
Deutschland schlägt Debütant Curaçao 7:1, Havertz trifft doppelt zum WM-Auftakt
Deutschland schüttelte einen frühen Ausgleich der WM-Neulinge Curaçao ab und siegte in Houston mit 7:1, Kai Havertz schnürte einen Doppelpack.
Früher Schrecken für Deutschland
Deutschland begann mit starkem Druck und erspielte sich in den ersten zwölf Minuten vier klare Torchancen. Felix Nmecha verwandelte eine davon zur 1:0-Führung. Dann, gegen den Spielverlauf, glich der Debütant Curaçao aus. Comenecia, ein ehemaliger Jugendspieler von Juventus, brachte mit einem abgeklärten Abschluss die Menge in Houston zum Verstummen. Der Ausgleich löste ausgelassene Feierlichkeiten unter den reisenden Fans von der Insel mit 185.000 Einwohnern aus.
Deutschlands Antwort kam postwendend. Nico Schlotterbeck köpfte die Deutschen wieder in Führung, und Kai Havertz verwandelte kurz vor der Halbzeit einen Elfmeter zum 3:1.
Sturmlauf in der zweiten Halbzeit
Julian Nagelsmanns Team übernahm nach der Pause wieder die Kontrolle. Jamal Musiala, der in der ersten Halbzeit agil aber ungenau gewesen war, traf früh im zweiten Durchgang und erstickte jede Hoffnung auf ein Comeback. Bei den Temperaturen in Houston sorgte eine Trinkpause für Unterbrechung, ehe Nathaniel Brown – ein Linksverteidiger – sein erstes Länderspieltor mit einem denkwürdigen Schuss zum 5:1 markierte. Deniz Undav fügte nach der Kühlpause das sechste Tor hinzu, und Havertz lupfte den Ball in der 89. Minute über den herausstürmenden Torwart zum 7:1-Endstand.
Curaçaos stolzer Moment
Trotz der deutlichen Niederlage bot Curaçaos erster WM-Auftritt Momente zum Genießen. Ihr Tor war das erste, das sie jemals auf der größten Bühne des Fußballs erzielt hatten. Trainer Dick Advocaat, mit 78 Jahren der älteste Coach der Turniergeschichte, sah seine Spieler bis zum Schlusspfiff tapfer kämpfen. Die Freude der Curaçao-Anhänger – sie sangen und tanzten durchgehend – war einer der herzerwärmendsten Anblicke der Eröffnungstage.
Havertz stürmt an die Spitze der Torschützenliste
Havertz' Doppelpack brachte ihn mit Folarin Balogun an die Spitze der Turnierwertung. Der erste Treffer des Arsenal-Stürmers fiel vom Elfmeterpunkt nach einem Foul im Strafraum; sein zweiter, ein feiner Heber über den herausstürmenden Torwart, unterstrich sein Selbstvertrauen. Deutschlands sieben Tore von sechs verschiedenen Schützen hoben die offensive Tiefe des Kaders hervor.

