Verkehr · Sofia, Plowdiw und Évreux

Falsche Bombendrohungen stören europäische Flüge, keine Sprengsätze gefunden

Kampfjets eskortierten am Donnerstag, 5. November, mehrere Maschinen, nachdem anonyme E-Mails mit Sprengstoffdrohungen für Flüge mit Bezug zu Italien, Bulgarien und Tschechien eingegangen waren. Durchsuchungen fanden keine Sprengsätze, alle Flugzeuge landeten sicher.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von stern.de, N-tv, RP Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Sofia, Plowdiw, Évreux, Wien · Bulgarien, Frankreich, Österreich

Was am Donnerstag geschah

Am Donnerstag, 5. November, störten anonyme Bombendrohungen gegen Passagiermaschinen den Luftverkehr in mehreren europäischen Ländern – je nach Bericht bereits zum zweiten oder dritten Mal in dieser Woche. Die Deutsche Welle zählte mindestens zwölf betroffene Flugzeuge, n-tv berichtete von mehr als einem Dutzend, stern.de von rund 20 Flügen. Die meisten der bedrohten Flüge gingen nach oder kamen aus Italien, Bulgarien und Tschechien und wurden von Ryanair, Finnair, Wizz Air und Aer Lingus durchgeführt. Mehrere Maschinen wurden umgeleitet oder von Militärjets eskortiert, doch jeder Flug landete sicher, und es wurden keine Sprengsätze gefunden.

Ryanair-Flüge nach Sofia und die E-Mail

Unter den bedrohten Maschinen waren drei Ryanair-Flugzeuge, die von Madrid, Kopenhagen und London Stansted nach Sofia unterwegs waren. Bulgarische Behörden erklärten, Kampfjets hätten sie zum Flughafen eskortiert. Zwei landeten planmäßig in Sofia, der Flug aus London Stansted wurde nach Plowdiw östlich der Hauptstadt umgeleitet. Das bulgarische Innenministerium teilte mit, alle drei Maschinen seien durchsucht worden, Bomben seien nicht gefunden worden. Eine E-Mail, die an mehrere Adressen des Flughafens Sofia geschickt wurde und die AFP nach eigenen Angaben einsehen konnte, behauptete, auf mehreren Flügen und im Flughafengebäude seien Sprengsätze platziert worden. Der Absender bezeichnete sich als „Kämpfer des Männerstaats“ und erklärte, die Aktionen des Tages würden in die Geschichte eingehen.

Wer hinter den Nachrichten stecken könnte

Der Name „Männerstaat“ verweist auf eine rechtsextreme, antifeministische Gruppe in Russland, doch zunächst ließ sich nicht bestätigen, dass sie hinter der Nachricht steckt. Lou Osborn von der NGO Inpact, die verdeckte russische Aktivitäten beobachtet, sagte, die Gruppe habe Tausende Mitglieder und unterstütze den Krieg gegen die Ukraine. Ob die Vorfälle zusammenhängen und wer die Drohungen verschickt hat, blieb unklar. Behörden in mehreren Ländern waren beteiligt.

Finnair, Aer Lingus und Kopenhagen

Betroffen waren zwei Finnair-Flüge aus Helsinki, einer nach Rom und einer nach Wien. Italienische Kampfjets eskortierten den Rom-Flug zum Flughafen Fiumicino, wie ein Flughafensprecher sagte; Finnair erklärte, ein Sprengstoffräumteam habe bei der Durchsuchung „nichts Ungewöhnliches“ gefunden. Ein Airbus A320 von Aer Lingus auf dem Weg von Dublin nach Rom landete außerplanmäßig auf dem französischen Luftwaffenstützpunkt Évreux in der Normandie; an Bord waren 157 Menschen. Die französische Regierung teilte mit, 151 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit gebracht worden. Das Büro des Premierministers erklärte, der Pilot habe zunächst nicht kooperiert, woraufhin Kampfjets den Befehl erhalten hätten, die Maschine abzufangen und zu eskortieren. Die französische Staatsanwaltschaft erklärte, sie habe ein Ermittlungsverfahren eröffnet, weil der Pilot zunächst die Landung in Évreux verweigert und einen zivilen Flughafen verlangt habe. Die dänische Polizei erklärte, am Flughafen Kopenhagen habe keine Gefahr bestanden, nachdem zwei betroffene Maschinen dort gelandet waren.

Wizz-Air-Flüge und Passagierrechte

Ein Wizz-Air-Flug von Mailand-Malpensa nach Warschau wurde nach Angaben von Ansa nach Wien umgeleitet, nachdem während des Flugs eine Drohung eingegangen war; die österreichische Polizei bestätigte die Landung. Ein Sprecher der österreichischen Polizei nannte die Drohung „abstrakt“ und sagte, vier Flüge von oder nach Wien hätten eine ähnliche E-Mail erhalten, die nichts mit dem Flug aus Mailand zu tun habe. Die Passagiere setzten ihre Reise später mit derselben Maschine nach Polen fort. Ein zweiter Wizz-Air-Flug von Mailand nach Bukarest erreichte sein Ziel, am Flughafen Bukarest wurde ein Krisenstab eingerichtet. Feyza Türkön vom Passagierrechteportal Flightright sagte, die Situation gelte als außergewöhnlicher Umstand.

„Flugausfälle im Zusammenhang mit den Bombendrohungen an verschiedenen europäischen Flughäfen sind ein außergewöhnlicher Umstand.“

Feyza Türkön

Laut Türkön sind Fluggesellschaften in solchen Fällen grundsätzlich von Ausgleichszahlungen befreit, müssen die Verspätung aber so kurz wie möglich halten und die Passagiere so schnell wie möglich an ihr Ziel bringen – auch mit anderen Fluggesellschaften oder mit Bus, Bahn oder Taxi.

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