Regierung · Belfast und Portadown

High Court bestätigt Rechtmäßigkeit von Chris Bryants Verbot der Drumcree-Parade des Oranierordens

Richter Scoffield befand Chris Bryants Entscheidung vom 9. Oktober, den Marsch des Oranierordens in Portadown zu blockieren, für rechtmäßig, während die Polizei weiterhin wegen Verstößen gegen die Entscheidung der Parades Commission ermittelt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LBC, Evening Standard, Irish Examiner und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Belfast, Portadown · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. 27.09.Die Parades Commission erlaubt der Parade die Route über die Garvaghy Road
  2. 9.10.Chris Bryant verbietet die Parade, nachdem Gespräche mit beiden Seiten gescheitert sind
  3. 28.10.Der High Court erklärt das Verbot für rechtmäßig

Das Urteil

Richter Scoffield entschied am Mittwoch, 28. Oktober, am High Court in Belfast, dass das Verbot der Drumcree-Parade des Oranierordens durch den Nordirland-Minister rechtmäßig war. Der Richter erklärte, die Entscheidung liege innerhalb des Ermessensspielraums, der Chris Bryant zustehe, nannte es jedoch höchst bedauerlich, dass sie nötig geworden sei. Die Klage war von einem Mitglied des Oranierordens eingereicht worden und richtete sich sowohl gegen Bryants Eingreifen als auch gegen die Rolle von PSNI-Chef Jon Boutcher. In der Anhörung wurden Argumente zur „Rechtmäßigkeit des Entscheidungswegs“ erörtert, mit dem der Marsch gestoppt wurde, während der Anwalt von Bryant argumentierte, er habe „keine andere Entscheidung“ treffen können.

„Die Entscheidung des Nordirland-Ministers war rechtmäßig und lag innerhalb des Ermessensspielraums, der ihm zusteht“

Richter Scoffield

Der Richter sagte zudem, die Gegner der Parade sollten aus dem Ausgang keine besondere Freude ziehen, und die erreichte Situation habe die Menschen in Nordirland sehr hohe Kosten gekostet – finanziell durch die Bindung von Polizeikräften und mit Blick auf die Beziehungen zwischen den Bevölkerungsgruppen. Die klagende Seite teilte dem Gericht mit, sie werde aller Wahrscheinlichkeit nach Berufung einlegen.

Wie sich die Blockade entwickelte

Die Parades Commission hatte am 27. September die Erlaubnis erteilt, dass die Parade ihre traditionelle Route entlang der überwiegend nationalistischen Garvaghy Road in Portadown absolviert – erstmals seit fast 30 Jahren. Auf der Straße versammelten sich große Menschenmengen dagegen, und die Polizei kam zu dem Schluss, dass die Beamten die Marschierenden nicht sicher begleiten könnten, solange diese Menschenmengen blieben. Die Oranier blieben fast zwei Wochen auf dem Drumcree Hill und näherten sich wiederholt der Polizeisperre, um ihre Position darzulegen. Chris Bryant griff am 9. Oktober ein, nachdem Gespräche mit beiden Seiten keine einvernehmliche Lösung gebracht hatten, und verbot die Parade.

Die Irish Times berichtet, der Chief Constable, der eine Überprüfung gefordert hatte, habe erklärt, alle Optionen unterhalb einer „erheblichen Intervention zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung“ seien ausgeschöpft gewesen und hätten ein „inakzeptables Risiko schwerer Verletzungen, von Unruhen und einer weiteren Ansteckungswirkung“ bedeutet. Das Gericht hörte zudem PSNI-Erkenntnisse, wonach Dissidenten möglicherweise Schussangriffe auf Polizisten verübt hätten, wenn die Beamten einen Weg für die Parade freigemacht hätten. Drumcree war in den 1990er-Jahren ein Brennpunkt, als es zu weitverbreiteter Gewalt und Todesfällen kam.

Was die Umfrage ergab

Eine Online-Umfrage von More In Common unter 1.019 Erwachsenen ergab, dass 53 % der Menschen in Nordirland Chris Bryants Blockade der Parade für richtig hielten. Unter den Wählern unterstützten 91 % der Sinn-Féin-Anhänger, 84 % der SDLP-Wähler und 81 % der Alliance-Wähler die Entscheidung, während eine Mehrheit der unionistischen Wähler anderer Meinung war. Dieselben 53 % sagten, die Parades Commission habe zu Unrecht erlaubt, dass der Marsch die Garvaghy Road nutzt. Die Protestanten waren gespalten: 54 % sagten, das Verbot sei falsch gewesen, 28 % hielten es für richtig.

82 % gaben an, dass es ihnen wichtig sei, die Blockade ohne Gewalt zu beenden, und dieser Wunsch zog sich durch alle Konfessionen und politischen Lager. Auch die Wahlabsicht verschob sich: Sinn Féin stieg von 25 % im Juli auf 30 % im Oktober, die DUP von 17 % auf 18 %. Die Umfrage sieht Sinn Féin als Hauptprofiteur der Auseinandersetzung, während die DUP weiterhin die wichtigste Partei des Unionismus bleibt.

Anteil der Wähler, die Bryants Verbot für die richtige Entscheidung halten%
Sinn-Féin-Wähler
91 %
SDLP-Wähler
84 %
Alliance-Wähler
81 %

Daten aus dem Artikeltext

Ermittlungen und Reaktion der Unionisten

Die Polizei ermittelt wegen möglicher Verstöße gegen die Entscheidung der Parades Commission. Erste Ministerin Michelle O'Neill sowie mehrere Vertreter von Sinn Féin und People Before Profit wurden von den Beamten freiwillig befragt. Die Umfrage ergab zudem, dass unionistische Wähler das Verbot hart beurteilten: 85 % der TUV-Wähler, 76 % der DUP-Wähler und 55 % der UUP-Wähler sagten, die Entscheidung sei falsch gewesen.

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