Makroökonomie · Berlin
Deutschland schmilzt Silber-Gedenkmünzen ein – Kosten von fast 1,4 Millionen Euro
Steigende Silberpreise trieben den Metallwert zweier deutscher Gedenkmünzen über ihren Nennwert, woraufhin das Finanzministerium sie einschmelzen und mit höheren Nominalen neu ausgeben ließ.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, Focus, DIE WELT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Einschmelzen und Neuausgeben kostete 624.000 Euro für die Münze „Heilige Drei Könige“ und 733.000 Euro für die Wuppertaler Münze, wie aus der Antwort des Ministeriums hervorgeht, über die Der Spiegel am 31. Oktober 2026 berichtete.
2025 stiegen die Silberpreise so stark, dass das Metall in den beiden Münzen ihre Nominalwerte überstieg, woraufhin das Ministerium ihren geplanten Verkauf in jenem Jahr stoppte.
Das Ministerium von Finanzminister Lars Klingbeil rechnet weiterhin mit einem deutlichen Münzgewinn im oberen einstelligen Millionenbereich an Euro, auch weil die Münze „Heilige Drei Könige“ nun weniger Silber enthält.
Die ursprünglich mit 25 Euro bewertete Münze soll am 5. November 2026 als 50-Euro-Silberstück erscheinen, obwohl die Website des Vertriebs sie bereits als ausverkauft ausweist.
Der haushaltspolitische Sprecher der Grünen, Sebastian Schäfer, sagte, Steuergeld sei buchstäblich und fahrlässig geschreddert worden, und mit dem Geld der Bürger könne man so nicht umgehen.
- 2025Das Ministerium stoppt den Verkauf der beiden silbernen Gedenkmünzen, da ihr Silbergehalt den Nennwert übersteigt
- 31.10.Der Spiegel berichtet über das Einschmelzen und beruft sich auf die Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen
- 5.11.Die Münze „Heilige Drei Könige“ soll als 50-Euro-Silbermünze erscheinen
Münzen nach Silberrally eingeschmolzen
Das deutsche Finanzministerium hat zwei silberne Gedenkmünzen einschmelzen und mit höheren Nennwerten neu ausgeben lassen – zu Kosten von fast 1,4 Millionen Euro. Der Spiegel berichtete darüber am Samstag, 31. Oktober 2026, unter Berufung auf die Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage des haushaltspolitischen Sprechers der Grünen, Sebastian Schäfer. Bei den Münzen handelt es sich um „Heilige Drei Könige“ und „125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn“. Das Ministerium hatte ihren geplanten Verkauf 2025 gestoppt, als Silber so stark gestiegen war, dass das Metall in jeder Münze mehr wert war als ihr angegebener Nennwert. Laut der Antwort mussten die Münzen zunächst in einer Prägestätte verformt werden, bevor sie eingeschmolzen und mit neuen Nominalen erneut geprägt wurden.
Kosten und erwarteter Gewinn
Das Einschmelzen und Neuprägen kostete 624.000 Euro für die Münze „Heilige Drei Könige“ und 733.000 Euro für die Wuppertaler Münze, zusammen 1,357 Millionen Euro. Das Ministerium wird von Lars Klingbeil von der SPD geführt und rechnet weiterhin mit einem „deutlichen Münzgewinn im oberen einstelligen Millionenbereich“ an Euro. Diese Prognose stützt sich teilweise auf den reduzierten Silbergehalt der neuen Münze „Heilige Drei Könige“. Die Münze „Heilige Drei Könige“, die ursprünglich einen Nennwert von 25 Euro trug, soll am 5. November als 50-Euro-Silbermünze in Umlauf kommen. Die Wuppertaler Münze wurde mit einem Nennwert von 35 Euro statt 20 Euro ausgegeben.
- Münze „Heilige Drei Könige“
- 624000 EUR
- Münze „125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn“
- 733000 EUR
Daten aus dem Artikeltext
Verkaufsstatus und Zeitplan
Die Münze Deutschland, die deutsche Sammler- und Gedenkmünzen vertreibt, führt die Münze „Heilige Drei Könige“ auf ihrer Website bereits als ausverkauft – Tage vor der geplanten Ausgabe. Die Abfolge reicht vom Verkaufsstopp 2025 über den Bericht am Samstag bis zur geplanten Ausgabe am 5. November.
Kritik und Hintergrund
Sebastian Schäfer, Haushaltsexperte der Grünen, warf dem Ministerium Verschwendung öffentlicher Gelder vor. Die Entscheidung, bereits geprägte Münzen zu vernichten, bedeute, dass Steuergeld „buchstäblich und fahrlässig geschreddert“ worden sei.
„So darf mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger einfach nicht umgegangen werden.“
Schäfers Kritik richtet sich auf die Kosten für die Vernichtung bereits produzierter Münzen. Berichte bringen den Preisanstieg von 2025 mit Anlegern in Verbindung, die in Edelmetalle flüchteten, nachdem das Vertrauen in US-Staatsanleihen und den Dollar gesunken war, als Donald Trump ins Weiße Haus zurückkehrte und die US-Notenbank angriff. Silber ist zudem ein unverzichtbares Industriemetall für die Halbleiterchips, die in KI-Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Silberpreise haben inzwischen spürbar nachgegeben.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Deutsche WelleDeutschland: Das Einschmelzen von Silbermünzen kostete 1,4 Millionen EuroNiemcy: przetopienie srebrnych monet kosztowało 1,4 mln euro · Original auf Polnisch
- FocusHoher Silberpreis: Klingbeil lässt Silbermünzen einschmelzen
- DIE WELT"Steuergeld geschreddert" - Klingbeil muss Silbermünzen für fast 1,4 Mio. Euro einschmelzen lassen
- newsORF.atHoher Silberpreis: Deutschland musste Münzen einschmelzen
- Sebastian Schäfer
- Haushaltspolitischer Sprecher der Grünen, dessen Anfrage die Antwort des Ministeriums zu den eingeschmolzenen Münzen auslöste
- Lars Klingbeil
- Bundesfinanzminister (SPD), dessen Ministerium das Einschmelzen und die Neuausgabe anordnete
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Rückkehr ins Weiße Haus als Faktor für die Edelmetallrally 2025 genannt wird
- Orte
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