Konflikte · Jaroslawl und Abu Dhabi

Ukrainische Drohnen treffen Russlands Raffinerie Slavneft-YANOS in Jaroslawl und lösen Brände aus

Der Gouverneur der Region Jaroslawl, Michail Jewrajew, erklärte, in der Nacht zum Dienstag, 3. November, hätten 124 Drohnen das Werk zum Ziel gehabt. Seit dem 30. Oktober wurden Angriffe auf mindestens vier große russische Raffinerien gemeldet.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rzeczpospolita, Deutsche Welle, rmf24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Jaroslawl, Abu Dhabi · Russland, Vereinigte Arabische Emirate
Wie es dazu kam
  1. 1.11.Raffinerie Kstowo in der Region Nischni Nowgorod getroffen
  2. 2.11.Ölpumpstation in der Region Samara getroffen
  3. 3.11.Raffinerie Slavneft-YANOS in Jaroslawl getroffen

Nächtlicher Angriff auf Jaroslawl

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht zum Dienstag, 3. November, die Raffinerie Slavneft-YANOS in Jaroslawl getroffen, auf dem Gelände brach ein Feuer aus. Der Gouverneur der Region Jaroslawl, Michail Jewrajew, erklärte auf Telegram, 124 Drohnen hätten das Werk zum Ziel gehabt, Teile der Infrastruktur seien beschädigt worden. Zwei Beschäftigte seien von Splittern getroffen und ins Krankenhaus gebracht worden, die Rettungskräfte arbeiteten daran, den Brand zu löschen. Anwohner stellten Aufnahmen der Feuer online, die OSINT-Analysten von Astra zählten mindestens fünf separate Brandherde auf dem Gelände. Der Gouverneur kündigte zudem eine vorübergehende Verkehrsbeschränkung auf der Straße von Jaroslawl in Richtung Moskau an.

Die Raffinerie und ihre Rolle

Das Werk ist eine der fünf größten Raffinerien Russlands, mit einer Kapazität von etwa 15 Millionen Tonnen Öl pro Jahr, rund 300.000 Barrel pro Tag. Eigentümer ist Slavneft, das gemeinsam von Rosneft und Gazprom Neft kontrolliert wird. Hergestellt werden unter anderem Benzin, Diesel, Heizöl, Flugzeugkerosin und Schmierstoffe; beliefert werden Kunden in den Föderationskreisen Zentralrussland und Nordwest, darunter Moskau. Quellen zufolge versorgt es auch Flughäfen und Betriebe der Rüstungsindustrie. Das Gelände war bereits zuvor getroffen worden. Bei einem Angriff am 28. August wurde eine Rohölverarbeitungsanlage, AVT-4, beschädigt, am 17. September dann eine zweite Anlage, AVT-3, die etwa 40 % der Kapazität des Werks ausmacht; damals kam der Betrieb zum Erliegen. Die Stadt liegt rund 250 Kilometer nordöstlich von Moskau.

Eine breitere Kampagne gegen Raffinerien

Der Angriff auf Jaroslawl ist Teil einer Serie von Attacken auf russische Ölanlagen. Der Telegram-Kanal Exilenova+ listete eine Raffinerie in Nowokuibyschewsk in der Region Samara am 30. Oktober, eine Raffinerie in Ufa in Baschkortostan am 31. Oktober, eine Raffinerie in Kstowo in der Region Nischni Nowgorod am 1. November und eine Ölpumpstation in der Region Samara am 2. November. Mindestens vier große russische Raffinerien, darunter Janos, wurden seit dem 30. Oktober getroffen. Die Ukraine hatte die Angriffe auf den Sektor Ende Oktober nach einer fast zweiwöchigen Pause wieder aufgenommen; die Unterbrechung hatte es Russland ermöglicht, seine Raffineriekapazität teilweise wiederherzustellen. Kiew erklärte, Ziel sei es, die Ölexporterlöse zu senken, mit denen der Kreml die Invasion finanziert, und die Auswirkungen des Krieges auf russisches Territorium zu tragen. Das ukrainische Militär hatte sich zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht zu dem Angriff auf Jaroslawl geäußert.

Russische Angaben und Angriffe auf die Ukraine

Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Dienstagmorgen, in der Nacht seien 856 Drohnen abgeschossen oder zerstört worden, nach Angaben des Kremls waren 493 davon in Richtung Moskau und Region Moskau unterwegs. Das Ministerium meldete zudem eigene nächtliche Angriffe auf Energieinfrastruktur in den Regionen Dnipropetrowsk, Charkiw und Winnyzja und erklärte, die Anlagen hätten Strom für den militärisch-industriellen Komplex und die Streitkräfte der Ukraine geliefert. Auch Hafenanlagen und Schiffe in der Region Odessa seien wegen ihrer militärischen Nutzung angegriffen worden. Am Montag, 2. November, warnte Wolodymyr Selenskyj, Russland bereite einen weiteren großen Luftangriff vor; Moskau setze darauf, dass die Weltöffentlichkeit auf die US-Kongresswahlen am Dienstag blicke. Russische Truppen greifen fast täglich zivile Infrastruktur und andere nichtmilitärische Ziele an.

Von russischen Behörden am 3. November gemeldete DrohnenDrohnen
In der Nacht abgeschossen oder zerstört (russisches Verteidigungsministerium)
856 Drohnen
In Richtung Moskau und Region Moskau unterwegs (Kreml)
493 Drohnen

Daten aus dem Artikeltext

Patriot-Forderungen und Friedensgespräche

Berichte legten nahe, dass die Pause bei den Raffinerieangriffen Ende Oktober mit einer Forderung von US-Präsident Donald Trump zusammenhängen könnte. Selenskyj sagte gegenüber Fox News, die Ukraine könne aufhören, russische Raffinerien anzugreifen, wenn sie für einen Monat Patriot-Systeme aus den Vereinigten Staaten erhalte. Der US-Gesandte Steve Witkoff schrieb auf X, für den 10. und 11. November seien in Abu Dhabi neue, von den Vereinigten Staaten vermittelte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine geplant. Auf der Tagesordnung stünden Sicherheitsgarantien nach dem Krieg, Deeskalation, humanitäre Schritte und die nächsten Schritte zum Frieden. Der Angriff auf Jaroslawl erfolgt rund eine Woche vor Beginn dieser Gespräche.

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