Konflikte · Berlin und Langen
Deutschland baut mit Hensoldt und Deutscher Telekom eine bundesweite KI-Drohnenabwehrplattform auf
Der deutsche Flugsicherungsdienstleister DFS geht eine Partnerschaft mit dem Rüstungselektronikunternehmen Hensoldt und der Deutschen Telekom ein, um eine landesweite, KI-basierte Plattform zur Erkennung und Neutralisierung unbefugter Drohnen über kritischen Einrichtungen zu schaffen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Wirtschafts Woche, Süddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Deutsche Flugsicherung will mit dem Rüstungselektronikunternehmen und dem Telekommunikationsriesen zusammenarbeiten, um ein deutschlandweites Netz zur Drohnenerkennung und -neutralisierung aufzubauen.
Das System nutzt künstliche Intelligenz, um Daten von Mobilfunkmasten und stationären Sensoren zu fusionieren und ein Echtzeit-Luftlagebild von Drohnen zu erstellen.
DFS-Chef Arndt Schoenemann bezeichnete die jüngsten gezielten Drohnenflüge gegen Flughäfen als Beginn einer hybriden Kriegsführung und forderte eine zentralisierte Koordination.
Die geplante Plattform ist darauf ausgelegt, Erkennungs-, Klassifizierungs- und Drohnenabwehrsysteme verschiedener Hersteller zu integrieren.
Allein der Flughafen München musste seit Herbst 2025 mehrmals den Betrieb einstellen, mit Dutzenden von Flugumleitungen Ende Mai 2026.
Der Plan
Die deutsche Flugsicherungsorganisation DFS gab am 12. Juni eine Partnerschaft mit Hensoldt und der Deutschen Telekom bekannt, um ein bundesweites Drohnenerkennungs- und -abwehrnetz aufzubauen. Der „Aktionsplan Drohnen Deutschland“ wurde auf der ILA Berlin Air Show vorgestellt und sieht eine Plattform vor, die Mobilfunkmastdaten mit stationären Sensor- und Gegenmaßnahmenanlagen an Flughäfen, Kraftwerken und Bundeswehrstandorten verknüpft.
„Drohnen stellen eine zunehmende Gefahr für Deutschlands kritische Infrastruktur dar. Um sie zu schützen, müssen wir verfügbare Ressourcen bündeln.“
Die gemeinsame Plattform soll die derzeitige Fragmentierung überwinden, bei der die Zuständigkeit für Drohnenvorfälle zwischen Bundes- und Landesbehörden aufgeteilt ist.
Technologie und Integration
Der Kern ist eine von künstlicher Intelligenz gesteuerte Plattform. Durch den Einsatz von Sensoren auf den Mobilfunkmasten der Deutschen Telekom, kombiniert mit spezieller Erkennungs- und Störausrüstung an geschützten Standorten, wird ein Echtzeit-Luftlagebild erzeugt. Die automatisierte Datenfusion ermöglicht die Identifizierung potenziell feindlicher unbemannter Systeme.
„Die technologischen Fähigkeiten zur Drohnenabwehr sind bei deutschen Herstellern vorhanden. Um jedoch im Gefahrenfall handeln zu können, ist eine Architektur erforderlich, die die verschiedenen Systeme zur Erkennung, Klassifizierung und Bekämpfung von Drohnen koordiniert.“
Das Konsortium betont, dass die Architektur offen ist und darauf ausgelegt ist, Systeme anderer Hersteller zu integrieren.
Warnung vor hybrider Kriegsführung
DFS-Chef Arndt Schoenemann bezeichnete die jüngste Serie gezielter Drohneneindringlinge an Flughäfen als „Beginn einer hybriden Kriegsführung“. Er argumentierte, dass wirksame Gegenmaßnahmen immer noch durch widersprüchliche Zuständigkeiten auf Bundes- und Landesebene behindert werden.
„Statt eines Flickenteppichs von Einrichtungen und Zuständigkeiten brauchen wir eine zentral gesteuerte Drohnenerkennung und -abwehr, bei der alle Informationen zusammenlaufen.“
Bisherige Vorfälle
Drohnen haben seit Herbst 2025 wiederholt den Betrieb an deutschen Flughäfen gestört. Der Flughafen München musste mehrmals den Flugbetrieb einstellen, zuletzt Ende Mai, als Dutzende Flüge umgeleitet wurden. Derzeit verlassen sich bayerische Flughäfen weitgehend auf Zufallssichtungen und Sichtmeldungen der Cockpitbesatzungen, da dauerhaft installierte Schutzsysteme fehlen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Wirtschafts WocheGefährliche Flugkörper: Flugsicherung plant Drohnenabwehr mit Telekom und Hensoldt
- Süddeutsche ZeitungFlugsicherung plant Drohnenabwehr mit Telekom und Hensoldt
- Der TagesspiegelGefährliche Flugkörper: Flugsicherung plant Drohnenabwehr mit Telekom und Hensoldt
- Bayerischer RundfunkDrohnenabwehr an Flughäfen: Neue Strategie soll kommen
- Arndt Schoenemann
- DFS-Vorstandsvorsitzender
- Oliver Dörre
- Hensoldt-Vorstandsvorsitzender
- Orte
- Berlin
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