltungen in den Vereinigten Staaten und Europa ausgerichtet, mit Rednern wie US-Vizepräsident J.D. Vance, dem ehemaligen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und dem britischen Politiker Nigel Farage. Duda teilt sich seine Sitzung mit dem israelischen Minister für Diaspora-Angelegenheiten, Amichai Chikli. Zu den weiteren Teilnehmern gehört der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich, Vorsitzender der Partei Religiöser Zionismus, den Großbritannien, Australien, Kanada, Neuseeland und Norwegen 2025 wegen der Anstiftung zu Gewalt gegen Palästinenser sanktioniert haben. Auf dem Programm stehen zudem der ehemalige deutsche Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen, der österreichische FPÖ-Politiker Harald Vilimsky und der Oberrabbiner von Safed, Shmuel Eliyahu, während der frühere US-Fernsehmoderator Tucker Carlson fehlen wird.
Medienreaktionen und internationale Perspektiven
Die Jerusalemer Konferenz hat in internationalen und israelischen Medien unterschiedliche Berichterstattung ausgelöst. Die britische Zeitung The Guardian berichtete, die Konferenz bringe israelische Nationalisten, amerikanische christliche Nationalisten und europäische Rechtsaußen-Vertreter zusammen. Der israelische Fernsehsender Channel 14 beschrieb das Treffen als Zusammenkunft internationaler konservativer Persönlichkeiten, die eine Alternative zum Liberalismus suchten und eine Zusammenarbeit westlicher nationalkonservativer Bewegungen anstrebten. Polnische Medien richteten ihre Aufmerksamkeit auf Dudas Teilnahme an der Seite rechter und nationalistischer Figuren. Die dreitägige Veranstaltung endet am Donnerstag nach geplanten Panels zu Regierungsführung, nationaler Identität und Sicherheit.


