Regierung · Berlin

Deutschland plant erste Elterngeld-Erhöhung seit 2007 – 14 Monate Anspruch bleiben

Das Familienministerium will den Mindestbetrag von 300 auf 330 Euro und den Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro anheben. Der Entwurf ist in die interne Abstimmung der Regierung gegangen, die geplante Kürzung von 14 auf 12 Monate ist vom Tisch.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RP Online, Wirtschafts Woche, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Berlin · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 2007Elterngeld eingeführt
  2. Sommer 2026Entwurf kürzt den Anspruch von 14 auf 12 Monate
  3. 28.10.Ministerium kündigt höhere Sätze an und behält 14 Monate

Höhere Mindest- und Höchstsätze

Am 28. Oktober teilte das Bundesfamilienministerium mit, dass das Elterngeld erstmals seit seiner Einführung 2007 steigen soll. Der monatliche Mindestbetrag soll von 300 auf 330 Euro steigen, der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro. Die Änderungen sind Teil eines Gesetzentwurfs, der in die interne Abstimmung innerhalb der Regierung gegangen ist; formell entschieden ist also noch nichts. Familienministerin Karin Prien (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Koalition habe eine gute Lösung gefunden.

„Wir haben uns darauf verständigt, das Elterngeld strukturell weiterzuentwickeln und besser an die heutige Lebenswirklichkeit junger Familien anzupassen.“

Karin Prien, Bundesfamilienministerin

Union und SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, die Leistung zu reformieren und anzuheben. Priens Entwurf entstand unter strengen Sparvorgaben, weshalb die Reform kritisch beäugt wird. Ein Starttermin für die neuen Regeln ist bislang nicht genannt.

Vierzehn Monate bleiben – mit neuer Aufteilung

Ein Dokument des Ministeriums, das dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, zeigt, dass der Anspruch bei bis zu 14 Monaten bleibt und damit ein früherer Plan, ihn auf 12 zu kürzen, revidiert wird. Das im Dokument beschriebene Modell ist eine 4-6-4-Aufteilung: Jedes Elternteil reserviert vier Monate, die verbleibenden sechs können frei zwischen beiden aufgeteilt werden. Beide Eltern können wieder unbegrenzt gleichzeitig Elterngeld beziehen, Alleinerziehende erhalten weiterhin bis zu 14 Monate. Im Sommer hatte das Ministerium unter engen Sparzielen eine Kürzung von 14 auf 12 Monate entworfen, mit drei reservierten Monaten je Elternteil und sechs gemeinsamen Monaten. Nach diesem früheren Modell hätte eine Familie, in der nur ein Elternteil in Elternzeit geht, höchstens neun Monate Unterstützung erhalten. Die Kürzung ist nun vom Tisch, und Prien hat erklärt, der Entwurf halte auch den Bundeshaushalt im Blick, damit die Steuerzahler nicht jedes Jahr stärker belastet werden.

Höhere Ersatzrate für die reservierten Monate

In den reservierten Monaten erhielten Eltern 80 Prozent ihres Nettoeinkommens vor der Geburt, verglichen mit rund 65 Prozent für jeden Monat des Basis-Elterngelds nach geltenden Regeln. Jeder weitere Monat würde 50 Prozent des Nettoeinkommens zahlen. In das für die Berechnung maßgebliche Nettoeinkommen sollen auch Weihnachtsgeld und andere Sonderzahlungen einfließen. Laut Ministerium machen diese Änderungen es für Väter finanziell attraktiver, in der frühen Phase des Familienlebens eine aktive Rolle zu übernehmen.

„Wir senden bewusst ein Signal an junge Familien: Wir unterstützen euch.“

Karin Prien, Bundesfamilienministerin

Die Leistung wird seit 2007 als Einkommensersatz für Mütter und Väter gezahlt, die sich für die Betreuung eines Kindes von der Arbeit freistellen lassen. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ergab, dass die Leistung, da sie nie an die Inflation angepasst wurde, seit ihrer Einführung rund 38 Prozent ihrer Kaufkraft verloren hat.

Empfänger und Ausgaben

2025 wurden rund sieben Milliarden Euro für Elterngeld ausgegeben, 1,6 Millionen Menschen erhielten es. Die Bundesregierung nannte für 2021 mehr als 1,8 Millionen Empfänger. Im Jahr 2024 erhielten 290.105 Menschen den Höchstsatz und 349.157 den Mindestsatz, was zeigt, wie viele Empfänger am unteren Ende der Skala liegen.

Elterngeld-Empfänger 2024 nach SatzPersonen
Höchstsatz
290105 Personen
Mindestsatz
349157 Personen

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