Sicherheit · Pitillas, Caparroso und Pamplona

Drei Arbeiter sterben nach Sturz in eine Güllegrube auf einem Schweinebetrieb in Navarra

Am 4. November stürzte ein Arbeiter auf einem Schweinebetrieb in Pitillas in eine Güllegrube, die beiden anderen starben bei dem Versuch, ihn zu retten. Die Rettungskräfte konnten keinen der drei mehr retten; nach Angaben aus lokalen Kreisen stammten alle drei aus Caparroso.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, El Confidencial, RTVE.es und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Pitillas, Caparroso, Pamplona · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 4.11.Ein Arbeiter stürzt auf dem Betrieb El Salobrar in die Güllegrube, zwei Kollegen, die ihn retten wollen, sterben ebenfalls
  2. 5.11.Das Parlament von Navarra eröffnet seine Plenarsitzung mit einer Schweigeminute
  3. 5.11.UGT und CCOO versammeln sich in Pamplona, um ihre Anteilnahme mit den Familien zu zeigen
  4. 6.11.Ein Bündnis aus sechs Gewerkschaften für Arbeitsschutz ruft zu einer Mobilisierung auf

Der Unfall in El Salobrar

Am 4. November starben kurz nach 12:15 Uhr drei Arbeiter auf einem Schweinebetrieb im Gebiet El Salobrar zwischen Pitillas und Murillo el Cuende in Navarra. Erste Informationen, auf die sich das Parlament von Navarra beruft, besagen, dass ein Arbeiter in die Güllegrube stürzte und die beiden anderen versuchten, ihn zu retten; alle drei starben an Erstickung durch Gase. Rettungskräfte aus Tafalla, eine technische Rettungsgruppe, Hubschrauber und die Foralpolizei erreichten den Ort, konnten sie aber nicht mehr retten. RTVE berichtet, zwei der Toten seien Onkel und Neffe gewesen, und Gemeindevertreter sagten gegenüber EFE, alle drei hätten in Caparroso gelebt. Die Altersangaben unterscheiden sich je nach Medium: RTVE nennt 61, 38 und 31 Jahre, die Mitteilung des Parlaments 61, 37 und 33. Die Ursache wird noch untersucht.

Gewerkschaften fordern Konsequenzen

UGT und CCOO versammelten sich am 5. November um 11:00 Uhr vor ihren Büros in Pamplona, mit schwarzen Bändern und Parolen wie „Keine Toten bei der Arbeit mehr“. Soraya Protomártir, Organisationssekretärin von UGT in Navarra, sagte, in der Region seien 2026 bislang 18 Beschäftigte bei der Arbeit gestorben, und nannte Navarra eine der spanischen Regionen mit den höchsten Unfallzahlen. Landesweit sprach sie von mehr als 700 Todesfällen pro Jahr, also zwei oder drei am Tag, und forderte ein aktualisiertes Präventionsgesetz, das ihrer Darstellung nach im Mesa des Kongresses feststeckt, sowie mehr Personal für die Arbeitsinspektion. Protomártir fasste die Forderung so zusammen:

„Denn zur Arbeit zu gehen darf uns nicht das Leben kosten.“

Soraya Protomártir

Alfredo Sanz, Sekretär für Arbeitsschutz von CCOO in Navarra, sagte, die Unfallzahlen der Region seien die schlechtesten im gesamten Staat, und die Regionalregierung müsse sich des Problems annehmen. Er fügte hinzu:

„Eine Region wie unsere kann es sich nicht leisten, dass Menschen zu ihrer Arbeit gehen und dann nicht mehr nach Hause zurückkehren können.“

Alfredo Sanz

In einer schriftlichen Erklärung forderte CCOO eine gründliche Untersuchung, bezeichnete alle Arbeitsunfälle als vermeidbar und mahnte die Unternehmen, das Präventionsgesetz strikt einzuhalten. LAB zählte 2026 bislang 67 arbeitsbedingte Todesfälle in Euskadi und Navarra, und ein Bündnis aus sechs Gewerkschaften für Arbeitsschutz hat für Freitag, den 6. November, eine Mobilisierung angekündigt.

Reaktionen der Institutionen und frühere Fälle

Das Parlament von Navarra eröffnete seine Plenarsitzung mit einer Schweigeminute, und sein Präsident Unai Hualde übermittelte den Familien das Beileid und die Anteilnahme der Kammer. RTVE und LaSexta bezeichnen die Todesfälle von Pitillas übereinstimmend als schwersten Unfall dieser Art in Spanien seit April 2003, als vier Mitglieder einer Familie auf einem Viehbetrieb in Los Dolores in Murcia durch das Einatmen giftiger Gase starben. LaSexta berichtet zudem, dass im Dezember 2023 ein 74-jähriger Mann in der Güllegrube eines Schafbetriebs in Leitza in Navarra starb und ein zweiter Arbeiter ins Krankenhaus kam. El Confidencial erwähnt ebenfalls einen gleichartigen Unfall in Leitza, datiert ihn aber anders.

Warum Güllegruben so tödlich sind

El Confidencial zitiert unter Berufung auf einen Bericht von Ángela Prado Mira, Intensivmedizinerin am Allgemeinen Krankenhaus von Albacete, das Umrühren einer Güllegrube setze Schwefelwasserstoff frei – ein Gas, das schwerer als Luft ist, den Sauerstoff verdrängt und sich in tiefer gelegenen Bereichen sammelt. Der Bericht beschreibt, dass dadurch eine unsichtbare, sauerstoffarme Zone entsteht, die innerhalb von Sekunden zu einem neurologischen Zusammenbruch führen kann. Er benennt außerdem einen „verketteten Rettungseffekt“, der erklärt, warum bei demselben Vorfall oft mehrere Menschen sterben. El Confidencial stellt die Todesfälle von Pitillas in eine Reihe mit früheren gleichartigen Unfällen in Leitza und Los Dolores.

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