Ihre Datenschutzeinstellungen

Wir verwenden Analyse, um Pollar zu verbessern, und mit Ihrer Einwilligung Marketing-Tools (Meta, X), um unsere Werbung zu messen. Sie können dies jederzeit in den Einstellungen ändern.

Datenschutzerklärung
Pollar
StartFragenLiveSucheKarteMärkteBenachrichtigungenFür Sie
BriefSträngeMärkte
Datenschutz

Heutiger Brief

Hormus dicht, Toronto hustet

Washington weitet Iran-Kampagne aus, Kyjiw sortiert sich neu und verqualmte Städte trotzen der Hitze

Die wichtigsten Geschichten des Tages haben eine harte Kante gemeinsam: Regierungen gehen größere Risiken ein und verlangen von den Bürgern, ihnen zu vertrauen. Im Golf weitete sich der Krieg aus, die Ukraine wechselte an der Spitze ihres Verteidigungsministeriums die Führung, und Rauch verwandelte den nordamerikanischen Sommer in eine Warnung der Gesundheitsbehörden.

Brief lesen
Von Leserinnen und Lesern getragen

Kostenlos, und das bleibt so

Keine Werbung. Die Mitgliedschaft hält Pollar unabhängig.

Pollar unterstützen
Mitgliedschaft

Mitglieder sehen dieses Feld nicht.

  • Unterstützer34,99 €/Jahr
  • Förderer79,99 €/Jahr
Pollar unterstützen

Jetzt live

Alle Live-Berichte
  • Cédric Jubillar gesteht Mord

    Cédric Jubillar gesteht die Tötung seiner Frau Delphine und führt Ermittler zu einem Ort im Tarn, wo die Polizei Knochen fand.

  • Selenskyj kündigt Regierungsumbildung an

    Nach Massenprotesten in Kiew wurde eine neue Regierung ernannt, was einen bedeutenden Strategiewechsel in der Verwaltung von Selenskyj markiert.

Im Rampenlicht

Alle Stränge

Welt · Aktualisiert vor 2 m

China und der Westen: Entkopplung

Die USA passten ihre KI-Chip-Exportpolitik gegenüber China an, während China eine begrenzte Öffnung für bestimmte KI-Chip-Importe signalisierte und die EU zusätzliche Abgaben auf chinesische Plug-in-Hybridfahrzeuge vorbereitete.

StartBriefSträngeFragen
Kategorien
© Wirtschafts Woche
Wirtschaft·26. Mai

Deutschlands Abhängigkeit von China bei kritischen Gütern nimmt zu – Widerspruch zu den Diversifizierungszielen der Regierung

Eine neue Studie zeigt, dass Deutschlands Importabhängigkeit von China bei strategisch wichtigen Gütern wie Lithiumbatterien, Solarmodulen und Antibiotika stark zugenommen hat und damit die De-Risking-Strategie Berlins untergräbt.

Studie belegt wachsende Abhängigkeit

Eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Friedrich-Naumann-Stiftung zeigt, dass Deutschlands wirtschaftliche Abhängigkeit von China bei kritischen Gütern zugenommen hat, was dem erklärten Ziel der Bundesregierung nach Diversifizierung widerspricht. Die Analyse, die auf vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes basiert, untersuchte Direktimporte von Produkten und Rohstoffen, die als strategisch wichtig eingestuft werden.

Gerade in kritischen Bereichen diversifiziert Deutschland nicht, sondern wird noch abhängiger und damit verletzlicher.

— Frederic Spohr

Schlüsselsektoren und Zahlen

Der Anteil Chinas an den deutschen Importen wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Batterien stieg von 49,7 Prozent im Jahr 2023 auf 66,5 Prozent im Jahr 2025. Bei Antibiotika sprang der Anteil von 65,3 Prozent auf 72,9 Prozent, während Vitamine und Provitamine von 71,3 Prozent auf 81,6 Prozent kletterten. Die Importe von Solarmodulen aus China erreichten mit 92,6 Prozent des gesamten Importgewichts einen neuen Höchststand, gegenüber etwa 89 Prozent im Jahr 2023.

Chinas Anteil an deutschen Importen ausgewählter kritischer Güter (2023 vs. 2025) · %
Lithium-Ionen-Batterien 2023
49,7
Lithium-Ionen-Batterien 2025
66,5
Antibiotika 2023
65,3
Antibiotika 2025
72,9
Vitamine & Provitamine 2023
71,3
Vitamine & Provitamine 2025
81,6
Solarmodule 2023
89
Solarmodule 2025
92,6
Lithium-Ionen-Batterien 2023
49.7 %
Lithium-Ionen-Batterien 2025
66.5 %
Antibiotika 2023
65.3 %
Antibiotika 2025
72.9 %
Vitamine & Provitamine 2023
71.3 %
Vitamine & Provitamine 2025
81.6 %
Solarmodule 2023
89 %
Solarmodule 2025
92.6 %

Darüber hinaus dominiert China praktisch die Versorgung mit bestimmten Seltenen Erden – Praseodym, Neodym und Samarium –, die für Hochleistungs-Permanentmagnete in Elektromotoren unverzichtbar sind. Die Importe dieser Seltenen Erden stiegen gewichtsmäßig von 3,1 Tonnen im Jahr 2023 auf 13,0 Tonnen im Jahr 2025.

Unabhängigen Pollar unterstützen

Die Mitgliedschaften Unterstützer und Förderer halten jeden Artikel kostenlos lesbar und fügen Offline-Lesen, Audio und einen sponsorenfreien Brief hinzu.

Mitgliedschaftsstufen ansehen

Reaktion der Regierung und Chinareise

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche wird am Mittwoch zu einem Besuch in China erwartet, begleitet von Top-Managern wie BASF-Chef Markus Kamieth, Thyssenkrupp-CEO Miguel Lopez und Siemens-Energy-Vorstand Tim Holt. Ein Ministeriumssprecher erklärte, die Regierung lege besonderen Wert auf mehr Resilienz bei Rohstoffen und fordere fairen Wettbewerb – Themen, die bei den Gesprächen in Peking eine Rolle spielen werden.

In Zukunft könnte De-Risking für Unternehmen noch komplizierter werden, weil die chinesische Regierung jetzt aktiv dagegen arbeitet.

— Frederic Spohr

Spohr merkte an, dass die China-Strategie der Bundesregierung von 2023, die darauf abzielte, wirtschaftliche Abhängigkeiten zu verringern, den Trend bisher nicht umgekehrt habe. Die Studie erfasst nur Direktimporte aus China, nicht indirekte Lieferungen über Drittländer, die chinesische Komponenten enthalten könnten.

Breitere Implikationen

Die Ergebnisse verdeutlichen eine wachsende Kluft zwischen politischer Rhetorik und Handelsrealität. Während Deutschland – und die EU – darum ringen, wirksame De-Risking-Maßnahmen zu entwickeln, wirft die zunehmende Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten für Technologien der Energiewende und medizinische Versorgung Fragen zur Sicherheit der Lieferketten und zur geopolitischen Hebelwirkung auf.

Berlin · Peking
Frederic SpohrKatherina ReicheMarkus KamiethMiguel LopezTim Holt
BeijingBerlinKatherina ReicheMarkus KamiethTim HoltMiguel LopezFrederic Spohr

6 Quellen

  • Abhängigkeit nimmt zu: Studie: Deutschland importiert mehr Lithium-Batterien und Antibiotika aus China
    N-tv·26. Mai
  • Handelspolitik: Deutschland bei wichtigen Gütern immer abhängiger von China
    Wirtschafts Woche·26. Mai
  • Handelspolitik: Deutschland bei wichtigen Gütern immer abhängiger von China
    ZEIT ONLINE·26. Mai
  • Handelspolitik: Deutschland bei wichtigen Gütern immer abhängiger von China
    Der Tagesspiegel·26. Mai
  • Deutschland bei wichtigen Gütern immer abhängiger von China - WELT
    DIE WELT·26. Mai
  • Studie zur China-Abhängigkeit: China dominiert Deutschlands Importe kritischer Güter
    RP Online·26. Mai

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Politik & Wirtschaft
KI-generiert·Mehr erfahren
Wirtschaft·seit 16. Juli·akt. vor 16 m
© Der Tagesspiegel

EU ordnet an: Google muss Android für KI-Assistenten von Konkurrenten öffnen und Suchdaten teilen

Die Europäische Kommission hat Google per verbindlicher Beschlüsse nach dem Digital Markets Act (DMA) aufgefordert, rivalisierenden KI-Diensten ab Juli 2027 gleichberechtigten Zugang zu Android-Funktionen zu gewähren und ab Januar 2027 anonymisierte Suchdaten zu teilen.

Artikel lesen
Wirtschaft·seit 16. Juli·akt. vor 4 Std.
© The New York Times

Großbritannien verstaatlicht British Steel – letztes großes Stahlwerk nach 38 Jahren wieder in öffentlicher Hand

Die britische Regierung hat die vollständige Eigentümerschaft an British Steel übernommen, der letzten Primärstahlanlage des Landes in Scunthorpe, nachdem sie keinen privaten Käufer finden konnte. Der Schritt schützt rund 2.700 Arbeitsplätze und beendet einen 15-monatigen Konflikt mit dem früheren Eigentümer Jingye Group.

Artikel lesen
Konflikte·seit 16. Juli·akt. vor 3 Std.
© ANSA.it

USA erheben 25% Zoll auf die meisten brasilianischen Importe, gültig ab 22. Juli; Brasilien aktiviert Reziprozitätsgesetz

Die Vereinigten Staaten werden ab dem 22. Juli einen Zoll von 25% auf die meisten brasilianischen Importe erheben, die erste Maßnahme im Rahmen einer neuen Handelsstrategie der Trump-Administration, was Brasilien dazu veranlasst, ein Reziprozitätsgesetz zu aktivieren und mit einer WTO-Klage zu drohen.

Artikel lesen